2. Adventsonntag


 

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BIBELTEXTE

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Lesung aus dem Buch Jesaja                                                     40,1–5

Zion wird getröstet

1 Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.

2 Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Frondienst vollendet,

dass ihre Schuld abgetragen ist. Aus der Hand des HERRN musste sie nehmen

das Doppelte für all ihre Sünden.

3 Horch, ein Rufer: Bahnt den Weg des HERRN in der Wüste, in der Steppe macht die Strasse gerade für unseren Gott!

4 Jedes Tal wird sich heben, und senken werden sich alle Berge und Hügel, und das Unebene wird flach, und was hügelig ist, wird zur Ebene.

5 Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und gemeinsam wird alles Fleisch es sehen. Der Mund des HERRN hat gesprochen!

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Markus                                      1,1–8

Das Auftreten des Täufers

1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bereiten wird. 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Straßen!

4 So trat Johannes der Täufer auf in der Wüste und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.

5 Und das ganze judäische Land und alle Bewohner Jerusalems zogen hinaus zu ihm. Und sie ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. 6 Und Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er aß Heuschrecken und wilden Honig. 7 Und er verkündete:

Nach mir kommt, der stärker ist als ich; mir steht es nicht zu, mich zu bücken und ihm die Schuhriemen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit heiligem Geist taufen.

Zürcher Bibel

 

 

 

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2. ADVENTSONNTAG - PATROZINIUM, 6. DEZEMBER 

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Patrozinium

 

Im Advent feiern wir am Sonntag, der dem 6. Dezember am nächsten liegt, in unserer Kirche das Fest des heiligen Nikolaus von Myra. Er ist unser Kirchenpatron. Kaufleute im Mittelalter haben ihn als ihren Schutzheiligen angesehen. Fußach war damals einer der wichtigsten Warenumschlagplätze im Bodenseeraum. So hat sich der heiligen Nikolaus natürlich als Schutzpatron der Dorfkirche angeboten.

Wir erinnern am Patroziniumstag an ihn, an seine in zahlreichen Erzählungen aufscheinenden Werte: Das innere Fest unserer Christengemeinde am Beginn des neuen Kirchenjahres.

Nikolaus von Myra - Nilokaikirche, Berlin Mitte


Jesaja

Heute mit einem Text aus dem Jesajabuch.

Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Jes 40,1

Die grassierende Pandemie kann uns dazu verleiten, dieses Wort direkt auf uns anzuwenden. Warum auch nicht? Trost ist nicht nur ersehnt, wenn Kinder weinen. Adel Tawil, ein deutscher Popsänger, hat 2017 ein Lied veröffentlicht mit dem Titel: »Ist da jemand«. Inzwischen ist es mehr als 52 Millionen mal angeklickt worden auf Youtube. »Er singt von der Kraft der inneren Stimme und von der Zuversicht, die in jedem von uns liegt, auch dann, wenn man den Glauben an sich selbst schon längst verloren hat. Er singt vom Glauben, der uns weiter gehen lässt« (Universal Music).

Die aus Jerusalem Verschleppten wissen um den Verlust ihrer Heimat, ihrer Traditionen, ihrer Erinnerung. Aber sie tragen das Bild jener außergewöhnlichen Kraft in sich, die mit dem Namen »ich da bin bei dir« ihnen zusichert:

Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Jes 40,1

 

Markus

In den ersten Versen des Markusevangeliums taucht der Name Johannes auf. Er lebt in der Wüste, isst Heuschrecken und wilden Honig. Sie ziehen zu ihm hinaus und wollen von ihm getauft werden. Er aber sagt:

Nach mir kommt, der stärker ist als ich. Mk 1,7

Mit diesem Wort ist in Jahrhunderten die Weltgemeinschaft der Christinnen und Christen entstanden. Sie lassen ihre Kinder auf seinen Namen taufen, feiern Weihnachten als die Geburtsstunde des Jesus aus Nazareth. Sie bauen an ihren Pfarrgemeinden stets mit dem tiefen Wissen: Er trägt die Kraft in sich, der wir uns anvertrauen. Johannes aus der Wüste sagt:

Nach mir kommt, der stärker ist als ich. Mk 1,7

Sepp Franz

 

 

 

Pastorella für die Weihnachtszeit - Valentin Rathgeber 1:13

(falls zur Auswahl: Listen in browser, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

an der Rieger Orgel der Evangelischen Kreuzkirche am Ölrain in Bregenz - Prof. Reiner Schuhenn

 

 

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NOTIZEN

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Zur kommenden Woche

 

Mit diesem 2. Adventsonntag, unserem Patrozinium, ist der Lockdown vorerst beendet.

So können wir am Dienstag, Fest Maria Empfängnis, behutsam beginnen, miteinander Gottesdienst zu feiern.

In langer Vorbereitung haben wir dieses erste Marienfest im Kirchenjahr als Wortgottesdienst geplant - um 10 Uhr.

 

Am nächsten Sonntag, 3. Adventsonntag, sind wieder Eucharistiefeiern um 8 und um 10 Uhr. Das Kirchenopfer soll dem Bruder und der Schwester in Not gewidmet werden.

Im 10Uhr-Gottesdienst erinnern wir an Rudi Zesch. Er ist am 11. Dezember vor einem Jahr gestorben.

  

Das sonntägliche Kirchenopfer ist in den gottesdienstfreien Monaten natürlich auch entfallen – ein erheblicher Betrag für unsere Christengemeinde. Wir werden versuchen müssen, damit zurande zu kommen – wie viele andere wohl auch.

 

Volksschulkinder haben an die Fenster unserer Kirche mit hübschen Scherenschnitten einen adventweihnachtlichen Zauber gebracht. Ihnen und den Reli-Lehrerinnen Christine und Nicole ein großes Lob und Danke. 

 

Die Texte zum Sonntag liegen bei der Infotafel und beim Ausgang zum Friedhof auf. Wer mag, kann gerne davon mitnehmen.