PFARRBLATT WEIHNACHTEN 2018


 

 

 

auf den Weg

'Am Anfang steht das Eine.
Es ist das Heilige, das Heile, das Ungeteilte'.
[Willigis Jäger]
Das Paar erwartet ein Kind. Für die Frau ist es ihr erstes, der Mann hat schon eine Tochter und einen Sohn. Die Herausforderungen sind groß. Die Freude auch. Sie alle wollen ihr Bestes geben und als Familie ihren Weg weiter gehen. Das braucht Mut und Vertrauen. Es gilt vieles zu verbinden, Platz zu geben, zu achten und zu ehren. Und dann ist es endlich da, das kleine Kind. Sie schauen und schauen – und werden ganz still. Immer wenn ein Kind geboren wird, begegnet uns dieses Bild. Das Kind, ganz bei sich und ganz verbunden. Etwas in unserer Tiefe antwortet, erinnert! Willigis Jäger spricht von einer lebenslangen Sehnsucht nach dem Einen und Heilen, das mit uns geboren wird, in uns ist und bleibt. Weihnachten

– das Heile, Heilige in uns erinnern, wach halten und feiern. Weihnachten – die Illusion der Trennung aufgeben, Einheit und Verbundenheit leben. Als 'gottesgestaltige' Menschen mehr und mehr ganz werden.
Irene Lerbscher 

 

                                                                                                                                            'Wär Christus tausendmal in Bethlehem geboren,

und nicht in dir,

du wärst doch ewiglich verloren.'

 

Angelus Silesius 

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Bibel teilen

Das Alte Testament, viele Jahrhunderte mündlich überliefert, wurde ab dem 9. Jh. v. Chr. verschriftlicht. Die kraftvolle Sprache der Autoren jener Epoche spiegelt die Lebenswelt der Menschen über einen Zeitraum von etwa tausend Jahren wider. Eine oftmals dunkle Welt, eine kriegerische Ära mit Wellen von Fremdherrschaft, Ver- treibung und Flucht, sowie dem täglichen Kampf ums Überleben prägt das Dasein vieler Menschen. In diesem Kontext entstanden, hören sich manche Teile für uns erschreckend an. Menschen handeln grausam und auch Gott scheint grausam zu handeln. Doch es ist nicht Gott, der grausam handelt, sondern es sind Schriften, in denen die biblischen Autoren Gott so beschreiben, wie sie sich sein Eingreifen in ihr Leben vorstellen. Sie sind überzeugt, dass auf Gott Verlass ist, dass er für sie Sorge trägt, sie in tiefster Bedrängnis schützt und die ihnen widerfahrene Ungerechtigkeit nicht ungesühnt lässt. Der Gott des Alten Testaments wird auch in der Erfahrung von Barmherzigkeit, Trost und Geborgenheit gezeigt, als ein verlässlicher und liebender Gott, der sein Volk niemals aufgibt. Wie berührend ist beispielsweise der Psalm 23 vom Guten Hirt, der verspricht, dass uns nichts mangeln wird, auch wenn wir noch gehn durch die Todschattenschlucht. Wieviel Selbstvertrauen und Stärke gibt Psalm 91 mit der Zusicherung, dass wir nie verlassen von ihm sind. Gott stellt uns seine Boten an die Seite, damit wir nicht stolpern über die Steine unseres Lebens. Einzutauchen in die Welt des Alten Testamentes bereichert, weil es vor allem anderen ein Zeugnis für die unverbrüchliche Liebe Gottes zu den Menschen ist.

Gabriele Napetschnig 

 

 

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große Freude

In der heiligen Nacht werden wir wieder die Geschichte von Bethlehem hören und aus dem Buch Jesaja lesen: 'Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.' Bilder, die uns so vertraut und nah sind, werfen das Licht dieser Nacht hinein in unsere Stuben und hinaus in die Welt.

Ein Filmbericht über ein Auffanglager in Lybien kommt mir dabei in den Sinn. Im engen Raum, wo die Jugendlichen und Männer untergebracht sind, schwenkt die Kamera über zerschlissene Decken. An einer Matte lehnt die kleine Karte mit weißer Plastikkerze. Sie zeigt Josef mit Maria und dem Kind auf der Flucht nach Ägypten. Zwischen den wenigen Habseligkeiten, in dieser menschenunwürdigen Unterkunft, wo Trostlosigkeit und Angst um sich greift, dieses innige Hoffen, nicht verloren zu gehen. Die große Vision vom Frieden, vom Ende des Schändens und Kriegstreibens. Die Propheten haben diese Verheißung in leidvollen Zeiten wach- gehalten und versprochen, dass Gott den Messias senden wird, den wunderbaren Ratgeber und Friedensfürst. Bis heute ist in der jüdischen Tradition diese Heilserwartung, die Vorfreude auf das Kommen des Messias, des Gesalbten, von großer Bedeutung. 'Du schenkst große Freude ... denn uns ist ein Kind ist geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.' so schreibt Jesaja und der Prophet Micha kündigt in seinem Buch diesen König an, der in Bethlehem, im Lande

Juda hervorgehen soll.
Zu Weihnacht erzählen wir Christen, dass sich dieser Anfang bereits ereignet hat und wer immer sich diesem Weg der Menschen und Gottesliebe anvertraut, wird Freude erfahren und schenken.

Elisabeth Schwendinger 

 

Aus Träumen geschält
das Licht

mit dem Rücken zur Welt

den Schritt finden

 

Inge Crone 

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Pfarrer Bär

Pfarrer Anton Bär. Er ist als zweites von vier Kindern der Anna Maria Bär, geborene Kohler, und des Jodok Alois Bär am 20. Oktober 1922 in Andelsbuch zur Welt gekommen. Nach der Matura musste er in den Krieg und kam erst 1948 aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurück. Nach seinem Theologiestudium wurde er 1954 zum Priester geweiht. Nach Bludenz und Feldkirch kam er 1966 zu uns nach Fußach. Pfarrer Bär hat mit großem Optimismus und Begeisterungsvermögen die Fußacher Pfarr- gemeinde neu auf viele Beine gestellt. Kinder, Frauen und Männer hat er bestärkt und ermutigt, sich mit ihren Fähigkeiten einzubringen. Pfarrer Bärs Freude und Humor, seine Geduld mit den Uhren, seine Ungeduld, wenn das Verstehen fehlte. Sein Mut, Altes abzureißen und Neues zu bauen – davon erzählt auch unsere Kirche, die unter seiner Führung geplant und in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen neu errichtet wurde. Er hat unser Verständnis von Glaube, Kirche und Gemeinde zuinnerst geprägt: Im Religionsunterricht, in den Gottesdiensten, in der Jungschar, auf den Sommerlagern, zwischen Tür und Angel, im Kommen und Gehen. Es war ein frisches, aufrichtendes Glaubensleben, das er uns ans Herz gelegt hat, vernünftig und brauchbar musste alles sein, was wir lernten. Alle hatten Zutritt, ohne Unterschiede waren alle willkommen in unserer Kirche, drinnen oder draußen auf dem Platz. In kurzen oder den blauen Hosen, mit Unterhemd, Sandalen und ölverschmierten Händen war er überall dort, wo etwas nicht funktionierte, repariert oder neu gemacht werden musste. Wenn sein Kopfweh unerträglich wurde, haben wir uns kurz gehalten. Nie fehlte ein freundliches, auf- munterndes Wort.

'Wir werden den Krieg schon gewinnen' war einer seiner Sprüche – aufrecht und schnellen Schrittes kam er über den Kirchplatz. Fußach hatte ihn lieb gewonnen, geweint, als er gehen musste. 1983 wurde er zum Pfarrer von Mittelberg, Hirschegg und Baad bestellt, wo er bis 1994 tätig war. Die Rückkehr in die Hinterburg nach Fußach, wo seine Köchin Luisa wohnte, war allen eine Freude. Zurückhaltend, nie sich einmischend, da, wenn er gebraucht wurde.

In über 50 Pfarrgemeinden half er in seiner Pensionierung aus. Seine letzten stillen Jahre in Gaißau, im St. Josefshaus. In großer Bescheidenheit führte er ein Einsiedlerleben unter vielen. Alt und bärtig geworden, wortkarg, aber freundlich und wach. Besuche freuten ihn, waren gut, wenn sie gleich wieder gingen. Am Sonntag, dem 21. Oktober, einen Tag nach seinem Geburtstag, starb er im St. Josefshaus, wo er von den Schwestern, Pflegerinnen und Pflegern liebevoll betreut wurde. In großer Dankbarkeit haben wir ihn in unserer Kirche verabschiedet und auf dem neuen Friedhof beerdigt. Er hat das Feuer weitergegeben, uns mit Weitsicht und großer Offenheit ein schönes Haus gebaut. 'Sie sollen alle fröhlich sein' – diesen letzten Gruß an seine Fußacher schreiben wir gerne auf unsere Tür.
Elisabeth Schwendinger

Alles aber prüfet,

das Gute behaltet.

 

1 Thess, 5,21 

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Sternsinger

Die Sternsinger/innen besuchen am 4., 5. und 6. Jänner 2019 nach Möglichkeit wieder alle Haushalte im Ortsgebiet.

Sie sind ab etwa 14:30h auf dem Weg:

FR 04.01.2019:  Achstraße, Ankerweg, Bündt, Dorfstraße, Ferdi- nand-Weiß-Straße, Harder Straße, Hirschenweg, Höchster Straße, Kirchstraße, Liebera und äußere Liebera, Mahd, Mühlwasen, Schwell- wuhr, Seestraße Süd (bis 27), Sperrhafter, Spital, Überach.

SA 05.01.2019:  Bilke (nur Vogewosi), Birkenfeld, Bonigstraße, Buchenweg, Bundesstraße, Deltastraße, Eichenweg, Eichwald, Eschen- weg, Fallenstraße, Felbenweg, Gießenstraße, Hasenfeld, Neugrütt, Pertinsel, Rheinstraße, Sonnenweg, Wiesenstraße, Ziegeleistraße.

SO 06.01.2019:  Ahorn, Auweg, Baumgarten, Bilke (1-57), Bungat, Feldweg, Flurweg, Hafenstraße, Herrenfeld, Hinterburg, Im Garten, Kanalstraße, Kapellenweg, Mockenried, Montfortstraße, Polder, Riedgarten, Riedle, Schilfweg, Schulstraße, Seestraße Nord (ab 29), Seglerweg, Siedlerstraße, Streueweg, Teichweg.

 

Wenn auch du für eine gerechtere Welt deinen Beitrag leisten möchtest, mindestens 9 Jahre alt bist und als Sternsinger/in von Haus zu Haus ziehen möchtest, dann melde dich bald an. Wir freuen uns auf dich! Die Probentermine sind am Dienstag, 11.12.2018 und Mittwoch, 02.01.2019 von 18h bis 19h im Pfarrsaal Fußach. Erwachsene Begleitpersonen sind ebenso sehr willkommen.

Kontakt: Helmut Felder, Herrenfeld 52 unter Tel. 0664/6582794 oder 05578/21266, per Mail: helmut.felder@gmail.com oder im Pfarrbüro 

 

 

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Weihnachten bei uns zuhause

Eigentlich begann Weihnachten bei uns schon lange vor dem Heiligabend. Adventkalender waren damals noch nicht üblich, doch meine Mutter kaufte in Konditoreien jede Woche einen Christbaumbehang, den ich, wenn ich brav war, aussuchen durfte. Dieses 'Beutestück' der Woche trug ich im Laufschritt nach Hause. In der Nacht wurde es dann vom Christkind geholt, zu dem ich eine sehr gute Beziehung hatte. Ich wusste also, dass das Christkind allabendlich bei uns vorbeikam, was mich natürlich zu außeror- dentlicher Bravheit stimulierte. Ich schrieb auch einen Brief an das Christkind mit all meinen Wünschen. Am Ende dieser Wunschliste stand jedes Jahr ... und viele Bücher!

