1. Adventsonntag


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BIBELTEXTE

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aus dem ersten Brief an die Korinther       1,4–9

Danksagung

4 Ich danke euretwegen meinem Gott allezeit für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben worden ist.

5 In ihm seid ihr reich geworden an allem: reich an Wort und Erkenntnis aller Art.

6 Denn das Zeugnis von Christus ist bei euch so fest verankert,

7 dass es euch an keiner Gabe mangelt, solange ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet.

8 Er wird euch auch Festigkeit geben bis zum Ende, und kein Tadel wird euch treffen am Tage unseres Herrn Jesus Christus.

9 Treu ist Gott, durch den ihr berufen wurdet in die Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

Zürcher Bibel

 

   

aus dem Evangelium nach Markus                            13,33–37

Die Mahnung zur Wachsamkeit

33 Gebt acht, bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt da ist.

34 Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes ging:

Er verließ sein Haus, gab seinen Knechten Vollmacht, jedem seine Aufgabe, und dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.

35 Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt: ob am Abend oder um Mitternacht oder beim Hahnenschrei oder am frühen Morgen,

36 damit er, wenn er auf einmal kommt, euch nicht schlafend finde.

37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Zürcher Bibel

 

 

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1. ADVENTSONNTAG, 29. NOVEMBER

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Die Mahnung zur Wachsamkeit

Wir sollen wach sein, aufmerksam, also nicht etwas verschlafen.

Wann sind wir wach ?

Wenn wir mit offenen Augen durchs Leben gehen.

Wenn wir mit offenem Geist die Welt betrachten.

Wenn wir mit offenem Herzen die Menschen sehen.

»Gebt acht! Bleibt wach!«

Corona zwingt uns wachsam zu sein, auf Abstand zu achten, Regeln einzuhalten, einander mit Mundschutz zu begegnen. So ist Wachsamkeit mit Unsicherheit und Angst verbunden.

Diese Angst wird auch geschürt, wenn sich Staaten mit Mauern abschotten, wenn Grenzen dicht gemacht werden. Wachsam sein vor Fremden.

Oder wenn Bürgerwehren patrouillieren, um ihre Wohnviertel und damit ihren Besitz zu bewachen. Wachposten gegen die Angst.

Das heutige Evangelium meint eine andere Wachsamkeit.

»Gebt acht! Bleibt wach!«

Das ist auch eine Aufforderung zur Achtsamkeit.

Was geschieht um mich herum? In meiner Familie, in meinem Umfeld, in der Gesellschaft, in der Welt?

Es ist eine Aufforderung zum Achtgeben. Wie gehen wir miteinander um?

Wir sollen aufpassen, bei der Sache sein, also konzentriert sein.

»Gebt acht! Bleibt wach!«

Auch mir selber gegenüber braucht es dieses innere Wachsein. Welche Muster habe ich ? Welche Vorurteile, welche vorgefassten Meinungen? Wenn ich Unrecht sehe, sage ich etwas, tue ich etwas oder verschließe ich meine Augen?

In der Lesung haben wir gehört,

... dass wir reich sind an allem:

reich an Wort und Erkenntnis aller Art,

... dass es uns an keiner Gabe mangelt.

Wir haben alle Fähigkeiten bekommen, die es braucht, um wach zu sein.

»Seid wachsam!«

Das betrifft auch den Alltag. Überall kann ich Gott begegnen.

Es gibt viel Wunderbares, das ich sehen kann. Es gibt aber auch viel Leid.

Ich soll mit wachen Sinnen mein Leben leben. Das Augenmerk auf das Wesentliche richten, ganz Ohr sein, Geistesgegenwart üben.

Wenn unser Pfarrer Sepp bei der Messe am Altar steht, bittet er:

Gib uns das rechte Wort – öffne unsere Augen – schenk uns ein hörendes Herz. Nehmen wir uns diese Bitten für die Adventszeit zu Herzen.

Edith Viktorin

 

 

Danaila Deleva am Klavier mit »Kiss the rain«

(falls zur Auswahl: Listen in browser, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

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NOTIZEN

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Zur kommenden Woche:

 

Wegen der Coronapandemie ist es äußerst schwierig, auf längere Sicht zu planen.

Vom 17. November bis einschließlich 6. Dezember feiern wir keinen Gottesdienst in unserer Kirche: Sars-Cov-2.

Die Texte zum Sonntag liegen bei der Infotafel und beim Ausgang zum Friedhof auf. Wer mag, kann gerne davon mitnehmen.