Pfarrblatt Sommer 2022

Liebe Leserin, lieber Leser.

Gerne legen wir Ihnen unser Sommerheft der Pfarrgemeinde Fußach an die Türe.

Ob Sie schon lange zugehörig oder wenig vertraut sind mit unserer Christengemeinde, wir freuen uns, mit Ihnen schöne Bilder, Gedanken und Informationen in den Ferienbeginn zu teilen.

Beiträge von jungen und älteren Menschen zu dem, was sie bewegt, freut und sorgt; Neues aus dem Pastoralhaus; Aktuelles in und um die Kirche finden Sie hier.

Der Blick über unseren Gartenzaun hinaus soll auch nicht fehlen.

Mit dem Pfarrfest am Sonntag beschließen wir unser Arbeitsjahr und möchten uns auch bei allen bedanken, die mit ihren Fähigkeiten, ihrer Herzlichkeit und Verbundenheit unser Miteinander bereichert und wertvoll gemacht haben. 

»Ubuntu« war das Codewort unserer Firmlinge. Verbundensein. Wie notwendig wir dieses afrikanische Lebensprinzip der Verbundenheit nötig haben, wird nicht nur im Blick auf das Geschehen in unserer Welt immer deutlicher. 

Dieses hat auch der chinesische Künstler Ai Weiwei in seiner Ausstellung »Auf der Suche nach Menschlichkeit« in der Wiener Albertina sichtbar gemacht. Wer diese Räume mit seinen mutigen und großartigen Objekten gesehen hat, kann erahnen, wie unsere Welt sich ändern könnte, würden sich viele seine Worte zu Herzen nehmen:

»I WANT PEOPLE TO SEE THEIR OWN POWER«

»Ich möchte, dass die Menschen ihre eigene Kraft sehen«

Vielleicht kann uns der Sommer daran erinnern, wie viel mehr wir sein könnten, wenn wir aus der Heiligen Kraft, die uns allen geschenkt ist, schöpfen und die Liebe zu unserer Richtschnur machen.

Eine schöne, erholsame Zeit wünschen wir Ihnen mit all Ihren Lieben.

Im Namen des Pastoralteams, herzlich

Elisabeth Schwendinger

 

 

Alles hat seine Zeit

In unserer Volksschule geht ein bewegtes Schuljahr dem Ende 

zu. Die Kinder und die Lehrpersonen haben es so gut wie möglich gemeistert, mit allem was schwer und was leicht war. Lernen hat seine Zeit, Ausruhen hat seine Zeit. Wir freuen uns auf den Zeugnistag. Sommerferien - was für ein verheißungsvolles Wort.

Alles hat seine Zeit. Dieser Satz aus dem Buch Kohelet ziert in großen Buchstaben den Eingangsbereich meines Zuhauses. Im Alltag, im Vorübergehen findet der Schriftzug oft über längere Zeit keine Beachtung. Ab und zu jedoch bleibe ich davor stehen und halte inne. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit. So soll es sein. Dieser Gedanke ist beruhigend. 

Ich versuche mich im Vertrauen und mit Neugierde auf das einzulassen, was da kommen mag.

Neben dem Bibelzitat schmücken auch drei Drachen von Anna Rubin den Stiegenaufgang unseres Hauses in Höchst. 

Beim Betrachten wird mir so leicht.

Die Flüglerinnen und Flügler erinnern anmutig an die wunderbare Leichtigkeit des Sommers. Sie wecken die Sehnsucht nach lauen Abenden in netter Gesellschaft, frischer Morgenluft und Wolken, die am blauen Himmel dahinziehen.

Das sanfte und lautlose Schweben der Drachen lässt erahnen: 

Nur in immerwährender Bewegung ist Lebendigkeit möglich.

Kommen hat seine Zeit, Gehen hat seine Zeit.

In tiefer Dankbarkeit für die vergangenen Jahre verabschiede ich mich von der Volksschule und dem Pfarrgemeinderat Fußach. 

Ich ziehe vertrauensvoll weiter an meine neuen Wirkungsorte Volksschule Höchst Unterdorf und Pfarrgemeinderat Höchst.

Christine Andres

 

 

Christine

Im Mai 2015 hat es sich angekündigt, dass eine neue Religionslehrerin an unsere Volksschule kommen wird: Christine Andres aus Höchst. 