Am Tag des 24. Dezembers wurde ich zu einer Tante 'abgeschoben'. Sie spielte mit mir, aber ich war nicht bei der Sache. Endlich hatte die Warterei ein Ende und die Tante ging mit mir nach Hause. Die Türe ging auf und der Christbaum strahlte mir entgegen. Zuerst musste ich kontrollieren, ob auch all der gekaufte Christbaumbehang daran baumelte. Dann wurde all das Unnötige getan – Klavierspielen, Singen und das Weihnachtsessen genüsslich kauen.

Endlich durfte ich zu meinen Geschenken, bei denen ich mich nur oberflächlich aufhielt, denn meine Augen suchten nach den Büchern. Als die ganze Zeremonie zu Ende war, saß ich bei meinem 'bestellten' Bücherberg und las und schaute die Bilder an. Was die anderen so taten, wusste ich nicht mehr – ich war für die Welt verloren!

[Frei nacherzählt nach einer Weihnachtsgeschichte von Trude Marzik]

Inge Pfleger

Güte in den Worten erzeugt Vertrauen.
Güte beim Denken erzeugt Tiefe.

Güte beim Verschenken er- zeugt
Liebe.

 

Laotse 

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Die Geburt Jesu

1 Es geschah aber in jenen Tagen, dass ein Erlass ausging vom Kaiser Augustus, alle Welt solle sich in Steuerlisten eintragen lassen.
2 Dies war die erste Erhebung; sie fand statt, als Quirinius Statthalter in Syrien war.

3 Und alle machten sich auf den Weg, um sich eintragen zu lassen, jeder in seine Heimatstadt.
4 Auch Josef ging von Galiläa aus der Stadt Nazaret hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heisst, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war,

5 um sich eintragen zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die war schwanger.
6 Und es geschah, während sie dort waren, dass die Zeit kam, da sie gebären sollte.

7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe, denn in der Herberge war kein Platz für sie.
Lk 2,1–8 

 

 

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wenn sie wüssten

 

Heute Nacht ist deine Mutter bei uns, Marwan, auf diesem kalten, mondhellen Strand, zwischen weinenden Babys und Frauen, die sich in Sprachen sorgen, die wir nicht verstehen. Afghanen und Somalier und Iraker und Eritreer und Syrer. Alle warten ungeduldig auf den Sonnenaufgang, alle fürchten ihn. Alle suchen ein Zuhause.

Wir seien ungebetene Gäste, klagt man.
Wir seien nicht erwünscht.
Ladet euer Unglück woanders ab, sagt man.

Doch höre ich die Stimme deiner Mutter in der Brandung, sie flüstert mir ins Ohr: Ach wenn sie wüssten, Liebling. Wenn sie nur wüssten, was in dir steckt. Wenn sie das nur zur Hälfte wüssten. Dann wären sie sicher freundlicher.

Ich betrachte dein Gesicht im Schein des fast vollen Mondes: Mein Junge, du schläfst arglos, hast die Augen mit den feinen Wimpern geschlossen. Ich sage zu dir: Nimm meine Hand. Du hast nichts Schlimmes zu befürchten.

Ich bete, dass Gott unser Boot sicher leitet, wenn wir das Ufer aus den Augen verlieren, wenn wir nur noch ein Punkt auf den Wogen sind, jederzeit umschlagen und kentern und in der Tiefe verschwinden können.

Denn du, Marwan, du bist eine kostbare Fracht, die kostbarste, die es jemals gab. Das soll das Meer wissen, dafür bete ich. Inshallah. Oh, wie sehr ich bete, dass das Meer das weiß.
Aus: Am Abend vor dem Meer, Khaled Hosseini 

 

 

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meine Arbeitswelt

Seit dreizehn Jahren arbeite ich bei der Lebenshilfe, elf Jahre im Wohnhaus und seit zwei Jahren in der Werkstätte. Zu Beginn stellte ich mir oft die Fragen: Kann ich das wirklich? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen? Was ist, wenn ich zu viel Mitleid habe? Doch bald schon merkte ich, dass ich kein Mitleid sondern Mitgefühl habe. Ab dem Zeitpunkt konnte ich mir keinen anderen Beruf mehr vorstellen! Denn ich finde, besonders Menschen mit einer Beeinträchtigung wissen geuau was sie wollen. Sie zeigen dir sehr direkt, ob sie dich sympathisch finden oder nicht. In den vielen Jahren bei der Lebenshilfe habe ich mit den Menschen mit Beeinträchtigung sehr viel erlebt. Ich durfte mit ihnen schon sehr schöne Urlaube in Trier, im Bregenzerwald usw. erleben. Doch es gehört auch dazu, jemand bis zum Schluss auf seinem letzten Weg zu begleiten. Doch genau an solchen Situationen bin ich gewachsen. Teilweise war es für mich auch eine große Herausforderung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, da man im Wohnhaus auch Nachtbereitschaft und Wochenenddienst hat. Das war für mich auch der entscheidende Grund, in die Werkstätte zu wechseln. Mittlerweile bin ich zwar mit dem dritten Kind in Karenz, aber ich freue mich schon wieder, nach dieser Zeit in der Lebenshilfe arbeiten zu dürfen.

Anita Steinhauser 

 

 

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Kinderbuch

Der Advent; die bekanntlich schönste Zeit im Jahr, Zeit, welche wir Menschen nur allzu gerne mit jedem teilen, der uns am Herzen liegt.
Durch Krankheit, Arbeit oder anderen Hürden ist es vielen Menschen nicht möglich die besinnliche Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen. Einsamkeit, Traurigkeit und manchmal das Gefühl wertlos zu sein sind Themen, welche im Buch 'Der allerkleinste Tannenbaum' von Masahiro Kasuya angesprochen werden. Ich finde die Geschichte und die Illustrationen sehr wertvoll und ansprechend. Es wird die Bedeutung der Gemeinschaft gezeigt und wie wärmend und wohltuend die Liebe sein kann.

Ein kurzer Einblick:
'Gehst du nicht in die Stadt?' fragte ihn der Vogel.
'Nein', sagte der Tannenbaum. 'Ich bin zu klein für Weihnachten.' Und er

brach in Tränen aus. Der kleine Tannenbaum erinnerte sich, dass seine großen Brüder immer zu ihm sagten: 'Wenn du nicht schneller wächst, wirst du nie ein rechter Weihnachtsbaum.' [ ... ]
Es kam der Morgen vor dem Heiligen Abend. Der Esel und der Vogel wischten sich die Schneeflocken aus den Augen. Überall um sie herum glänzte der Schnee in der Sonne, und auch der kleine Tannenbaum war ganz mit Schnee bedeckt. Er war jetzt der schönste Tannenbaum, den man sich denken konnte ...

Ganz egal wo und mit wem wir die Weihnachtszeit verbringen, der kleine Prinz sagte schon damals 'Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.'
Klara Meusburger

 

 

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A K T U E L L E S

 

Patrozinium

Im Kirchenrecht heißt es: 'Jede Kirche muss ihren Titel haben, der nach vollzogener Weihe nicht geändert werden kann.' Der Titel unserer Kirche ist der heilige Nikolaus von Myra. Er ist der Patron. So feiern wir auch rund um das Fest des hl. Nikolaus unser Patrozinium.

 

Kino

Am Freitag, 7. Dezember um 19h werden wir den Film von Wim Wenders 'Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes' in unserer Kirche zeigen. Im Zentrum dieses Films stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche.

 

Sonntag, 9. Dezember

Unser Chor St. Nikolaus wird im 10h–Gottesdienst in Begleitung von fünf Streichern die 'Missa Argentina' zur Aufführung bringen. Der deutsche Komponist Alwin Michael Schronen, Jahrgang 1965, war vom ersten Auftritt unseres Papstes Franziskus so beeindruckt, dass er spontan diese Messe komponierte. In seinem Vorwort zur Missa Argentina schreibt Alwin Schronen:

'Zu dem vorliegenden Werk wurde ich inspiriert durch das gütige und bescheidene Auftreten des am 13. März 2013 gewählten Papstes Franziskus, Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien. Die Messe ist eine Hommage an seine Bescheidenheit und an die gesamte Person Franziskus.' Als Grundlage für die einzelnen Messteile dienen argentinische Volkslieder, die die Volksnähe im Allgemeinen und das Eintreten des Papstes für die armen Menschen im Besonderen ausdrücken.

 

Adventskranz in der Kirche

Schon durch viele Jahre bereiten einige Frauen aus unserer Mitte den Adventkranz - ohne viel Aufhebens, in stiller Selbstverständlichkeit. Unsere Dankbarkeit brennt in den Honigwachskerzen.

 

Doris Lutz

Am 11. November ist im LKH Bregenz Frau Doris Lutz gestorben. Seit der Karwoche 2017 ist sie bei uns Eucharistiehelferin gewesen und hat sich in den Dienst des Blumenschmuckes in der Kirche gestellt. Sie fehlt.

 

Bibel teilen

Seit dem Sommer läuft nun schon jede zweite Woche unser Angebot, mit den Lesungen des kommenden Sonntags vertraut zu werden. Wir haben begonnen, 'die Bibel miteinander zu teilen': Das Gespräch über religiöse Themen suchen, zuhören, die bisweilen so unterschiedlichen Meinungen dankend bestaunen. Das nächste Mal wieder am Mittwochabend, 12.12., um 19.30h.

 

Orgelkonzert

'Die Orgl ist doch in meinen Augen und Ohren der König aller In- strumente.' So hat 1777 Wolfgang Amadeus Mozart in einem Brief an seinen Vater geschrieben. Unsere Organistin Danaila Deleva wird am Sonntag, 16. Dezember, um 18h auf unserer Orgel ein Konzert geben. Werke von J.S. Bach, César Franck, F. Mendelssohn Bartholdy u.a. stehen auf dem Programm. Wir freuen uns sehr darauf. 

 

 Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht.

Wer kann es sehn?

Wer Augen hat und wacht.

 

Angelus Silesius 

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PFARRBLATT HERBST 2018


 

auf den Weg

Durch viele Jahre habe ich diese erste Seite im Pfarrblatt geschrieben, anfangs noch mit dem Titel 'Wort auf den Weg'. Seit dem Jahr 2009 heißt es: 'auf den Weg'. Weil jeder Mensch ja auf dem Weg ist, geruhsam oder hektisch, dankbar oder mit Bitten im Herzen.

Einmal haben wir von der Fährfrau mit dem runden Hut gelesen [Marie Luise Kaschnitz]: 'Was stand auf seinem Gesicht geschrieben? Frieden, sagten alle. Frieden.'
Ein andermal: 'Wer ist Jorge Mario Bergoglio?' So fragt der Jesuit Antonio Spadaro den neuen Papst Franziskus. 'Ich weiß nicht, was für eine Definition am zutreffendsten sein könnte ... Ich bin ein Sünder. Das ist die richtigste Definition. Ich bin ein Sünder, den der Herr angeschaut hat.'

So ist 'das Wort auf den Weg' geworden.
Im heurigen Eröffnungsgottesdienst für die Volksschule haben Schüler von Mose erzählt. Der Name seines Gottes? 'Was ist sein Name?, was soll ich ihnen dann sagen?' ... und du wirst jene Stimme hören, die du noch nie gehört, sehr nah und gewaltig wirst du sie rufen hören: ICH BIN DA! Mit diesem Wort sind die Buben und Mädchen in die Schule gegangen – mit dem Wissen: Wir sind gesegnet.
Nun werden diese Seite in den nächsten Ausgaben auch andere übernehmen. Damit erweitert sich die Palette, das Blatt wird inhaltlich bunter, auch weiter. Für uns alle ein Segen.
Sepp Franz, Pfr. 

