*) Ergänzung zur letzten Frage an Matthias Wittrock, Pfarrblatt Herbst Seite 5

Eine Spende für plan:g ist die Erinnerung daran, dass noch viel mehr Veränderung im eigenen Leben, noch viel mehr Freiheit möglich ist. Wieso brennt der Regenwald? Was hat das mit meiner Gesundheit zu tun? Warum ist es immer wichtiger, beim Schneiden eines Truthahnschnitzels kein Holzbrett zu verwenden? Was ist antimikrobakterielle Resistenz? Wieso ist eine leprabetroffene Person in Afrika davon ähnlich betroffen wie eine österreichische Rentnerin? Unsere Welt hat sich verändert. Es geht um Gerechtigkeit.

*) weitere Fragen an Andreas Weber, Pfarrblatt Sommer Seite 11

Unterscheidet sich die Arbeit eines Finanzkammerdirektors in einer religiösen Gemeinschaft von der Arbeit eines Finanzchefs in der Privatwirtschaft? Gelten andere Kriterien, werden Härtefälle anders behandelt, ist man mit der Budgetierung flexibler (Bsp. bei akuten Notfällen, …)?

Grundsätzlich gelten die gleichen Regeln: mein Maßstab ist eine effiziente und transparente Gebarung und Wirtschaftlichkeit, ein Wirtschaftsprüfer prüft unsere Bücher, der Diözesankirchenrat kontrolliert wie ein Aufsichtsrat diese Gebarung.

Unser Handeln hat wohl noch einen anderen Maßstab: Barmherzigkeit, Verzeihen, Demut haben – hoffentlich – in unserem Tun Platz. Und so versuchen wir möglicherweise nicht nur sieben Mal, sondern 77 Mal zu verzeihen, so suchen wir das Gute in jedem Gegenüber, auch wenn einem gelegentlich nicht danach ist, so suchen wir bei den Gott sei Dank seltenen Kündigungen ein gutes Auseinandergehen. 

Wie stark belasten die mehr und mehr werdenden Austritte aus der Kirche bzw. diese fehlenden Einnahmen das Budget der Diözese. Hat dies direkte Auswirkungen auf die einzelnen Pfarrgemeinden?

Unser Kirchenbeitrag entwickelt sich derzeit noch stabil, das wird auch noch ein paar Jahre so sein. Die zunehmenden Austritte werden wir in einigen Jahren spüren, wenn der Kirchenbeitrag sinken wird, weil dann leider die jungen Erwachsenen, die heute austreten, keinen Beitrag für unsere Gemeinschaft mehr leisten. Dass diese Entwicklung dann Auswirkungen für die Pfarrgemeinden haben wird, ist naheliegend. Deshalb versuchen wir heute schon intensiv, die finanzielle Eigenständigkeit der Pfarren zu forcieren. Etwa durch die gute Nutzung einer Liegenschaft im Baurecht, durch die Vermietung eines verfügbaren Pfarrhofs. Aber es wird noch gute Ideen brauchen, um diese Entwicklung dann abzufedern.