firmung


Ihr aber seid …

Die Kirchengeschichte kennt eine Fülle von Wegen, in denen sich Kirche bildet. Daraus haben sich in einer langen Entwicklung sieben Sakramente herausgeschält. Seit dem zweiten Konzil von Lyon im Jahr 1274 ist die Firmung eines davon. Ihr eigenständiger Ritus hat sich aus der Taufe entwickelt. Petrus schreibt in seinem ersten Brief:

Ihr  aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, das Volk, das er sich zu eigen machte, damit ihr verkündet die Wohltaten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. 1 Petr 2,9

Im 2. Vatikanischen Konzil (1962–1965) wird von der Firmung in der dogmatischen Konstitution über die Kirche gesagt: Durch das Sakrament der Firmung werden die Gläubigen vollkommener der Kirche verbunden und mit einer besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet (Lumen gentium). 


Das Firmalter

Die Frage des Firmalters wird während der Synode stark diskutiert.

Das Mindestalter für die Firmung soll in der Regel bei etwa 12 Jahren liegen. In unserer Diözese hat nun Bischof Benno Elbs das Firmalter auf 17 Jahre hinaufgesetzt. Bis zum Jahr 2027 sollen alle Pfarren das neue Konzept umsetzen. Wir haben, mit ganz vielen anderen Pfarrgemeinden auch, das Sakrament der Firmung seit Jahrzehnten in den Übergang von der hohen Kindheit zum jungen Jugendlichen gelegt, also in den Bereich von 12 Jahren. Hier bildet und festigt sich das Gottesbild. Damit bauen wir Christengemeinde auf. Natürlich ist das nie ganz einfach. Es ist aber in jedem Jahr ‚große Pastoral‘, eine Grundfunktion der Christengemeinde. Junge Väter und Mütter, Alleinerziehende, stellen sich in den Dienst, bereiten ihre Söhne und Töchter auf die Firmung vor. Mit Zustimmung des Bischofs können wir diesen unseren Weg der Firmung mit 12 Jahren beibehalten.


Wer wird gefirmt?

Alle Buben und Mädchen, die in unserer Pfarrgemeinde beheimatet sind und die gefirmt werden möchten. Weil auch Eltern aus Nachbargemeinden diesen Weg für ihren Sohn, ihre Tochter wünschen, haben sich für die nächsten Jahre schon Buben und Mädchen aus eben diesen Gemeinden bei uns angemeldet. Wir können ihrem Wunsch leider nur im Rahmen unserer Kapazität entsprechen; und die ist begrenzt, sowohl personell als auch, was die räumlichen Möglichkeiten betrifft.


Vorbereitung auf die Firmung

Seit einigen Jahren tragen die Vorbereitung in erster Linie die Eltern. Sie sind ja auch das Rückgrat der Buben und Mädchen. In Elternabenden wird der Weg bis zur Firmung ausgeleuchtet und in ein Rohplanungskonzept gekleidet.

Und immer soll das Wort aus der Heiligen Schrift mitlaufen:

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk. 1 Petr 2,9

 

Sepp Franz



Termine Firmweg 2020 

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