 

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Übergang

Am ersten Sonntag im September. Unglaublich viele sind der Einladung zu Gottesdienst und Kulturpunkt am Abend gefolgt. Mich hat das sehr, sehr gefreut. Und dann dieser Gottesdienst!! Einen Übergang so behutsam und eindrücklich zugleich in die Hand nehmen. Als könnten wir in einen Spiegel schauen: So sieht unsere Christengemeinde aus.

Mit meiner Pensionierung wird sich allmählich manches ändern: Jeweils die letzten Sonntage im Monat wird entweder ein auswärtiger Priester die Gottesdienste leiten oder es sind Wortgottesdienste

geplant.
Gemeinsam mit Pfarrgemeinderat, mit Pfarrkirchenrat und mit anderen Frauen, Männern und Jugendlichen werden wir daran arbeiten, Aufgaben, die der Pfarrer bis dato wahrgenommen und erledigt hat, auf viele Schultern zu verteilen.
Unsere Kinder sollen hier in Fußach getauft werden: Anmeldung im Pfarrbüro, Taufgespräch und Vorbereitung der Taufe in der Kirche müssen gewährleistet werden.
Die Erstkommunion und die Vorbereitung auf die Firmung sind jetzt schon in guten Händen.
Bei einem Sterbefall werden für die Begleitung der Angehörigen und fürs Totengedenken auch Frauen und Männer aus unserer Christengemeinde beauftragt.
Ich werde hier in Fußach bleiben, mich aber, wie es einem Pensionisten ansteht, immer mehr 'zurückziehen'. Ich werde es gern tun in Erinnerung an das Lied am 2. September: 'Mögen Engel dich begleiten auf dem Weg, der vor dir liegt'.
Sepp Franz, Pfr. 

 

Flügel müssen sie nicht haben,

nur ein freundliches Gesicht,

dass du weißt, du bist getragen,

in die Irre gehst du nicht. 

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meine Arbeitswelt

Was mich überraschte und auch freute gleichzeitig: Ich bin seit 2011 Schul- und Hallenwart in Fußach. Dazu gehört auch, dass ich Ansprechpartner für die Vereine bin, die in der Halle Veranstaltungen oder ihre Trainingseinheiten abhalten. Meine Hauptaufgabe ist die Arbeit in der Volksschule, wo ich für die Instandhaltung und die Reinigung des Gebäudes sorge. Die Außenanlagen rund um die Schule, Gemeinde und Kirche werden von mir teilweise mitbetreut. In den Ferien, wenn die Schule verwaist ist, meinen viele Kinder und Erwachsene, dass ich dann nichts zu tun habe! Während dieser Zeit ist die Grundreinigung aller Klassenzimmer, Tische, Stühle, Gänge und WC-Anlagen zu erledigen. Auch die Mehrzweckhalle und Nebenräume werden einer gründlichen Reinigung unterzogen. Nach den Ferien ist es immer spannend zu sehen, wie die Kinder über den Sommer gewachsen sind. Die Aufregung der Lehrer und Schüler bekomme ich auch zu spüren. Auch kann mal eine Umarmung von einem Kind dazu kommen mit dem Kommentar: 'Hoi Christian, i han

di scho lang numma gseha!'.
Die Instandhaltung der Gebäude wird durch verschiedene tech- nische Anforderungen immer anspruchsvoller. Deshalb bin ich auch in anderen Gebäuden der Gemeinde tätig, sei es wegen des Brandschutzes oder einer kleinen Reparatur.
In meiner Freizeit bin ich gerne zu Hause bei meiner Familie, und mein großes Hobby ist die Freiwillige Feuerwehr. Nach meiner 25jährigen Zugehörigkeit freue ich mich immer auf die Drittklässler, da diese im Rahmen des Unterrichtes das Feuerwehrhaus besuchen und ich dabei mein Wissen an sie weitergeben kann.
Auch nach sieben Jahren macht die Arbeit in der Volksschule immer noch Spaß und ich gehe gerne zur Arbeit.
Christian Geißler

 

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Heilige Schrift

Sonntag für Sonntag hören wir im Gottesdienst mindestens zwei Texte aus der Bibel, welche inhaltlich aufeinander hinweisen, die sogenannte Lesung, meist aus dem Alten Testament, und das Evangelium aus dem Neuen Testament. Vielleicht mag es interes- sant sein, ein wenig auf die Entstehungsgeschichte des Buches der Bücher zu schauen.

Jesus und seine ersten Weggefährten sind Juden, die Heiligen Schriften Israels sind ihnen vertraut und sie glauben an den einen Gott, der ihnen hier verheißen ist. Sie wissen um die Gesetze und Propheten des Volkes Israel und hören von den Gotteserfahrungen ihrer Ahnen.

Nach Jesu Tod und Auferstehung beginnt die mündliche Über- lieferung seines Lebens und seiner Botschaft. Der Kontakt zu den weit auseinander liegenden jungen Christengemeinden erfordert, dass die Apostel Briefe zur Unterweisung verfassen, ebenso werden Evangelien niedergeschrieben, um eine Nachfolge Christi für die kommenden Generationen zu sichern. Eine Fülle an Texten entsteht. So muss die frühe Kirche festlegen, welche Schriften als verbindlich gelten, eine 'neue Heilige Schrift' [NT] formt sich, ersetzt aber nicht die hebräische Bibel Israels [AT].

Die eine, zweigeteilte christliche Bibel mit Altem Testament als Fundament des Christentums und Neuem Testament, in dem wir Jesus und seiner Botschaft begegnen, entsteht. Beide Teile der Heiligen Schrift haben einen gleich hohen, eigenständigen Wert. Nach jüdischem Verständnis lesen sich die Texte des AT auf dem Hintergrund einer noch immer währenden Messiaserwartung.

Mit dem christlichen Blick haben sich die Prophezeiungen erfüllt, mit Jesus ist der Messias gekommen, er ist der Sohn Gottes.
Gabriele Napetschnig 

 

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Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen das Evangelium zu verkündigen.

Er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit und Blinden das Augenlicht zu verkündigen, Geknechtete in die Freiheit zu entlassen.

Lk 4,18

 

Bibel teilen – wenn ich mich auf den Weg mache, frage ich mich manchmal, wie das geht. Eine genaue Antwort weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass ich meine Gedanken mit anderen teilen kann – dass mich die Teilnahme an diesem Abend herausfordert, meine losen Gedanken und Fragen zu ordnen, sagbar zu machen

– dass ich höre, wie andere Menschen Zugang haben zum Wort Gottes – dass ich Teil haben darf an anderen Zugängen, Fragen, Zweifeln, Überzeugungen, an anderem Wissen. Das macht mich wacher, weiter, nachdenklicher und mutiger. Es macht mich wacher am Sonntag, wenn ich die Predigt höre. So lässt mich dieser Abend des Teilens immer wieder erleben, ein Teil zu sein, ein Teil dieser Gottesdienstgemeinde, ein Teil von Menschen weltweit, die das gute Wort hören und erzählen wollen.

Ruth Sturm 

 

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anfangen - Gedanken einer Mutter eines Erstklässlers

Jetzt ist es so weit, unser Großer kommt in die Schule. Wann sind die letzten sechs Jahre an uns vorbei gezogen? Sechs Jahre, in denen wir ungebunden waren, tun und lassen konnten, was wir wollten, keine Anwesenheitspflicht hatten und keine Hausaufgaben. Die ungezwungene Kindergartenzeit ist nun vorbei und einiges wird sich ändern. In der Schule muss man pünktlich sein, also kein ausgelassener Spaziergang in der Frühe, der so viel Zeit in Anspruch nehmen kann, wie man will. Auch kein freier Tag zwischendurch ist mehr drin. Aber da kommen so viele schöne neue Dinge auf uns zu. Das gemeinsame Hausaufgaben machen, über neue Themen reden, selbstständig werden und loslassen. Simon wird den Start meistern, auf seine Art und Weise. Er ist sehr aufgeschlossen und neugierig auf Neues. Er wird den ersten Schultag, vielleicht auch die ersten Tage, auf sich wirken lassen, bevor es dann aus ihm heraussprudelt wie aus einer gerade erschlossenen Quelle. Er wird schon ankommen in der Klasse, in der er viele Mitschüler bereits aus dem Kindergarten kennt. Ich wünsche ihm das so sehr. Der erste Schritt ist bereits getan, er durfte gemeinsam mit seinen künftigen Klassenkameraden einen Nachmittag in der Schule verbringen und seine Klassenlehrerinnen kennenlernen. Das beruhigt mich und auch ihn, es ist ihm wichtig zu wissen, was ihn erwartet. Gemeinsam werden wir den Schulstart meistern. Die bereits ausgesuchte und befüllte Schultasche steht schon bereit, und wir machen aus dem ersten Schultag ein Fest. Ich wünsche dir, Simon, und allen anderen Schulanfängern eine schöne Zeit, viel Spaß und lerne mit Freude!

Martina Schwärzler 

 

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Pfarrkirchenrat

Der Pfarrkirchenrat ist für die Vermögens- und Finanzverwaltung der Christengemeinde zuständig. Gebäude, Neuanschaffungen, Reparaturen, Liegenschaften, Pacht, Versicherungen etc. – das fällt in den Verantwortungsbereich des Pfarrkirchenrates.

Wir sind eine Christengemeinde, die nicht in der finanziellen Sorglosigkeit leben kann. Die zwei hauptsächlichen Einnahmequel- len Kirchenopfer und Prämienrückvergütung des Kirchenbeitrags decken im Normalfall zwar die anfallenden Ausgaben, Rücklagen allerdings sind kaum möglich.

Der Pfarrkirchenrat trägt deswegen auch die Obsorge für andere zu erschließende Einnahmequellen. Die Mitglieder des Pfarr- kirchenrates werden vom Bischof über Vorschlag des Pfarrers mittels Dekret bestellt. Analog zu den Statuten des PGR beträgt die Funktionsperiode des Pfarrkirchenrates 5 Jahre.

Der Pfarrkirchenrat tagt, sooft es die ordnungsgemäße Erledigung der Geschäfte erfordert, mindestens aber zweimal jährlich.
Die Verflechtung von Seelsorge und Finanzen erfordert eine gegenseitige Information von Pfarrkirchenrat und Pfarrgemein- derat und bei wichtigen Entscheidungen natürlich ein gemein- sames Vorgehen.

Für den Zeitraum 2017–2022 sind im Pfarrkirchenrat Oswald Dörler, Helmut Felder, Franziska Fitz, Martin König, Rainer Mathei.
Sepp Franz, Pfr. 

 

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2. September

Zu unserem Fest 'wir danken' am 2. September sind so viele Menschen gekommen: Junge Familien, kleine und groß gewordene Kinder aus unserer Pfarrgemeinde, Frauen und Männer von Fußach und umliegenden Gemeinden.

Ein paar Worte aus den Dankesreihen:

'Danke, lieber Pfarrer Sepp. Ungefähr 7.717 mal bist Du in den letzten 35 Jahren nach deiner Predigt zu deinem Platz zurückgegangen

... Nicht nur den Fußachern hast Du das gute Wort mit auf den Weg gegeben ... froh, dass wir Dein Willkommen und Deine Gastfreundschaft noch weiterhin erfahren dürfen.'

'Im Namen der Eltern, deren Kinder Du getauft hast – herzlichen Dank. 1.760 Täuflinge hast Du hier so liebevoll in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen.'