Zum Schulbeginn am 14. September hat sie zum ersten Mal mit der Querflöte musikalisch begleitet - in allen Schülergottesdiensten danach hat sie der Musik einen prägenden Stempel gegeben, ein Zugewinn sondergleichen. 

Mit ihr haben unsere Kinder die Kirche kennengelernt und natürlich auch all das, was »dahinter« lebt: Wie feiern wir Gottesdienst, warum taufen wir und wie gehen wir um mit den Ärmeren, mit denen, die krank sind oder sterben? 

Ganz viele Buben und Mädchen kennen Christine als ihre große Lehrerin auf die Erstkommunion hin. Den Kinderliturgiekreis hat sie begleitet und im Pfarrgemeinderat für unsere Christengemeinde Sorge getragen.

Liebe Christine. Für all das hab unseren Dank: Väter und Mütter, Alleinerziehende, Lehrerinnen und Lehrer, alle jene auch, denen Kinder anvertraut sind.

Bis zum Ende des heurigen Schuljahres hast du in unserer Volksschule unterrichtet. Nun wirst du in Höchst eine neue Arbeits-stelle antreten. 

Ich wünsche dir von Herzen einen guten Weg mit deiner Familie, mit Jürgen, mit euren Kindern Paula und Pius. Und: Häb Sorg. 

Sepp Franz, Pfr.

 

 

Aufgaben ohne Ende für viele Hände

Nicht nur der Pfarrgemeinderat prägt das Leben in unserer 

Pfarrgemeinde. Es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten die Ausrichtung der Pfarre Fußach zu lenken. Und dabei haben wir eine sehr gute Nachricht - jede und jeder kann dabei sein - egal ob jung oder alt, mit viel oder wenig Zeit und egal mit welchen Begabungen. Hier ein paar Beispiele:

Einen zeitlich gut kalkulierbaren und trotzdem unfassbar wichtigen Dienst in der Kirche verrichten die Mesnerinnen und Mesner. Sie machen die Vor- und Nachbereitung bei Gottesdiensten, Sakramentsspendungen … kurz gesagt - ohne sie geht in der Kirche gar nichts.

 

Etwas mehr Zeit und vor allem aufmerksame und achtsame Augen und Ohren für die Sakramentsempfänger und ihre Familien benötigen die Vorbereitungen von Taufe, Erstkommunion, Firmung und Begräbnissen. Bestehende Teams erleichtern den Einstieg.

 

Wer die Liturgie besser kennenlernen und leben möchte, dem sei der Arbeitskreis Liturgie ans Herz gelegt. 

Einen Gottesdienst vorbereiten und das Leben der Pfarrgemeinde damit bereichern - das Wortgottesdienstteam freut sich auf Unterstützung.

 

Auch sportliche Aktivität im Zeichen der Kirche ist möglich. 

Das Verteilen des Pfarrblattes und diverser Briefe ist eine Aufgabe, bei der man neben körperlicher Ertüchtigung das Dorf und all seine Seitengässchen kennenlernt. 

 

Sauberkeit, Behaglichkeit, Einfachheit, Blumenschmuck … 

Merkmale unserer Pfarrkirche, die wir unseren Putzteams und den Blumenschmuckfrauen verdanken. Auch hier werden unterstützende Hände gesucht.

 

Unsere Minis durch das Jahr begleiten

Spieleabende, Nikolausfeiern, Ausflüge ... organisieren. Für diese Aufgabe suchen wir jemanden, dem der regelmäßige Umgang mit Kindern gefällt. Auch ehemalige Minis sind herzlich willkommen.

 

Dies sind nur einige Aufgaben, welche es in der Pfarrgemeinde Fußach zu erledigen gibt. Wir appellieren deshalb an jeden und jede: Falls Sie sich angesprochen fühlen oder jemanden wissen, der für eine oder mehrere der oben genannten Tätigkeiten ein Händchen hat - zögern Sie bitte nicht, sich im Pfarrbüro zu melden. Gerne bieten wir die Möglichkeit einzelne Gruppen und Aufgaben unverbindlich kennenzulernen. 

Wenn Sie sich weiterhin eine gut funktionierende Pfarrgemeinde hier in Fußach wünschen, in der Gottesdienste, Taufen, Erstkommunion, Firmung, Trauungen, Begräbnisse in der uns vertrauten Art und Weise fortbestehen sollen, dann ist es an Ihnen sich JETZT dafür einzusetzen. 

