2. Sonntag nach Weihnachten


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BIBELTEXTE

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Lesung aus dem Buch Jesus Sirach                                      24,1–2.8–12

Lob der Weisheit

1 Die Weisheit lobt sich selbst, sie rühmt sich bei ihrem Volk. 2 Sie öffnet ihren Mund in der Versammlung Gottes und rühmt sich vor seinen Scharen: 8 Da gab der Schöpfer des Alls mir Befehl; er, der mich schuf, wusste für mein Zelt eine Ruhestätte. Er sprach: In Jakob sollst du wohnen, in Israel sollst du deinen Erbbesitz haben. 9 Vor der Zeit, am Anfang, hat er mich erschaffen und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht. 10 Ich tat vor ihm Dienst im heiligen Zelt und wurde dann auf dem Zion eingesetzt. 11 In der Stadt, die er ebenso liebt wie mich, fand ich Ruhe, Jerusalem wurde mein Machtbereich. 12 Ich fasste Wurzel bei einem ruhmreichen Volk, im Eigentum des Herrn, in seinem Erbbesitz.

 

 

aus dem Evangelium nach Johannes                                    1,1–5.9–14                                        

Der Prolog

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

2 Im Anfang war es bei Gott.

3 Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. 4 In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.

9 Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. 10 Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.

12 Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

14 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

 

 

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SONNTAG 3. JÄNNER

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Die Weisheit

»Der ist schlauer als Salomons Katz«, ein siebengescheiter Mensch eben. Von der tiefen Weisheit, dem König Salomon zugesprochen, fällt sogar noch was in des Königs Katze. Dieses Sprichwort erinnert an die Weisheitsliteratur des Alten Testamentes, unter anderem an das Buch Jesus Sirach. Ben Sira, der Verfasser, leitete wohl in Jerusalem ein »Haus der Bildung«. Die Themen Ehe, Familie und Freundschaft behandelt er besonders ausführlich.

In der Stadt, die er ebenso liebt wie mich, fand ich Ruhe. Weish 24,11

Der Lockdown in dieser Weihnachtszeit bringt Ehe, Familie und auch Freundschaft auf unterschiedliche Weise auf den Prüfstand. Zuhause bleiben und Kontakt meiden, Abstand halten … Werte, auf die gelingende Gemeinschaften eigentlich aufbauen, denen unter Umständen die Luft ausgeht, wenn das auf längere Zeit so praktiziert werden muss.

Es wäre ja ein sehr sinnvoller Wunsch ins neue Jahr 2021, den Schatz der Weisheit als Fundament in unsere Familien, in die Partnerschaften und in die Freundschaften zu bringen, das Wort aus dem Buch Jesus Sirach:

In der Stadt, die er ebenso liebt wie mich, fand ich Ruhe. Weish 24,11

 

Johannes

Das Johannesevangelium beginnt das Leben von Jesus mit dem Wort. Da gibt es nicht Futterkrippe, Maria und Josef, die Engel und die Hirten. Die Schöpfungsgeschichte wird erzählt, die im Tempel in Jerusalem, in allen Synagogen im Mittelmeerraum das Urthema für das Verstehen von Erde und Himmel, von Gott und Mensch darstellt. Die Schöpfungsgeschichte steht bei Johannes am Anfang – mit einem »klitzekleinen«, aber markanten Unterschied:

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Joh 1,14

Gott ist Mensch geworden in Jesus Christus. Johannes hat keine Kindheitsgeschichte in seinem Evangelium. Er beginnt mit dem so starken Satz:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Joh 1,1

Das Johannesevangelium ist das jüngste der vier Evangelien, fast 70 Jahre nach dem Tod von Jesus am Kreuz in Jerusalem geschrieben. Unzählige Christengemeinden sind schon lebendig und fragen nach dem »klitzekleinen« Unterschied zwischen der Urgeschichte und dem, was jetzt in vielen Christengemeinschaften gefeiert, erzählt und gebetet wird. Wer ist dieser Jesus aus Nazareth, auf den wir uns taufen lassen, dessen Weg von Galiläa nach Jerusalem wir nachzeichnen? Wer ist dieser Jesus aus Nazareth, dem wir unser Innerstes anvertrauen?

Johannes sagt:

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.

Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden. Joh 1,9–10

Sepp Franz

 

 

 

Do Not As I Do - Of Cabbages and Kings

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NOTIZEN

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Die Gottesdienste sind ausgesetzt.

Auch die Sternsinger sind nicht auf dem Weg in die Häuser.

Das Fest »Erscheinung des Herrn« am kommenden Mittwoch werden wir also ohne Gottesdienst in der Kirche  feiern. Das Jahr 2021 beginnt gezeichnet. Manchen ist das eine starke Belastung, die sich durch die Tage zieht. Die stille Zuversicht, dass sich alles letztendlich in ein verstehbares Ganzes fügt, ist aber in vielen Details sichtbar.

 

Die Kirche ist tagsüber immer offen.

 

Bestattungen müssen natürlich vorgenommen werden - in aller Vorsicht und Beschränkung.

In dieser vergangenen Woche haben wir aus unserer Christengemeinde Frau Blanka Österle und Herrn Leonhard Weiß bestattet.

 

Informatives und Wichtiges kann in den kommenden Wochen nachgelesen werden:

Auf der Infotafel im Haupteingang der Kirche,

im Gemeindeblatt

und auch auf unserer Homepage pfarrefussach.at

 

Selbstverständlich ist in dieser Zeit auch das Pfarrbüro geöffnet.