'Danke für Deinen sorgfältigen und behutsamen Umgang mit dem Wort. In Deinen Gottesdiensten ist Raum für Stille, für Hören, für die Musik und Poesie ... viele gehen aus den Gottesdiensten beschenkt nach Hause.' 'Große Bewunderung für Deine hohe Musikalität und vielen Dank für Deine unkomplizierte Art und die große Wertschätzung uns gegen- über.' [Chor St.Nikolaus]

'Danke für all die Dienste in und um die Kirche. Seit 1983 hast Du bis auf deine wenigen Urlaubszeiten täglich zur Kirche geschaut, bist immer zur Verfügung gestanden.'

'423 Brautpaare hast Du seit 1983 hier in unserer Kirche getraut ... einfühlsam und herzlich hast Du so viele Paare und ihre Familien gesegnet. Herzlichen Dank.'

'Im Namen der Gemeinde und der vielen Familien, die Du in ihrer Trau- er begleitet und ihre Angehörigen würdevoll beerdigt hast – danke.'

'Danke, lieber Herr Pfarrer – alle Mädchen und Buben haben bei Dir ministrieren gelernt. So viele Gottesdienste haben wir mit Dir gefeiert. Wir freuen uns, dass wir in deiner Pension noch weiter bei Dir ministrieren dürfen.'

'Danke ... Weit über 1.000 Kinder hast Du in unserer Schule auf ihrem Weg begleitet und kennst alle beim Namen ...'
Pfarrgemeinde Fußach 

 

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aufnehmen

In den Sommermonaten haben wir in den Gottesdiensten um eine Unterstützungserklärung für das Bleiberecht von Assadullah, einem afghanischen Flüchtling, gebeten. Viele Frauen und Männer haben sich mit ihrer Unterschrift dafür ausgesprochen, dass er nicht abgeschoben werden soll und seine Lehre als Koch weiterführen darf. Für diese Hilfe möchten wir uns auch im Namen von Assadullah herzlich bedanken.

Die Angst und das Erschrecken war groß, als er die Nachricht der bevorstehenden Abschiebung erhielt. Befreundete Mütter und Väter haben sich seiner angenommen und entschieden, aus eigener Tasche – über einen Anwalt, eine Beschwerde an den obersten Gerichtshof einzulegen. Nun dies ist die letzte Möglichkeit, ihn vor der drohenden Abschiebung in eines der gefährlichsten Länder zu bewahren. In die Freude des kleinen Aufschubs kam die traurige Nachricht, dass Assadullahs Schwester vor dem Krankenhaus bei einem Bombenattentat gestorben ist. Sein Vater war auch dabei und wurde schwer verletzt.

Assadullah ist mit 15 Jahren allein aus Afghanistan geflohen und lebt seit drei Jahren in Österreich. Er hat mit großem Mut und Durchhaltevermögen den Weg hierher geschafft und sich mit vielen anderen Jugendlichen, in der Fremde, zuerst in Wien, dann hier im Land, integriert. In kurzer Zeit hat er lesen und schreiben und gut Deutsch gelernt. Er spielt im Jugendtheater in Bregenz und bei der jungen Bühne in Hard. Mit seiner freundlichen, offenen und hilfsbereiten Art ist er auch am Arbeitsplatz sehr geschätzt und wird in diesem Mangelberuf als werdender Koch dringend gebraucht.
'Ich bin Gast geworden in fremdem Land', heißt es im Buch Exodus. Hoffentlich dürfen das viele Menschen bei uns auch erfahren.

Elisabeth Schwendinger 

 

Gut zu handeln bedeutet,
das vielgestaltige Zusammensein der Menschen im Kosmos
so zu nähren, dass es mir selbst und allen anderen gut geht.

Ina Praetorius 

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Wenn eine eine Reise tut

'Dieses Jahr fahre ich nicht weg, es ist ja hier so schön – andere bezahlen viel Geld dafür, um hier Urlaub zu machen.' Ja, und dann rücken die Sommermonate näher und es fängt an zu kribbeln. Als Jugendliche war ich Bergfex. Mit meiner Jugendgruppe war ich auf fast allen Gipfeln der Steiermark – auch in den Radstädter Tauern wanderte ich oftmals. In Fußach sehe ich die Berge als Panorama und das tut gut. Nun habe ich seit einigen Jahren die Nordsee für mich 'entdeckt'. Man kann dort stundenlang eben wandern. Die Luft ist gesund für die Bronchien und die Menschen dort oben sind sehr freundlich und aufrichtig. Ich fühle mich wohl und bin froh und zufrieden, wenn ich bei meinen täglichen Spaziergängen an den schönen, reetgedeckten 'schnuckeligen' Friesenhäusern vorbeikomme, deren Gärten bestückt mit Hortensien sind. Die Kaffeehäuser und Konditoreien darf ich auch nicht vergessen. Wir Österreicher haben ja eine sehr berühmte Kuchen– und Tortenkultur, doch in Nordfriesland steht man staunend vor der Mehlspeis–Theke und bestaunt die Kunstwerke, die noch dazu köstlich schmecken. Beim Rauschen des Meeres kann man so wunderbar relaxen. Man sitzt oder liegt am Strand, schaut den Möwen zu, die dort so groß sind wie unsere Gänse, oder erfreut sich an Störchen, die oftmals zwischen den Feriengästen stolzieren. Ein 'Herrl' duscht am Hundestrand sorgfältig seinen kleinen Langhaardackel ab, da dieser zuvor im Meer badete. Am Boden abgesetzt wälzt sich dieser voller Lust im Sand – na, nun ist er paniert.

Inge Pfleger 

 

 

Wenn wir einen grünen Zweig

im Herzen tragen,

wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.

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Wozu erzählen?

Im Alltag, der durch vielfältige Verpflichtungen geprägt ist, kommt das Erzählen oft zu kurz. 'Später' oder 'morgen' sind oft die Antworten auf die Bitten der Kinder, ihnen etwas zu erzählen. Die Wichtigkeit der Erzählungen und Geschichten ist uns nicht immer präsent. Problemgeschichten bieten dem Kind Modelle für soziales Verhalten. Sie zeigen Möglichkeiten der Selbstentscheidung, der Konfliktlösung und lehren das Kind, mit seinen Empfindungen umzugehen. In fantastischen Geschichten wird auf der Grundlage von Gegebenheiten und Situationen Mögliches und Unmögliches, Alltägliches und Wunderbares miteinander verflochten. Die Kinder können sich etwas ausdenken, was man gerne hätte, gerne tun würde. Geschichten dieser Art geben Raum für Nonsens, Philosophisches und sind unabdingbar für die Entfaltung von Fantasie und Kreativität. Poesie, in den unterschiedlichsten Formen, erweitert die geistigen Kompetenzen unserer Kinder. Das mündliche Erzählen ist nicht nur wertvoller als die Vermittlung mit Fernseher und Co, sondern gleichzeitig ein schöne Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen [vgl. Niegl S.13-18].

Tipps fürs Erzählen:
. Sich fürs Erzählen Zeit nehmen.
. Für das Zuhören eine gute Stimmung schaffen. Vor allem nach

ausgiebigem Tätigsein sind Kinder bereit, aufmerksam und interes-

siert zuzuhören.
. Reimereien und Geschichten, die man selbst liebgewonnen hat,

vielleicht aus eigener Kindheit noch kennt, sprechen das Kind

besonders an.
. Im Buch 'Komm, erzähl mir was!' von Agnes Niegl finden sich

weitere Anregungen und Geschichten.

Klara Meusburger 

 

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Kino

Auf ein Meer bunter Regenschirme fällt das Scheinwerferlicht. Vom Balkon des Petersdoms grüßt der neugewählte Papst Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien. Tosender, freudvoller Applaus folgt seinem 'buona sera' an diesem Abend des 13. März 2013. Fünf Jahre später sehe ich dieses Bild auf der großen Kinoleinwand und staune wieder über die Kraft der Filmkunst.

Wim Wenders hat einen Film über Franziskus gedreht. Es sollte kein Film über den Papst sondern ein Film mit ihm werden; ein Manifest, das von dem handelt, was dieser glaubt, denkt und für richtig hält. Und das macht er auf Augenhöhe, lässt ihn in die Kamera blicken, sein Gesicht ganz groß auf der Leinwand. Er spricht klar und eindringlich. 'Eine Kirche, die ihre Hoffnung in das Reichsein setzt, in der ist Jesus nicht zu Hause.' Er fordert auf zu teilen, beklagt die Armut und die Not der geschundenen Mutter Erde. Immer wieder werden Szenen aus einem Franziskusfilm eingeblendet. Franz von Assisi, dieser Name ist sein Programm. In berührenden Bildern nimmt uns die Kamera mit auf die Reisen des Papstes. Er sagt: 'Wir müssen das Zuhören wieder lernen, wir brauchen Geschwisterlichkeit, Zärtlichkeit und Liebe'. Alle Menschen sind gemeint. Die Begegnungen am Straßenrand, in den Armenvierteln und bei den Strafgefangenen gehen unter die Haut. Er bringt die Menschen zum Lachen, strahlt Freude aus. 'Spielen Sie mit ihren Kindern?' Das, so sagt er, gehöre zu seinen wichtigsten Fragen an die Eltern. Und: 'Wir haben noch so viel zu tun und wir müssen es zusammen tun.' Mit diesen Worten endet der große Film und damit auch eine Reise um die Welt.

Elisabeth Schwendinger

 

Am 7. Dezember um 19 Uhr möchten wir diesen Film in unserer Kirche zeigen. 

 

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Weltladen

Wir, die Gruppe 'Gemeinsam für eine Welt', haben am 4. 11. 1994 den Weltladen in Fußach, Ferdinand Weiß Straße 2, als Filiale des Weltladens Hard eröffnet. Anny Kuster hat uns über so viele Jahre die Räumlichkeiten in ihrem Haus großzügig zur Verfügung gestellt. Weil die beiden Räume nun gebraucht werden und wir keine günstige Alternative finden konnten, haben wir uns entschieden, den Verkauf im Lädele zu beenden. Wir werden weiterhin zu verschiedenen Anlässen mit den Produkten des Weltladens präsent sein. Auch die anderen Weltläden, etwa in Hard und Höchst, bieten die Möglichkeiten des fairen Handels an. Mit dem Weltladen haben wir die Ziele unserer Gruppe verfolgt:

Finanzierung von konkreten Projekten an Orten, die von großer Not und Entwicklungsbedarf betroffen sind. Oft waren dies Projekte des Entwicklungshilfe–Klubs, worin es um Hilfe zur Selbsthilfe ging: Ausbildung, Kinder, Frauen, Eigenversorgung und dergleichen. Wir konnten im Laufe der Zeit zahlreiche Projekte finanzieren. Unterstützung von ökologischer Produktion und von fairem Handel mit gerechten Preisen für die ProduzentInnen (meist Genossenschaften in Asien, Lateinamerika und Afrika); garantierte Mindestpreise mit Gewinnprämie statt Börsenabhängigkeit; keine Kinderarbeit.

