Foto: Verkündigungsgrotte in Nazareth


4. Adventsonntag


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BIBELTEXTE

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Lesung aus dem Römerbrief                                     16,25–27   

Lobpreis

25 Ehre aber sei ihm, der euch zu stärken vermag im Sinne meines Evangeliums und der Botschaft von Jesus Christus. So entspricht es der Offenbarung des Geheimnisses, das seit ewigen Zeiten von Schweigen umhüllt war,

26 jetzt aber ans Licht gebracht und durch prophetische Schriften auf Geheiß des ewigen Gottes allen Völkern bekannt gemacht wurde, um Glaubensgehorsam zu schaffen.

27 Ihm, dem allein weisen Gott, sei durch Jesus Christus die Ehre in Ewigkeit, Amen.

Zürcher Bibel

 

aus dem Evangelium nach Lukas                             1,26–38

Die Ankündigung der Geburt Jesu

26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa mit Namen Nazaret gesandt, 27 zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann aus dem Hause Davids mit Namen Josef, und der Name der Jungfrau war Maria.

28 Und er trat bei ihr ein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir!

29 Sie aber erschrak über dieses Wort und sann darüber nach, was dieser Gruss wohl zu bedeuten habe. 30 Und der Engel sagte zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott: 31 Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. 32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

34 Da sagte Maria zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich doch von keinem Mann weiß?

35 Und der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird,

Sohn Gottes genannt werden. 36 Schau auf Elisabet, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter; und dies ist der sechste Monat für sie, die doch als unfruchtbar galt. 37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

38 Da sagte Maria: Ja, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast! Und der Engel verliess sie.

Zürcher Bibel

 

 

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4. ADVENTSONNTAG, 20. DEZEMBER 

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Das Jahr 2020 geht nun mit einem dritten Lockdown zu Ende: Handel, Gastronomie und Hotels sind bis zum 18. Jänner geschlossen. Das Weihnachtsfest kann ‚wie geplant‘ stattfinden. Der Schulunterricht startet doch am 7. Jänner.

In Österreich sind bislang mehr als 5000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Ebenso viele Kerzen brannten am Freitagnachmittag vor dem Stephansdom in Wien. Bei uns stand am vergangenen Sonntag das kleine Zelt auf dem Kirchplatz – Erinnerung an die Flüchtlingslager auf Lesbos.

 

Römerbrief

Paulus hat den Brief an die Gemeinde in Rom 23 Jahre nach dem Tod von Jesus in Jerusalem geschrieben; ein langes Schreiben, in dem sein Verständnis von Gerechtigkeit im Vordergrund steht.

So entspricht es der Offenbarung des Geheimnisses, das seit ewigen Zeiten von Schweigen umhüllt war, jetzt aber ans Licht gebracht wurde … Röm 16,25–26

Kein Schriftstück prägt die Geschichte der Kirche so sehr wie diese Zeilen aus dem damaligen Korinth. Die letzten Sätze sollen verdeutlichen, dass alle Entwicklung einem tiefen Plan Gottes entspricht, den zu verstehen wir nicht fähig sind, dem zu vertrauen wir aber aufgefordert sind.

Und wenn wir die nicht endenden Ungerechtigkeiten auf der Welt sehen, den oft absurden Schmerz, dem Menschen ausgesetzt sind, dann wird das Wort des Paulus allen gesagt:

Ehre aber sei ihm, der euch zu stärken vermag im Sinne meines Evangeliums

und der Botschaft von Jesus Christus. Röm 16,25

 

Lukas

Obwohl Kontaktbeschränkungen in der Coronazeit so ungemein entscheidend sind, wird an Weihnachten noch nicht die ganze Strenge des Lockdowns verordnet. Wohl ein Zugeständnis an die tiefverwurzelte Bedeutung dieser Tage in der Gesellschaft. Die Mutter Maria, das Kind, der Engel Gabriel, die unbedeutende Stadt Nazareth in Galiläa – eine Gemengelage, die Unzähligen sehr vertraut ist in ihrem Leben. Hier geschieht das Unfassbare und das doch so Alltägliche:

Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Lk 1,31

Jesus: Damals ein Allerweltsname; so wie Leon, Ben oder Noah heutzutage.

Dieser wird groß sein …

Die stille Hoffnung aller Mütter und Väter. Es ist wohl gut, dass wir am Sonntag vor Weihnachten diese Geschichte hören, die unsere Kinder, unsere Mütter in die Mitte stellt. Eine Geschichte, welche die Sorgen und die unsagbare Freude des Alltags erzählt. Eine Geschichte auch, die mit der Hoffnung endet:

Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Da sagte Maria: Ja, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast. Lk 1,38

Sepp Franz

 

 

 

El Nacimiento - Südamerikanisches Weihnachtslied - 2:33

Fußacher Doppelquartett

(falls zur Auswahl: Listen in browser, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

 

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NOTIZEN

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Wir haben zwar die Information der Regierung über einen nun festgesetzten dritten Lockdown vom 26. Dezember 2020 bis mindestens 18. Jänner 2021, aber die konkrete Umsetzung für uns als Christengemeinde steht noch aus. Das bischöfliche Ordinariat müsste die für alle Pfarrgemeinden verbindlichen Vorgaben festlegen, hat diese Information aber bis heute noch nicht geliefert.

Wir hoffen, dass das knapp vor Weihnachten doch noch erfolgt.

 

In dieser Weihnachtswoche ist die Krippe am Heiligabend, am Donnerstag, schon aufgestellt, kann also den ganzen Tag über besucht werden. Am Nachmittag werden dann in zeitlichen Abständen Schüler, Jugendliche, Erwachsene adventliche, weihnachtliche Musik bringen. Den durch lange Jahre geübten Übergang in den Heiligabend können wir corona-bedingt heuer leider nicht machen.

 

Die Christmette feiern wir um 22 Uhr.

 

Am Freitag, Heiligtag, ist Gottesdienst um 10 Uhr. Am Nachmittag um 17 Uhr werden wir in der Pfarrkirche Geschichten und Lieder zur Weihnacht hören.

 

Am Samstag, Nachheiligtag, beginnt der dritte Lockdown.

Heute wissen wir noch nicht, wie die Gottesdienstordnung ab 26. Dezember 2020 aussieht.

Wir werden das dann sobald als möglich verlautbaren:

 

auf unserer Homepage unter den Terminen,

auf der Infotafel im Haupteingang der Kirche und

in den Gottesdiensten von Weihnachten.

 

Die Texte zum Sonntag liegen bei der Infotafel und beim Ausgang zum Friedhof auf.

Wer mag, kann gerne davon mitnehmen.