Pfarrer Sepp Franz hat mit 80 Jahren den berechtigten Wunsch kürzer zu treten und das bereits bestehende Team aus Angestellten und Ehrenamtlichen ist zu klein, um alle Aufgaben zu stemmen. Vielmehr braucht es uns alle!

Isabella Kuster 

 

 

 

Gemeinsam

Vergesset nicht

Freundinnen und Freunde 

wir reisen gemeinsam

 

besteigen Berge

pflücken Himbeeren

lassen uns tragen von den vier Winden.

 

Vergesset nicht

es ist unsere gemeinsame Welt

die ungeteilte

ach die geteilte

 

die uns aufblühen lässt

die uns vernichtet diese zerrissene 

ungeteilte Erde 

auf der wir gemeinsam reisen.

 

Rose Ausländer

 

 


Junges Herz und graue ...

Älter werden. Ein Thema für jeden und jede. Immer ist es auch mit Veränderung verknüpft. 

In diesem Jahr bin ich am 30. April 80 geworden. Am 1. Mai haben wir gefeiert. Ein Fest voller Schönheit - in der Kirche, auf dem Kirchplatz. Dafür danke ich sehr. So viele haben es getragen.

Wie weiter?

Die sichtbaren Bereiche der Christengemeinde bleiben. 

Soweit es möglich ist, werden wir sie eigenständig verwalten. Aber wir werden sie sukzessive auf mehr Schultern legen.

Die Vorbereitung auf eine Taufe wird jetzt schon im Pfarrbüro auf den Weg gebracht. Das Taufgespräch und auch die Rahmung der Tauffeier hat Edith Viktorin übernommen. Das ist eine große Freude. Wir sind daran, hier ein Team aufzustellen.

Den Gottesdienst am Sonntag werde ich gerne leiten, solange es meine Gesundheit erlaubt. Einmal im Monat, meist am letzten Sonntag, übernimmt das ein Wortgottesdienst-Team. Auch hier suchen wir Frauen und Männer, die sich in diesen Dienst einbringen können.

Erstkommunion und Firmung. Die Eltern unserer Kinder übernehmen Vorbereitung und Durchführung. Diese Gruppen bilden sich jeweils neu. Sie werden kompetent begleitet; Jahr für Jahr eine außerordentlich hohe Herausforderung.

Unsere Kirche ist auch eine »Hochzeitskirche«. Wenn eine Trauung ansteht, bitten wir das Brautpaar, einen Traupriester »mitzubringen«. 

Beerdigungen sollen in Zukunft mehr und mehr Frauen oder Männer aus unserer Christengemeinde übernehmen. 

Daran arbeiten wir.

Sepp Franz, Pfr.

 

 

 

Schenk uns die Kraft seines Geistes.

Gib uns das rechte Wort.

Öffne unsere Augen.

Schenk uns ein hörendes Herz.

 

aus dem Hochgebet

 

 


Pfarrgemeinderat 2022 neu

In Österreichs Pfarrgemeinden fanden im vergangenen März die Pfarrgemeinderatswahlen statt.

Wir haben uns dafür entschieden, damit zu warten, weil die Zeit der vielen Einschränkungen und des Abstandhaltens ein miteinander-ins-Gespräch-Kommen und ein zusammen-Beraten schwierig machten.

Nun ist es für uns an der Zeit, bei uns in Fußach mit den Vorbereitungen zur Neubestellung des Pfarrgemeinderates zu beginnen.

Unser Ziel: Wir möchten diesen von der Pfarrgemeinde bestätigten neuen PGR beim Patrozinium im Dezember vorstellen. 

»Mittendrin« - so war das Motto der Gemeinderatswahlen im März.

Wir sind mittendrin in unserem Lebensalltag und mittendrin in stetigen gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Veränderungsprozessen.

Der Pfarrgemeinderat soll diese im Auge behalten. Die Kirche vor Ort muss sich den Zeichen der Zeit stellen, die Veränderungen wahrnehmen, Neues wagen und sich weiterentwickeln.

So suchen wir noch Frauen und Männer, die sich auch in diesem Rat einbringen und den zukünftigen Weg unserer Pfarrgemeinde mittragen wollen.