Bewusstseinsbildung bei uns – Blick 'rund um die Welt'.
Ort der Kommunikation für die Gruppe und im Dorf.
Wir schließen das Lokal nicht ohne Wehmut, aber voller Dankbarkeit für die vielen MitarbeiterInnen, treuen KundInnen und alle, die uns irgendwie unterstützt haben.
Luis Zündel 

 

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PFARRBLATT SOMMER 2018


 

 

 

auf den Weg

Elie Wiesel, der Friedensnobelpreisträger von 1986, hat als Jugendlicher die Hölle von Auschwitz überlebt und zeit seines Lebens den Satz aus dem Buch Genesis mit sich getragen:
Aber der Herr, Gott, rief den Menschen

und sprach zu ihm: Wo bist du? [Gen 3,9]
Meist plagen wir uns ja mit der gegenteiligen Frage: 'Gott, wo bist du?‘ Wenn etwas gar nicht gelingen mag; wenn der Tod so unvermutet kommt; wenn Unehrlichkeit und Lieblosigkeit den Tag durchziehen; wenn die Diagnose anders ausfällt; wenn wir rat– und ziellos dahinstolpern; wenn das Wort verstummt ist ... 'Gott, wo bist du?'
Eli Wiesel lehrt uns, in allem Unverstehbaren und Hoffnungslosen der eigentlichen 'Wahrheit' zu vertrauen: Gott fragt nach dem Menschen, nach dir und mir. ER sucht uns.
Eigentlich ist das ja auch die innerste Botschaft des Jesus aus Nazareth:

Kommt, mir nach! [Mk 1,27] Und sie fanden ihn, und sie sagen zu ihm: Alle suchen dich! [Mk 1,37]
Wir brauchen uns nicht zu sorgen:
Aber der Herr, Gott, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? [Gen 3,9]
Sepp Franz, Pfr. 

 

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verändert ...

Zigtausenden Christengemeinden in der Weltkirche ist es alltägliche Realität, dass bei ihnen kein Priester mit der Leitung beauftragt werden kann. 'Sie verwalten ihren Glauben' in ihren Kräften und Fähigkeiten. Unsere Christengemeinden werden in recht kurzer Zeit diese Situation auch erfahren. In den bestehenden Pfarrverbänden oder Seelsorgeeinheiten klingt das ja auch schon an. Der 'Struktur– und Stellenplan 2025' unserer Diözese zählt Fußach nicht zu den Einzelpfarren. Also müssen wir uns auf eine Zeit einstellen, in der wir in einer 'priesterlosen Gemeinde' leben. Wir bereiten uns darauf vor. Ab 1. September 2018 bin ich offiziell im Ruhestand.

Also werden einige Veränderungen eintreten [müssen]:
1. Sakramente. Taufen, Beerdigungen, Trauungen werde ich in meinen Möglichkeiten begleiten; allerdings in 'reduziertem Ausmaß'. Hier werden befähigte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

diese Aufgaben übernehmen.
2. Liturgie. Nach wie vor feiern wir am Sonntag Gottesdienst um 8h und um 10h. Jeweils die ersten drei Sonntage im Monat werde ich die Gottesdienste leiten. Am letzten Sonntag wird entweder ein auswärtiger Priester bei uns zu Gast sein oder es wird Wortgottesdienst gefeiert.
3. Pastoral. Gruppen begleiten, Einzelgespräche führen, Kranke und Bedürftige besuchen ... auch hier wird gelten: 'in reduziertem Ausmaß'.
Ein Wort vom Volk Gottes aus dem Buch Jeremia wird uns leiten:

'Meine Weisung habe ich in ihre Mitte gegeben, und in ihr Herz werde ich sie ihnen schreiben. Und ich werde ihnen Gott sein, und sie, sie werden mir Volk sein.' [Jer 31,31]
Sepp Franz, Pfr. 

 

 

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2. September

Am 18. September 1983 wurde Sepp Franz als neu bestellter Priester für unsere Gemeinde in unserer Kirche willkommen geheißen. 35 Jahre hat er als Pfarrer in Fußach mit uns gelebt, Kinder unterrichtet,

getauft und auf die Firmung vorbereitet, Erstkommunion gefeiert, Hochzeitspaare gesegnet, Kranke gesalbt, Sterbende begleitet und zu Grabe getragen, sich rund um die Kirche gekümmert und Sonntag für Sonntag das Wort verstehbar ans Herz gelegt.

Umsichtig und vorausschauend hat er mit vielen Frauen und Männern Gemeinde aufgebaut.
Die Kirche von Fußach ist auch und besonders durch ihn über unsere Pfarrgrenzen hinaus für viele zu einem warmen, offenen und liebevollen Ort der Verkündigung geworden. In großer Dankbarkeit, dass er so lange Jahre bei uns gewirkt hat, möchten wir den Übergang in seine Pensionierung miteinander feiern. Dass er weiterhin das Geschick unserer Pfarrgemeinde als Moderator und Priester begleitet und unterstützen will, freut uns sehr.

So laden wir am 2. September um 10 Uhr in den Sonntagsgottesdienst mit anschließender Agape herzlich ein.
Und weil Musik in seinem Leben nie gefehlt hat, soll diese auch die Tür zur Pensionierung öffnen. Der Pianist und Sänger Corrado Neri aus Sizilien wird dann am Abend ein Konzert geben. Stücke von Friedrich Gulda, Domenico Modugno und eigene Kompositionen stehen auf dem Programm.

Zu diesem Kulturpunkt in der Kirche laden wir Sie herzlich ein.

'Dolce Vita' Konzert mit Corrado Neri am Sonntag, 2. September um 19 Uhr
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Mitfeiern.
für den PGR und das Kulturpunktteam, Elisabeth Schwendinger

 

 

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der goldene Faden

 

Seit vielen Jahren reise ich mit Frauen und Männern auf die griechische Insel Patmos. Hier erfuhr Johannes gegen Ende des ersten Jahrhunderts eine große Vision, deren Bilder sich durch zwei Jahrtausende auf Ikonen und in die Herzen der Menschen eingeschrieben haben. 'Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.' Wir hören diese Worte aus der Offenbarung auch bei uns, die Johannes aus seiner Verbannung als Sendbrief an sieben christliche Gemeinden in Kleinasien richtete. An großen Festen, oder wenn wir Halt und Trost brauchen, werden sie gelesen. 'Ich werde alle Tränen abwischen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein.' Johannes schaut die neue Stadt, in der Gott Wohnung genommen hat unter den Menschen. Diese zeigt sich im Maß der Vollkommenheit. Sie ruht auf zwölf Grundsteinen, die den Namen der 12 Apostel tragen und mit allen Arten von Edelsteinen geschmückt sind. Aus 12 Perlen sind die Tore, mit Boten darauf, die den Namen der 12 Stämme der Söhne und Töchter Israels tragen. Die Straßen der Stadt sind golden, durchscheinend wie Glas. Die Zeit hat ihre Bedeutung verloren. Alle, die nach dem Wasser des Lebens dürsten, sind eingeladen, davon zu trinken. 

 

'Da! Neu mache ich alles. Ich werde ihnen Gott sein und sie werden mir Sohn und Tochter sein. Und die Blätter des Baumes des Lebens dienen der Heilung der Völker.' Diese strahlende Vision am Ende der furchterregenden Apokalypse beschließt die Schriften des Neuen Testaments. Mit ihm gehen Christengemeinden auf der ganzen Welt durch ihr Jahr.

'Ein Volk ohne Vision geht zugrunde.' Bei Dorothee Sölle zieht sich dieses salomonische Wort wie ein goldener Faden durch ihr theologisches und dichterisches Schaffen und mutiges Tun.
Es gründet in der Erinnerung an das Volk Israel, das seinen Glauben an den Worten der Prophetinnen und Propheten festgemacht und gestärkt hat. Die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit, ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit, auf ein Land, in dem Milch und Honig fließen, die ist bis heute lebendig. Wir wissen, dass ohne Licht kein Leben möglich ist, dass niemand allein leben kann, dass alle Menschen Zugang zum Wasser des Lebens brauchen. Wir erfahren, dass die Liebe den Tod überdauert und sich die Schönheit und der Glanz dieser Erde unfassbar groß und überfließend täglich neu schenkt. Wir sind eingeladen, diesen goldenen Faden aufzunehmen, weiterzuspinnen, uns an den Kostbarkeiten, die uns begegnen, zu erfreuen und die Einladung zur Quelle des Lebens nicht zu vergessen. Sie ist in uns allen grundgelegt und ermutigt uns in viel- fältiger Weise, unsere Welt mitzugestalten. 'Da! Neu mache ich alles.'

Elisabeth Schwendinger 

 

es kommt eine zeit
da werden wir
viel zu lachen haben
und gott wenig zum weinen

Dorothee Sölle 

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aus dem PGR

 

Firmung mit 12

Mit viel Freude, Kompetenz und Engagement hat Henrike Schmall- egger auch heuer wieder die Vorbereitung auf die Firmung geleitet. Sie macht das mit Herzenswärme und großer Zuneigung zu den Jugendlichen. Tatkräftig wurde sie von Eltern und Paten unterstützt. Von Herzen wollen wir als Pfarrgemeinderat Henrike und allen Helferinnen und Helfern unseren Dank aussprechen.

Gabriele Napetschnig [für den PGR]

Dank

Am 19. März 2017 wurde der Pfarrgemeinderat im 10-Uhr-Gottes- dienst bestätigt. 7 Frauen und 4 Männer haben sich bereiterklärt, den Weg in die Zukunft der Pfarrgemeinde verantwortlich mitzu- gestalten.

In diesem Frühjahr haben uns Wolf-Dieter Pfeiffer und Franz Fort mitgeteilt, dass sie nicht länger im PGR mitarbeiten können. Mit großem Respekt vor ihrer Entscheidung, die sie sich nicht leicht gemacht haben, aber vor allem mit sehr großer Dankbarkeit für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten und Jahren verabschieden wir beide aus dem Dienst und wünschen ihnen von Herzen alles Gute für ihren beruflichen und privaten Lebens- und Glaubensweg. Henrike Schmallegger [für den PGR] 

 

 

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vernetzen

Mit diesem Jahr gehen wir als Pfarrgemeinde in eine neue Zeit. Wir haben uns im Pfarrgemeinderat schon lange mit der Frage beschäftigt, wie wir in Zukunft auch ohne eigenen Priester vor Ort Kirche garantieren können. Nun sind wir als eigenständige Gemeinde für die nächsten drei Jahre mit Sepp Franz als Pfarrprovisor noch gut begleitet und können zusammen an einer tragfähigen und nachhaltigen Pastoral in Fußach weiter wirken.

Wir wollen unser großes Netzwerk mit den vielen Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern nicht aus den Augen verlieren und sind dankbar, dass so viele sich immer wieder zu gegebenen

Anlässen freudig und hilfreich einbringen.
Bei unserem Planungstag am 9. Juni haben wir die großen Felder gesichtet, in denen die wichtigsten Aufgaben in unserer Pfarre von vielen Gruppen getragen werden. Dazu zählen unter anderem die Bereiche der Dienste in und um die Kirche, Liturgie, Verwaltung, Seelsorge, Taufen, Firmung, Erstkommunion, Feste und Feiern.
Wir möchten in Zukunft verantwortliche Frauen und Männer aus diesen Gruppen in ein Team berufen. Dieses wird auch in Verbindung mit dem Pfarrgemeinderat dafür sorgen, dass wir miteinander gut vernetzt sind. Im Pfarrgemeinderat werden wir uns weiterhin im Blick auf die Ziele und Aufgaben um eine gute Ausrichtung der Gemeindepastoral in Fußach kümmern. Dem Leitungsteam wird Sepp Franz als Letztverantwortlicher zur Seite stehen. Das alles in eine flexible und tragfähige Ordnung zu bringen, wird uns in in den nächsten Monaten eine wichtige Aufgabe sein.
für den Pfarrgemeinderat, Elisabeth Schwendinger

 Wir sind alle auserwählt,

als priesterliche Menschen täglich heilend,
wandelnd und segnend mitzuwirken am
großen Wandlungsgeschehen von Erde und Menschheit.

Anna Gamma 

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Firmung

Der Weg ist das Ziel.

Dr. Walter Juen aus Rankweil hat 26 Jugendlichen am 17. Juni im 10-Uhr-Gottesdienst das Sakrament der Firmung gespendet.

