Jozo Ojdanic

 

1956 wird er in Zaluzani geboren, einem Stadtteil im Norden von Banja Luka. Nach der Pflichtschule schließt er die HTL ab und arbeitet bis zum Ausbruch des Bosnienkrieges als Elektrotechniker. 1988 heiratet er in Banja Luka mit Andja Dujmovic. Nikica, ihr Sohn, kommt auf die Welt.

1992 bricht der Krieg am Balkan mit all den unsäglichen Schrecklichkeiten aus. Die Flüchtlingswelle reißt auch Jozo und Andja aus ihrem Land. Sie kommen nach Vorarlberg. Über mehrere Stationen landen sie schlussendlich hier in Fußach: Das Leben neu aufbauen, nicht aufgeben, am »vertrauen können« wieder mühsam arbeiten; Arbeit, Wohnung suchen, ein neues Zuhause. 

Mit Sparsamkeit, Fleiß und viel Geduld schaffen sie es. Tea, das zweite Kind. Wir haben sie 1997 hier getauft, eine tiefe Freude. Jozo arbeitet bis zu seiner Pensionierung in der Firma Faigle Kunststoffe in Hard. Heuer am 1. Februar ist er in Pension gekommen. 

Seine innere Beheimatung findet er in unserer Christengemeinde. Er wird bei uns Lektor und auch Eucharistiehelfer. Unzähligen hat er das Brot des Lebens gereicht. Von 2007 bis 2012 ist er im Pfarrgemeinderat. In den Bußgottesdiensten in der Karwoche und im Advent hat Jozo seit sehr vielen Jahren Texte gelesen und am 

Karfreitag das schwere Kreuz in die Mitte getragen. Wenn etwas 

zu tun war, auf ihn war stets Verlass. 

Sein Tod am 10. Februar bestürzt uns sehr.

 

Sepp Franz, Pfr.

 

 

 

 

 

herr

wie viele zahlen muss ich noch lernen 

bis zu deiner ankunft?

siehe - ich warte nicht - ich bete

so lass mich beides sein

bürger und wanderer

suchender und gesuchter

denn nur suchende sehen

und nur gesuchte finden

 

SAID