Wir haben erfahren, dass es für manche unvorstellbar ist, sich für fünf Jahre zu verpflichten - selbstverständlich kann das Amt vorzeitig zurückgelegt werden.

Wer also gerne im Pfarrgemeinderat mitarbeiten möchte, sich unserer Pfarrgemeinde zugehörig fühlt, ob jünger oder älter, ob aus Fußach oder einem anderen Wohnort, soll dies bitte schriftlich oder mündlich im Pfarrbüro mitteilen.

Über den Sommer werden wir mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Wir laden dann alle herzlich ein, die Frauen und Männer, die sich zu 

diesem Dienst im PGR neu oder weiterhin bereit erklären,

mit ihrer Unterschrift zu bestätigen und zu bedanken.

Isabella Kuster

 

 

Firmung bei uns

Am 11. und 12. Juni 2022 durften wir mit unseren zwölfjährigen Mädchen und Jungen Firmung feiern.

Bischofsvikar Rudl Bischof und Pfarrer Sepp Franz haben sie mit dem Wort  »Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist« gefirmt und mit Chrisam gesalbt.

Das Codewort »Ubuntu« begleitete die Jugendlichen auf ihrem Firmweg. 

»Ubuntu« sagen sie in Afrika. Das Wort möchte zum Ausdruck bringen, dass wir Teil eines großen Ganzen sind, dass wir nur Mensch sein können durch andere Menschen, dass unser Tun Auswirkungen hat und wir alle miteinander verbunden sind.

Bei ihrer Firmvorbereitung wurden die Firmlinge daran erinnert, dass eine große heilige Kraft in ihnen wohnt, dass sie einzigartig und wertvoll sind.

Die Mädchen und Jungen haben sich Gedanken darüber gemacht, was ihnen »guttut« und worin ihre Stärken liegen.

Das Miteinander der Jugendlichen bei den Firmtreffen war besonders schön: der Kinoabend im Feuerwehrhaus und der Drachenworkshop von Anna Rubin gemeinsam mit den Patinnen und Paten.  

Passend zu den selbst gebauten leuchtenden Drachenvögeln in den Kirchenfenstern stand zum Abschluss der Firmfeier das 

Gebet aus Afrika: 

Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel.

Die Nacht ist verflattert, und ich freue mich am Licht.

Deine Sonne hat den Tau weggebrannt vom Gras 

und von unseren Herzen.

Was da aus uns kommt, 

was da um uns ist an diesem Morgen, 

das ist Dank.

Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel in den Himmel.

Ein neuer Tag, der glitzert und knistert,

knallt und jubiliert von deiner Liebe.  

Die Freude der Mädchen und Jungen mit ihren Familien war 

an diesem besonderen Tag groß.

Für das Firmteam,

Brigitte Bezler

 

 

 

Ein neues Gebot gebe ich euch: 

Liebt einander! 

Wie ich euch geliebt habe, 

so sollt auch ihr einander 

lieben.

 

Joh.13,34

 

 


Veränderung

Auch die Klimakrise - die Klimaveränderung verlangt nach Änderung von uns, von unserem Lebensstil.

Änderung - Notwendigkeit des Verzichts - löst oft Angst und Unsicherheit in uns aus, jedoch kann der Verzicht auch zu wunderbarem Genuss führen:

 

Essen

Das regionale saisonale Essen erlaubt so viel Vorfreude, sodass zum Beispiel die erste in der Region sonnengereifte Erdbeere so einen wunderbaren Genuss auslösen kann, gerade weil es sie nicht immer am Tisch gibt.

 

Verkehr

Auch der Verzicht aufs Auto hat viel Genuss dabei. Das Auto stehen zu lassen, hilft uns, langsamer unterwegs zu sein und unsere Sinne haben mehr Chance die Natur im Detail wahrzunehmen, kleine Dinge zu entdecken, die uns erfreuen, wie Blumen am Wegrand oder besondere Steine, Vögel und Schmetterlinge.  Wir sehen, wer alles um uns mit auf dieser Erde ist und wir werden zum Teil vom Ganzen. Wir hören, wenn uns jemand zuruft und können Gerüche, Wind und Wetter in der Natur ganz hautnah erfahren. Wir bewegen uns, was Glückshormone ausschüttet und uns am Abend zufrieden müde macht.