Die Firmvorbereitung hat viel Spaß gemacht: wir haben gemalt, gespielt, gebastelt – und ich finde toll, dass wir sie mit 12 Jahren machen dürfen [Philipp]. Wir arbeiten zusammen und reden über die Zukunft, die Kirche und Gott [Mariella].

Die Firmung bedeutet für uns, einander Vertrauen zu schenken, ge- meinsam zu lachen und den Weg zu gehen [Valentin]. Schatzsuche mit dem Firmpaten: wir haben gemeinsam den Weg gesucht und den Schatz gefunden [Jakob].

Miteinander 'unseren Weg' zu basteln, das Fußballspiel und gemein- sam in der Kirche unseren Vorstellungsgottesdienst zu feiern, machte großen Spaß [Selina].
Die Gestaltung unseres Wegs:

Er zeigt unsere verschiedenen Facetten, trotzdem passt alles super zusammen. Wir haben alle das gleiche Ziel und dürfen kreativ sein. [Nicole, Julia, Elliot, Samuel, Mariella, Matea, Jannik, Elias, Katharina, David, Lukas, Linda, Charleen, Elias, Florian].

Wir haben uns mit verbundenen Augen geführt und die/den anderen besser kennengelernt [Anna]. Die Gemeinsamkeit mit den anderen Firmlingen und der Kirchengemeinschaft ist ein Geschenk [Amanda]. Mir hat die Zeit mit meinem Göte gefallen [Luca]. Das Gespräch mit dem Firmspender [Simon]. Das Verzieren und Konstruieren des Wegweisers mit meiner Gota/meinem Göte [Nora, Maurice]

 

 

... meine Träume sind keine Schäume

kann meine Stimme erheben

und auf meinen Tönen schweben ...

   

aus einem Musical von Peter Schindler 

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Kinder

Was liebst du am Sommer?

Viel Zeit haben um Freunde zu treffen, am Hörnle baden gehen, schulfrei haben. [Lena, 11 Jahre]
Die große Wasserrutsche im Parki, im frischen Heu liegen, meine Wasserspritzpistole und dass öfters Menschen bei uns übernachten. [Caspar, 4 Jahre]

Barfuß laufen oder nur Flipflops anziehen, mit Freunden baden gehen und Würstchen grillen am Rohrspitz. [Vincent, 10 Jahre]
Eis essen. [Berat und Mert, 6 Jahre]
Dass die Brombeeren reif sind. [Finn, 4 Jahre]

Meine Geburtstagsfeier, viel Eis essen, baden, mit dem Boot fahren und auf dem Boot essen. [Nora, 5 Jahre]
Das schöne Wetter, im Garten Fußball spielen und mit Freunden ins Parki gehen. [Karim, Fynn und Kimi, 11 Jahre]

Keine Schule, lange schlafen, baden bis es dunkel wird, Wasser- melone essen, jeden Tag Eis, bei Freundinnen schlafen, machen was ich will. [Hannah, 13 Jahre]
Die Wärme, das Fußballcamp und unsere Fußballparty. [Max, 11 Jahre] Meinen Geburtstag, Ferien, schwimmen und tauchen, die warmen Sonnenstrahlen, mit der ganzen Familie segeln und campen gehen, kurze Hosen und Sandalen, das Sportfest. [Ronja, 10 Jahre]

Täglich ausschlafen, lange wach bleiben, mit Freunden baden und Fußball spielen, Eis essen und heuer WM schauen. [Johannes, 13 Jahre] 

 

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seewärts

Seewärts führt mich mein Weg. Ein Stein an der Uferböschung ist mein Rastplatz. Vor mir liegt die weite blaue Fläche des Sees. Schwäne, En- ten und Taucher gleiten friedlich über die Wasserfläche. Immer hung- rige Möwen kreisen in Ufernähe. Ich lausche dem sanften Plätschern und Wispern der kleinen Wellen und atme den typischen Geruch des Wassers. In mir breitet sich Ruhe aus und ein tiefes Gefühl von Freiheit. Ich liebe den See, die Weite und Offenheit dieser Landschaft, die meine Heimat ist.

Sanft berührt mich ein lauer Sommerwind, und ich weiß, meine Zeit ist gekommen. Ich genieße es, hinaus in die Weite des Sees zu schwim- men. Ich fühle das weiche, warme Wasser, das mich aufnimmt und trägt, begleitet vom Plätschern meiner Schwimmbewegungen. Ich bin ein Teil des Sees, und die Zeit scheint still zu stehen ...

Der See ist mein Leben zu jeder Jahreszeit. Hier geht mir das Herz auf, hier ist meine Seele zuhause. Hier kann ich meine Gedanken fließen las- sen, die Enge und Begrenztheit vergessen. Ich liebe das Farbenspiel des Wassers, sein tiefes Blau bis hin zum strahlenden Türkis, aber auch seine graugrüne Wildheit. Ein überwältigendes Erlebnis ist die Farbenpracht der Sonnenuntergänge. Im Schauen und Staunen werde ich still und an- dächtig und fühle große Dankbarkeit. Im glatten Spiegel des Sees be- rührt der Himmel die Erde. Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Aus ihm sind wir geboren. Dem See gelten meine Sehnsucht und mein Heim- weh. Ich atme mit dem See, und Gottes Odem ruht über dem Wasser.

Inge Crone 

Die Natur braucht
sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein.
Sie ist es.

 

Robert Walser

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Nadine

Eine junge Frau, trotz gesundheitlicher Einschränkung voller Optimismus, mit einem trockenen und starken Humor. Ihre Botschaft, wenn sie mit der Sauerstoffflasche über der Schulter im Gottesdienst war: ‚denn die Kraft findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit‘ [2 Kor 12,10]. Kirche und Kirchplatz: Hier hat sie Beheimatung gefunden, hier hat sie Freundschaften geknüpft. Große Nächstenliebe ist ihr eigen. Sie sorgt sich um 'Schmetter- lingskinder', desgleichen um Kinder, die krebskrank sind. Einem heimatlosen Fremden verhilft ihre Nächstenliebe zur Sesshaftig- keit, sie ist einfach Initiatorin des Guten. Sie liebt ihr Pferd, das ihr Vertrauter ist. In ihr ist sehr viel Liebe zu Mensch und Kreatur. Nadine ist tiefgläubig, Jesus ist immer mit ihr. Sie fühlt sich im tiefen Glauben an Gottes Sohn vollkommen behütet – ihr Leben ist ein erfülltes. Alle Fürbitten, die sie je einmal in einem Gottesdienst lesen hat dürfen, hat sie aufbewahrt. Ihre Lieblingslieder sind: 'Gott hat mir längst einen Engel gesandt' und 'Stimme, die Stein zerbricht, kommt mir im Finstern nah, jemand, der leise spricht: Hab keine Angst, ich bin da.' Am Karfreitag dieses Jahres ist Nadine an Mukoviszidose gestorben.

Inge Pfleger, Sepp Franz 

 

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Aktuelles

Reichenau

Mit diesem Wort haben am 3. Mai 59 Frauen und Männer aus unserer Christengemeinde einen Tagesausflug auf die Reichenau erleben dürfen. Die Dankbarkeit für ihren Dienst in der Kirche, im Pfarrzentrum, im Pastoralhaus, bei Besuchen etc. ist als kleine Schwester mitgefahren. Die Busreise haben wir genossen, die Kulturschätze der Insel gesehen, und abschließend im Pastoralhaus den Tag ausklingen lassen.

Pfingstmontag

Am Nachheiligtag von Pfingsten haben Paul Gulda auf dem Cembalo, Marwan Abado mit der Oud und unser Chor St. Nikolaus den Gottesdienst musikalisch zu einem ganz besonderen Fest gemacht.

Bibel teilen

Der Wunsch ist schon alt: Bibel miteinander teilen, Bibeltexte er- schließen, kommentieren, 'übersetzen' lernen. Damit möchten wir nun im Sommer anfangen. Der erste Abend: Mittwoch, 11. Juli 2018 um 19.30h im Pastoralhaus. Wer sich dafür interessiert, ist herzlich eingeladen.

Erwachsenentaufe

Nicht nur Kinder werden bei uns getauft. Ab und an gibt es auch eine Erwachsenentaufe. Am 28. Mai haben wir Frank Otto getauft, gefirmt, in unserer Gemeinschaft willkommen geheißen. Seine Frau und seine Kinder haben das an seinem Geburtstag mit großer Freude mitgefeiert.

 

Wie kommt es,
dass die Speisen am Tag des Wiederfindens weit duftiger sind es gibt ein Gewürz
das Sorgfalt heisst
das tun wir daran
du kannst es nicht kaufen
nur wer das Wiedererkennen stillschweigend übt
dem nützt es
wer es nicht achtet
dem nützt es nicht

Cyrus Atabay 

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Sommerzeit

Schulschluss | Schulbeginn

Heuer endet das Schuljahr am Freitag, 6. Juli. Um 8h feiern wir in der Kirche den Schlussgottesdienst. Eltern und Erziehungsberechtigte unserer Volksschüler sind herzlich eingeladen. Im Herbst beginnt die Schule mit dem Eröffnungsgottesdienst am Montag, 10. September um 8h.

Fest am Kirchplatz – Sonntag, 8. Juli

Am ersten Sonntag in den Schulferien laden wir wieder zum Fest am Kirchplatz – zum äußeren Fest unserer Christengemeinde. Pfarrgemeinderat und die Theatergruppe werden es organisatorisch tragen. Im Gottesdienst um 10h geben unser Chor St. Nikolaus, der Musikverein und auch Schüler und Schülerinnen dem Fest einen musikalischen Rahmen. Danach feiern wir auf dem Kirchplatz. Für Essen und Trinken ist natürlich gesorgt.

Gottesdienste in den Ferien

Wir feiern jeden Sonntag um 8h und um 10h Gottesdienst. Die offiziellen Tauftermine in den Sommermonaten sind der 5. August und der 9. September. Die Taufgespräche sind jeweils am Donnerstag vor dem Tauftermin um 19h im Pastoralhaus [2. August und 6. September]. 

 

wenn
wir keine Worte finden und Stille eintritt

atmen

langsam und fein beginnen die Drähte zu singen

 

Thomas Jenelten

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P F A R R B L A T T   O S T E R N   2 0 1 8

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auf den Weg

Das Jahr 1968
Die gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings. Die Proteste gegen den Vietnam–Krieg in den USA und die schwarze Bürgerrechtsbewegung: Im April wird Martin Luther King ermordet. Die Enzyklika 'humanae vitae' [von der Würde des Menschen]. Die Mai–Unruhen in Frankreich. Im September der 32. Deutsche Katholikentag in Essen: Zum ersten Mal erhebt sich während eines Katholikentags offener Widerstand gegen die Amtskirche. Im Dezember entsteht nach langen und schwierigen Verhandlungen bei uns die Diözese Feldkirch. Wie nur geht es weiter?
Diese Frage tragen viele Menschen, tragen Christengemeinden in sich.
50 Jahre haben wir in unserer Diözese nach dem 2. Vatikanischen Konzil das Wort von Jesus aus Nazareth gehört, unseren Kindern weitergegeben. Wir haben dankbar getauft, Gottesdienst gefeiert, Brautleuten alles Gute gewünscht und auch dem Weinen Raum gelassen. Jetzt, im Jahr 2018, stellt sich wieder die Frage 'wie nur geht es weiter?'. Und wir stoßen auf das Wort aus dem Buch Jesaja:
Denkt nicht an das, was früher war, und was vormals war,
kümmert euch nicht darum.
Seht, ich schaffe Neues, schon sprießt es, erkennt ihr es nicht?
Ja, durch die Wüste lege ich einen Weg und Flüsse durch die Einöde.

Jes 43,18–19
Auch wenn manches noch 'in den Sternen liegt', im Erinnern an dieses Wort steckt große Kraft.
Sepp Franz, Pfr. 

 

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Pfarrverband

Im Frühjahr 2017 hat die Diözese Feldkirch den Auftrag gegeben, einen Prozess mit den Pfarren Fußach, Gaißau und Höchst zu starten, um einen gemeinsamen Pfarrverband der drei Pfarrgemeinden auf Herbst 2018 hin zu errichten. Hintergrund dafür war das Pensionsgesuch von Pfarrer Sepp Franz anlässlich seines 75. Geburtstages an Bischof Benno Elbs. Eine Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen drei Pfarrgemeinden hat im Frühjahr 2017 ihre Arbeit aufgenommen. In den letzten Monaten haben intensive, konstruktive und wertvolle Gespräche stattgefunden. An ganz konkreten Fragen und Situationen wurde geklärt, wie die Zusammenarbeit zwischen Fußach, Gaißau und Höchst aussehen könnte.

Dieser Gedankenaustauch hat deutlich gemacht, dass in den drei Pfarren unterschiedliche Sichtweisen über eine künftige Organisationsstruktur und Stellenplanung sowie über das Leitungsverständnis der Pfarrgemeinden bestehen. Im gemeinsamen Einvernehmen hat die Steuerungsgruppe daher vorgeschlagen, die Erweiterung des Pfarrverbandes Gaißau–Höchst durch die Pfarre Fußach zum jetzigen Zeitpunkt nicht umzusetzen. Die Personalkommission der Diözese Feldkirch hat den Vorschlag der Steuerungsgruppe beraten und bestätigt.

Dies bedeutet konkret, dass der Pfarrverband Gaißau–Höchst sowie die Einzelpfarre Fußach bis auf weiteres – voraussichtlich für die nächsten drei Jahre – wie bisher bestehen bleiben. Für die Pfarre Fußach wird Pfarrer Sepp Franz bis zum 31. August 2021 als Pfarrprovisor bestellt.

Der interessierte und offene Austausch in der Steuerungsgruppe hat es ermöglicht, sich kennen und schätzen zu lernen. Es sind Netzwerke und Verbindungen entstanden. Die Zusammenarbeit und der gegenseitige Austausch sollen in Zukunft verstärkt werden.

Pastoralamt der Diözese Feldkirch; Wilhelm Schwärzler, Pfr.; Sepp Franz, Pfr. 

 

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wie weiter

Am 29. Jänner 2017 haben wir uns beim Pfarrabend erstmalig aus- drücklich mit dem Thema 'wie weiter' befasst. Nun sind wir zu einem vorläufigen Abschluss gekommen.
Die Gemeinsamkeiten von Höchst, Gaißau und Fußach ergeben im Moment kein tragfähiges Fundament für einen Pfarrverband in die- ser Größe.

Wir werden in der nächsten Zeit also daran weiterarbeiten müssen, die Seelsorge, die Administration, die Grundausstattung unserer Christengemeinde auf viele Schultern zu legen.
Unsere Christengemeinde, die ja weit über die fixierten Gemein- degrenzen von Fußach hinausreicht, soll auch nach 2021 eine le- bendige Gemeinschaft sein, in der Jesus auf die Welt kommt. Dazu braucht es die Bereitschaft, das Engagement, das Herz vieler von uns.
Und das alles ist ja da – wir brauchen es nur zu wecken. Ich werde bis Ende 2021, soweit es natürlich die Gesundheit gestat- tet, die Pflichten und Rechte eines Pfarrers [Pfarrprovisors] wahr- nehmen. Zugleich bin ich aber auch in Pension. Das bedeutet: Die Gottesdienste am Sonntag um 8h und um 10h 'bleiben'. Taufen, Beerdigungen und andere allfällige Anlässe werden wir in unseren Möglichkeiten verwirklichen.

Sepp Franz, Pfr. 

 

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Neubeginn

Wenn die Chefin ausfällt, muss die Belegschaft näher zusammenrücken und die Verantwortung für einen reibungslosen Ablauf tragen. Wenn Eltern ihre großen Kinder allein lassen, zeigt sich, ob sie es auch selber können. So ähnlich geht es uns jetzt. Dass Sepp Franz uns weiterhin als Pfarrprovisor begleitend und beratend zur Seite stehen wird, freut uns alle. Damit beginnt jedoch eine neue Zeit, in der das Wort 'Gebt ihr ihnen zu essen' nun in die Tat umgesetzt werden soll. Beim Pfarrgemeinderatswochenende haben wir darüber beraten. Aufgaben, Wünsche und das, was wir nicht verlieren wollen, teilen wir gerne mit.

Wir möchten erkennen, was die Menschen bewegt, ihnen weiterhin einen bedingungslosen Zugang zum Brunnen gewähren. Akzeptanz und Offenheit soll unsere Arbeit erkennbar machen und ein wertschätzender Umgang mit den Menschen gepflegt werden. Sie sollen erfahren: Hier bin ich willkommen. Wir brauchen Mut zu Neuem und Unerprobtem, Gottvertrauen, einen starken Zusammenhalt und eine gute Streitkultur. Wir wollen möglichst viele ins Boot holen und ihnen Verantwortung übertragen. Wir wollen ein Seelsorgenetz aufbauen, Gaben und Fähigkeiten einfließen lassen. Dem Schönen möchten wir weiterhin Raum geben, die Kunstformen als Botschaftsträger und Kulturpunkte in unserer Kirche beibehalten. Der Umgang mit dem Wort soll anspruchsvoll bleiben. Kinderelemente in der Messe, Predigten für und aus dem Leben sollen auch weiterhin unsere Liturgie bereichern. Wir brauchen dringend Frauen und Männer und Jugendliche, die sich zum Thema Taufe, Erstkommunion und Firmung engagieren mögen. Eine Buchhalterin oder ein Buchhalter wäre dringend gefragt, auch fehlen noch schreibfreudige Autorinnen und Autoren ...

Der Pfarrgemeinderat 

 

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miteinander

Vor gut einem Jahr haben wir zum Pfarrabend geladen. Die bevorstehende Pensionierung unseres Pfarrers Sepp Franz veranlasste uns, Bilanz zu ziehen und genau hinzusehen, wie unsere Pfarrgemeinde funktioniert. Wo wird weiteres Laienengagement notwendig sein, um auch ohne 'Vollzeit-Priester' als lebendige Gemeinschaft bestehen zu können? Die Einladung zur Mitarbeit ist auf fruchtbaren Boden gefallen und so hat sich erstmals ein Kinder– und Jugendliturgiekreis gebildet. Unter anderem haben diese Frauen und Jugendlichen auch den Übergang in den Heiligabend ganz wunderbar akzentuiert. Weiters trägt heuer zum ersten Mal ein Team von Müttern, gemeinsam mit unserer Religionslehrerin Christine Andres, die Verantwortung für die Vorbereitung unserer Kinder auf die Erstkommunion. Die Liste der Lektorinnen und Lektoren hat sich vergrößert, Putzteams und Blumenschmuckfrauen haben Verstärkung bekommen und ein 'Miniteam' hat unsere 4. Klässler in den Dienst des Ministrierens eingeführt. Ebenso arbeiten sich derzeit Mesner und Mesnerinnen ein, um zu garantieren, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Gottesdienst auch dann geschaffen sind, wenn Pfarrer Sepp Franz nicht da ist. Neun weitere Personen werden demnächst in die Aufgaben eines Basismesners/einer Basismesnerin eingeführt. Die Kirche auf- und zusperren, kleinere Reparaturen erledigen, ein Auge auf Pfarrzentrum und Kirche haben, dies oder ähnliches werden sie übernehmen. Es hat sich gezeigt, wie groß die Bereitschaft ist, die Geschicke unserer Pfarrgemeinde mitzutragen, wenn unser Pfarrer in der anstehenden Pension etwas kürzer tritt. Danke dafür!

Gabriele Napetschnig 

 

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´frauen & mehr´

 

Was uns freut und bewegt, uns stärkt und gut tut, uns aufrichtet und zu Neuem ermutigt
dazu haben wir Frauen eingeladen, die uns an ihrer Arbeit, ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten teilhaben lassen. Musik und Kunst in der Kirche, ein Beitrag zur feministischen Theologie, das Seminar über Heilsames Berühren, das miteinander Rauhnacht feiern im Übergang zum neuen Jahr – ein Filmabend über mutige Frauen im Appenzell und eine Einladung Yoga und Ayurveda kennen zu lernen, schenkte wertvolle Erfahrungen in bereichernder Vielfalt.

Unsere nächste Referentin ist Nina Schneider. Zu ihrem Vortrag und Workshop 'Im Einklang mit der Natur leben' laden wir herzlich ein und stellen sie hier gerne vor.
Nina Schneider ist in Fußach aufgewachsen und hat nach der Matura an der Wirtschaftsuniversität in Wien studiert. Sie arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Vorarlberg. Was hat sie bewegt, diesen Weg einzuschlagen, sich mit Fragen des Klimawandels und einem gerechteren, nachhaltigeren Wirtschaftssystem auseinanderzusetzen?

'Meiner Meinung nach ist Klimawandel eine der dringendsten globalen Krisen und daher beschäftige ich mich mit diesem Thema. Als Kind war mir die Natur bereits sehr wichtig.
In der Volksschule hat uns unsere Lehrerin erklärt, dass wir 7 bis
10 Liter Trinkwasser beim Spülen verbrauchen. Ich konnte nicht verstehen, wieso manche Menschen zu wenig Wasser hatten und wir es wortwörtlich die Toilette hinunterspülen konnten. Während meines Bachelorstudiums an der WU begeisterten mich v.a. die Fächer, die sich mit Nachhaltigkeit oder sozialer und ökologischer Verantwortung befassten. 

 

 

im Gespräch

Mit einer Gruppe von 40 Studierenden aus 20 verschiedenen Ländern versuchten wir in unserem Masterstudium [Socio- ecological Economics and Policy], die Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems, unseres Lebensstils und globalen Krisen wie bspw. Klimawandel und Armut zu verstehen. Gegen Ende beschäftigte uns vor allem die Frage, wie wir das Gelernte nun anwenden konnten.

Es gibt kleine Dinge, die den meisten bekannt sind, die jede und jeder einzelne umsetzen kann, beispielsweise Stofftaschen zum Einkaufen verwenden, Geräte reparieren, anstatt durch neue zu ersetzen, Einwegplastik zu vermeiden; auch bei der Ernährung kann man auf Regionalität und Saisonalität achten und weniger Fleisch konsumieren.

Allerdings muss man dabei immer versuchen, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu beachten. Die Probleme und Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, sind komplex und vielseitig. Oft werden komplexe Probleme auf einen Faktor reduziert, wie bspw. Klimawandel auf Emissionen. Dabei werden die möglichen Lösungsansätze eingeschränkt und die zugrundeliegenden Ursachen werden dabei nicht berücksichtigt. Anstatt Anreize zu geben, von fossilen zu erneuerbaren Energien zu wechseln, unseren Lebensstil zu ändern, weniger zu fahren und zu fliegen, Produktions– und Konsumverhalten zu verändern, liegt der Fokus ausschließlich auf einem Markt und der Etablierung von Preisen. Business–as– usual wird dadurch legitimiert und eine wirkliche Lösung verhindert.' Wenn Sie mit Nina ins Gespräch kommen mögen und Interesse am Vortrag und/oder Workshop haben, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro an.

Vortrag: Freitag, 27. April, 19.30 – 21.00 Uhr Workshop: Samstag, 28. April, 9.30 – 15.00 Uhr

Für das Team 'frauen & mehr', Elisabeth Schwendinger 

 

Wir sind
mit Haut und Haaren diese Erde.