Wenn wir öffentliche Verkehrsmittel wählen, so dürfen wir darin (Fahr-) Gast sein. Wir werden gefahren, müssen uns weder um rote Ampeln noch um Parklücken kümmern, können anderen, die auch auf dem Weg sind, Blicke oder Gespräche schenken oder auch einfach Gedanken ziehen lassen.

 

Kleidung

Wird Kleidung weitergegeben, kann auch ein Mehrwert entstehen, denn so bekommt die Kleidung eine Geschichte, da sie von jemandem ist. Meine Schwester hat mir letzthin erzählt: Wenn mein zweijähriger Neffe keine Hose anziehen wolle, dann reiche oft zu sagen, dass diese Hose schon sein Cousin Bruno anhatte und da Aurelian Bruno gern mag, schlüpft er viel lieber in die Hose, da sie ihn an Bruno erinnert und er damit auch merkt, dass er auch schon größer geworden ist und sogar schon in die Hosen seines großen Cousins passt.

Dass die Hose vielleicht schon etwas abgenutzt oder geflickt ist, 

ist für ihn nicht relevant, sondern sogar praktisch, denn mit so einer Hose lässt ihn seine Mama ganz entspannt überall klettern und im Dreck spielen. So kann Secondhand zur Entspannung beitragen, nicht nur im Familienbudget.

 

Reparieren

Welchen positiven Effekt kann das Reparieren statt neu zu kaufen mit sich bringen? Es liegt auf der Hand, dass es klimafreundlich ist, nicht völlig neue Ressourcen zu verwenden, sondern mit viel weniger Ressourcen Dinge wieder zu reparieren. Neben dem klimafreundlichen Aspekt hat es aber auch einen wunderbar zwischenmenschlichen Nutzen. Das Reparieren macht entweder uns selber stolz, wenn wir etwas selber reparieren können oder es hilft uns auch, uns zu erinnern, dass wir uns gegenseitig brauchen. Wenn wir es nicht selbst reparieren können, machen wir uns auf die Suche nach Talenten anderer und verschenken Dankbarkeit, wenn uns jemand hilft. Jeder wird gerne gebraucht auf dieser Welt und möchte mit seinem Sein und Tun für andere auch wertvoll sein.

»In jeder Veränderung steckt einerseits eine Schwierigkeit und andererseits eine Möglichkeit.«

Fangen wir jetzt mit Genuss mit dem Verändern an.

Lucia Emerich-Rüdisser

Koordinatorin Essbare Stadt Dornbirn, Initiatorin Bürgerrat Klima-Zukunft Vorarlberg

 

 

 

Neue Landkarten werden 

wir brauchen 

und den Mut, 

den Humor von Wanderern, die sich nicht scheuen, 

den Kopf aus der Sphäre 

der bisherigen Welt 

hinauszustrecken, 

über den Horizont der 

bisherigen Wörterbücher 

und Enzyklopädien.

 

Olga Tokarczuk

 

 



Endlich wieder Sommer

In dem Wort Sommer befinden sich die ersten zwei Buchstaben des Wortes »Sonne«. In früheren Jahren bangten wir, ob der Sommer wohl heiß und trocken sein würde. Dies hat sich nun - durch die Erderwärmung - erledigt. 

Landwirte und Gärtner stöhnen über die Trockenheit. Doch die Kinder freut es, denn Baden im See ist lustig und macht Spaß. Der Regenschirm-Erzeugung wird wohl langsam bang, sie sollten sich auf Sonnenschirme spezialisieren.

Wenn das Klima bei uns weiterhin so warm bleibt, werden in einigen Jahren Tiere bei uns beheimatet sein, die es nur in heißen Zonen gibt. Die Medien berichten, dass in manchen Gegenden Europas das Wasser knapp wird - Wasser, dieses kostbare Gut!

Die Tageszeitungen versehen uns fast jeden Tag mit der Nachricht, dass der Mensch das Klima kaputt gemacht hätte. Das hat schon eine gewisse Berechtigung. Doch wenn wir in der Zeitgeschichte zurückblicken, gab es immer tropische, aber auch Eiszeiten. Wir müssen es ohnehin so nehmen, wie es kommt. Nicht zu viel grübeln und in der Freizeit relaxen und die Seele baumeln lassen. 

Ihnen allen schöne Sommermonate!

Inge Pfleger

 

 

Alle Straßen und Schienen

sollen dich tragen,

auf ihnen soll dir kein 

Unheil drohen.

Alle Orte, die dich 

aufnehmen,

sollen dir Heimat sein.

Alle Menschen, denen du begegnet,

sollen Freuden und Sorgen mit dir teilen.

Jeder Weg, den du gehst, 

soll ein Weg mit guten 

Zielen sein.

In den Kreuzungen 

sollen Entscheidungen 

reifen,

in jedem Angebot eine 

Spur des Lebens sein. 

 

Angelus Silesius

 

 


Schulschluss und Schulbeginn

Heuer endet das Schuljahr am Freitag, den 8. Juli. 

Um 8 Uhr feiern wir in der Pfarrkirche den Schulschlussgottesdienst. Eltern, Erziehungsberechtigte, Großeltern, Freunde ... alle sind herzlich eingeladen. 

Im Herbst beginnt die Schule mit dem Eröffnungsgottesdienst am Dienstag, den 13. September um 8 Uhr.

 

Kinderchor

Der Kinderchor der VS Fußach. Unter der wunderbaren Leitung von Jutta Hofer waren es die Stimmen unserer Dorfkinder, die so manchen Gottesdienst musikalisch aufgewertet haben. Sie hat zahlreichen Kindern die Freude an der eigenen Stimme geschenkt und das Erlebnis vor Publikum zu singen ermöglicht. 

Jutta, im Namen der gesamten Pfarrgemeinde sagen wir Danke für deinen jahrelangen Einsatz und die vielen schönen Momente, die wir mit dem Kinderchor erleben durften. 

 

Fest am Kirchplatz

Endlich wieder gemeinsam feiern - wie schön! Mit dem Fest am Kirchplatz am 10. Juli kehrt eine liebgewordene Tradition zurück. 

Musikverein, Chor St. Nikolaus und Kinderchor sorgen beim Gottesdienst um 10 Uhr für den musikalischen Rahmen.

Im Anschluss freuen wir uns auf ein gemütliches Beisammensein am Kirchplatz. Der Musikverein Fußach spielt. Für Speis und Trank sorgt die Theatergruppe Fußach. 

Kommt vorbei!

 

Sommeröffnungszeiten des Pfarrbüros

Die aktuellen Öffnungszeiten während der Sommermonate entnehmen Sie bitte unserer Homepage www.pfarrefussach.at.

 

Gottesdienste

Die in den letzten Jahren aufkommende Sorge, in der Gemeinschaft nicht mehr den Schutz für Gesundheit zu haben oder selbst andere zu gefährden, hat außerordentliche Veränderungen bewirkt: 

Der Sonntagsgottesdienst hat für manche die Selbstverständlichkeit verloren. Frauen und Männer jeden Alters sind zu Hause geblieben. Manche haben am Fernsehen mitgefeiert, andere am Radio.Wir wissen alle noch nicht, was das für uns als Christengemeinde für konkrete Folgerungen hat. Das aber ist sicher: Manches wird in unseren Gemeinschaften neu diskutiert werden müssen.

 

Die Sonntagsgottesdienste feiern wir jeweils um 10 Uhr und versuchen diese inhaltlich und auch musikalisch so vorzubereiten, dass das Wort von Jesus in möglichst verstehbarer Art in unseren Alltag transportiert wird.

Einmal im Monat feiern wir Wortgottesdienst; dazu vorgesehen ist jeweils der letzte Sonntag im Monat.

 

Taufe

Tauffeiern legen wir in der kommenden Zeit jeweils auf den ersten Samstag im Monat. Das Taufgespräch findet immer am Mittwoch davor statt. 

 

Finissage Kairos

Mit einem Konzert von Angelika Hagen und Andreas Schreiber wollten wir bereits am 3. Juli unsere diesjährige Ausstellung »Kairos« von Elke Maier beenden. Das Virus verursacht eine Verschiebung um vier Wochen und so laden wir nun am 31. Juli um 19 Uhr zu diesem musikalischen Hochgenuss ein. 

Im Anschluss wollen wir den Abend gemeinsam im Pfarrsaal oder unter Sternenhimmel ausklingen lassen. 

Seien Sie herzlich willkommen!

 

 

 

 Die Messfeier, 

oder überhaupt 

die Feier, das Fest:

um sich die Liebe 

zu vergegenwärtigen 

 

Peter Handke