Andreas Weber 

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vertrauen

Manchmal stehen wir auf

Stehen wir zur Auferstehung auf

Mitten am Tage

Mit unserem lebendigen Haar

Mit unserer atmenden Haut ...
Damit beginnt Marie Luise Kaschnitz ihr Gedicht von der Auferste- hung. Die Kraft des Aufstehens, die unerwartete Wende, das längst erhoffte Licht, die eintretende Leichtigkeit, die neu gewonnene Freude, all das geschieht unbemerkt im ganz Gewohnten.

'Nun aber geht ...' hören Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, am Grab Jesu. Sie sollen den Ort des Leidens verlassen. Er gehe ihnen voraus, in Galiläa würden sie ihn sehen. Das Reden von der Auferstehung nimmt so seinen Anfang.

Wohin gehen? Was tun? Dieses Fragen und Hoffen auf Neubeginn zieht sich durch unsere Lebensgeschichten, hier auch in den Briefzeilen einer Frau.

'... sie sagt, dass meine Augen schön ruhig geworden seien. Das tut so gut zu hören ... mein gehetztes Inneres ... manchmal hab ich keine Worte dafür, wie groß die inneren unsichtbaren Herausforderungen in mir sind ... einfach keine Worte, so vielschichtig ... es ist, als seien mein Äußeres und Inneres voneinander getrennt worden, und das ist eigentlich wie der Tod, den es zu überwinden gilt. Stärker als der Tod ist die Liebe. Die Liebe kann diesen inneren Tod überwinden, das zerbrochene Herz heilen, den Menschen wieder dem Leben schen- ken ... aber um diese Liebe in sich erstehen zu lassen, diese Liebe in sich und anderen zu finden ... diese Liebe zu befreien von der Angst, dem Verrat, der Beschämung und Schändung ... dafür braucht es so viel Vertrauen ... so viel Vertrauen, das ja eben gestorben ist ... Es bedarf einer Auferstehung, verstehst du? Love, Jo.'

Sich in die neue geheimnisvolle Ordnung wagen, mit Haut und Haar, im Hier und Jetzt. Ostern mag uns daran erinnern.
Elisabeth Schwendinger 

 

... Und dennoch leicht Und dennoch unverwundbar Geordnet in geheimnisvolle Ordnung Vorweggenommen in ein Haus aus Licht

Marie Luise Kaschnitz 

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Erstkommunion

In Fußach haben sich Ende Februar 14 Mädchen und 11 Buben auf den Weg gemacht. Das Ziel: ihre Erstkommunion. Ihre Porträtfotos schmücken seit dem Vorstellungsgottesdienst am 11. März 2018 unsere Kirche.

Begleitet werden die Kinder von ihrer Religionslehrerin Christine Andres und Pfarrer Sepp Franz. Als neue wichtige Säule wurde heuer ein Erstkommunionteam gegründet. Unter der Leitung von Bianca Aberer und Olivia Bösch wird dieses ab sofort und in den kommenden Jahren einen großen Teil der Aufgaben rund um die Erstkommunion übernehmen.

Natürlich sind auch die Eltern wieder unersetzlich. Während der Tischrunden – alle Erstkommunikanten sind einmal Gastgeber bei sich zu Hause – werden die prägenden Themen der Erstkommunion Gemeinschaft, Licht, Brot und Dank gemeinsam vertieft.

Nach insgesamt zwei Elternabenden, vier Tischrunden, einem Beichtritual und unzähligen Vorbereitungen im Hintergrund ist es am 22. April 2018 dann endlich soweit: 25 Kinder werden im Gottesdienst um 10h ihre erste Heilige Kommunion empfangen.

Ein herzliches Vergelt's Gott an alle, die mit unseren Erstkommunikanten auf dem Weg sind und sie begleiten. Durch euren Einsatz ist ein gutes Ankommen der Mädchen und Buben in unserer Gemeinschaft möglich. Nur durch euch können sie am Ende des Weges sagen bzw. während des Erstkommuniongottesdienstes singen:

'Jetzt sind mir do!'

Isabella Kuster 

 

Carla-Marie, Levin, Anna-Lena, Eve, Matteo, Ronja,

Laura, Ilana, Mia, Romana, Ella, Simon, Timo,  Annalena, Mathias, Johanna,  Raphael, Elina,
Fabio, Annabelle, Pius, Victoria, Moritz T., 
Moritz V., Roland 

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Taufgespräche

Bevor Eltern ihr Kind zur Taufe bringen, kommen sie zum Taufgespräch ins Pastoralhaus. Neben theologischen und organisatorischen Informationen stellen wir auch immer die Frage: 'Warum wollt ihr euer Kind taufen lassen?' Die Antworten sind so vielfältig wie die Familien, in denen die Kinder aufwachsen. Aber dennoch haben alle eines gemeinsam, alle bringen ihr Liebstes im Wissen darum, dass es für ein gelingendes Leben mehr braucht, als wir Menschen allein ge- ben können.

Gabriele Napetschnig

 

Für uns als Eltern ist es wichtig, unseren Kindern mit der Taufe auch einen Leitfaden für das Leben mitzugeben. Neben der Göttlichkeit sind für uns die Gemeinschaft, Rituale und die gegenseitige Wert- schätzung von Bedeutung.

eine Familie aus Fußach

 

... erst dann sind sie [die Kinder] richtig angekommen.

eine Familie aus Fußach

 

Die Geburt eines gesunden Kindes ist trotz des medizinischen Fort- schritts ein Geschenk, das auch in unserer abgesicherten Wohlstandsgesellschaft nicht selbstverständlich ist. Der Mensch hat seit jeher besondere Momente mit speziellen Zeremonien versehen, um deren Bedeutung zu unterstreichen und seine Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Die Taufe eines Kindes tut genau dies. Wir feiern die Ankunft unseres Kindes, danken für dessen Gesundheit und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute. Des Weiteren hat die Taufe neben der religiösen vor allem eine gesellschaftliche Bedeutung. Die Familie trifft sich, man feiert, isst und trinkt zusammen und pflegt soziale Kontakte. Somit bringen diese Feste in einer hektischen Welt zumindest ein bisschen Entschleunigung und Besinnung auf das vermutlich wertvollste Gut, Freunde und Familie.

eine Familie aus Hard 

 

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Schicksale

Die große Linie unseres Schicksals ist uns ganz sicher vorbestimmt – das kann niemand ändern. Ein Baby kommt in Afrika zur Welt, wird ausgesetzt, weil die Armut unbeschreiblich ist, Ameisen knabbern schon an den kleinen Ohren – zu lesen in dem Buch 'Sonne über Afrika'. In einer Wohlstandsfamilie kommt das heißersehnte Kind zur Welt und wird in einem Kinderzimmer ins Bettchen gelegt, das der Reklame eines teuren Möbelhauses gleicht. Ein kleiner, lebensfroher Bub spielt vor einer Berghütte und wird von einer Skulptur erschlagen. Ein anderes Kind klettert im 9. Geschoß auf das Fenstersims und fällt – Gottseidank – nicht in die Tiefe. Das sind Schicksale, die vorbestimmt sind. Wir können da nichts beeinflussen, obzwar wir es uns so sehr wünschen würden.

Doch Lebenswege können vielfach zum Positiven oder Negativen verändert werden – das liegt in der Hand des Menschen. Ein Jugendlicher, der in misslichsten Verhältnissen aufwächst, kann mit Charakterstärke und starkem Willen sich wie 'Phönix aus der Asche' emporheben. Ein anderer, der familiär die beste Voraussetzung hätte, setzt alles in den Sand und befindet sich plötzlich im 'Sumpf'. Eine alte Frau, über 90 Jahre, die völlig verschreckt auf ihr Zimmer im REHA-Zentrum gebracht wird; eine andere, über 100-Jährige, die beim Besuch einer Fastnachtsgruppe zur Musik völlig 'high' lachend tanzt.

Wir haben unser Schicksal nicht in der Hand, aber wir können etwas Positives oder auch Negatives daraus machen.
Inge Pfleger

Gott liebt,
nicht wie ich liebe, sondern
wie ein Smaragd grün ist.
Er ist 'ich liebe'

Simone Weil

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Aktuelles

Suppentag am Palmsonntag, 25. März

Nach den Gottesdiensten bis 14h bieten wir verschiedene hausgemachte Suppen, selbst dekorierte Osterkerzen sowie Waren aus dem Welt–Lädele an. Mit dem Erlös werden wir wieder ein aktuelles Projekt unterstützen.

Gemeinsam für eine Welt und Lädelefrauen

50 Jahre Diözese Feldkirch

Am 8. Dezember 1968 hat Papst Paul VI. angeordnet, dass die Diözese Feldkirch gegründet werden soll. In der dazu erlassenen Urkunde heisst es: 'Von der Diözese Innsbruck trennen wir das Gebiet des Bundeslandes, das Vorarlberg genannt wird, ab ... und gründen daraus eine neue Diözese, die Feldkirch genannt und dem ehrwürdigen Metropoliten von Salzburg unterstellt werden soll. Der Sitz der Diözese wird in Feldkirch sein'. Nach 50 Jahren soll daran feierlich erinnert werden, besonders am 26. Mai durch ein 'Fest am See'.

Im Einklang mit der Natur - nachhaltig handeln

Vortrag: Freitag, 27. April, 19.30 – 21.00 Uhr Workshop: Samstag, 28. April, 9.30 – 15.00 Uhr Referentin: Nina Schneider, Fußach

Tagesausflug mit Migrantinnen, 30. Juni 2018

Miteinander uns auf den Weg machen, Schönes in der neuen Heimat kennenlernen – alle Frauen, die dabei sein mögen, sind herzlich eingeladen. Informationen dazu folgen.
Voranmeldung im Pfarrbüro möglich 

 

Es genügt nicht zu schweigen

die Herzspur ausleuchten auf dem Weg nach Golgotha

aus allen Wunden wachsen Blüten

Inge Crone

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Gottesdienste

 

Palmsonntag, 25. März

10h Wir beginnen auf dem Kirchplatz.
Palmzweige werden in allen Gottesdiensten gesegnet.

Schüler und Schülerinnen der Musikmittelschule Dornbirn werden musikalisch begleiten.

Suppentag im Pfarrzentrum

Dienstag in der Karwoche, 27. März

19h Bußgottesdienst

Gründonnerstag, 29. März

19h Abendmahlsliturgie | Chor St.Nikolaus

Karfreitag, 30. März

15h Erinnerung an die Todesstunde Jesu;
Eltern und Kinder sind besonders eingeladen.

19h Karfreitagsliturgie | Chor St.Nikolaus

Karsamstag – Osternacht, 31. März

20h Lichtfeier auf dem Kirchplatz; danach Osterliturgie in der Kirche.

Ostersonntag, 1. April | 8h und 10h

10h Chor St.Nikolaus

Ostermontag, 2. April

10h Elisabeth Schäfer, Harfe

4. Sonntag der Osterzeit, 22. April

10h Erstkommunion | Musikverein 

 

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nun aber geht

Das leere Grab

1 Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
2 Und sehr früh am ersten Tag der Woche kommen sie zum Grab, eben als die Sonne aufging.

3 Und sie sagten zueinander: Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
4 Doch wie sie hinschauen, sehen sie, dass der Stein weggewälzt ist. Er war sehr groß.

5 Und sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem langen, weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
6 Er aber sagt zu ihnen: Erschreckt nicht! Jesus sucht ihr, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Das ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt haben.

7 Doch geht, sagt seinen Jüngern und dem Petrus, dass er euch vorausgeht nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.

Mk 16,1–7 

 

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