Foto: Dormitio Kirche, Jerusalem


Gründonnerstag


Joh

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EINFÜHRUNG

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Abendmahl. Ölberg.
Das Miteinander. Das Versagen. Die Angst.
Die Geburtsstunde von Christengemeinden.
Solche, die ihr Kind in diese Gemeinschaft hinein taufen lassen, auf den Namen Jesu Christi, dankbar, ihnen Vater und Mutter zu sein. Solche, die sich mit dem Gedanken tragen zu heiraten - in der Aufregung der jungen Jahre. Solche, die sich mit der Krankheit arrangieren müssen, die immer dankbar sind für ein gutes Wort. Solche, die suchen und fragen und manchmal spüren, daß es sich doch lohnt, weil ihre Seele nicht zu klein ist.

Sepp Franz
 
Der dritte Engel aber ist der andere Mensch:
der Helfende.
Der die Henker vertreibt, der nicht beschämt,
sondern aufrichtet,
der Ort gibt und Namen, Sprache und Brot:
er wird den Heimatlosen zum Engel.
Nicht so sanft wie der Engel der Erinnerung,
nicht so klug wie der Engel der Hoffnung,
aber so einfach wie ein Brot,
geteilt von einem Freund mit dem Freund.
Joop Roeland »die Stimme eines dünnen Schweigens«

 

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BIBELTEXT

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aus dem Evangelium nach Johannes                                                                                                                                                                                13,1-15

1 Es war vor dem Passafest und Jesus wusste, dass für ihn die Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen, und da er die Seinen in der Welt liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung. 2 Während eines Mahls, als der Teufel dem Judas Iskariot, dem Sohn des Simon, schon eingegeben hatte, ihn auszuliefern 3 Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott weggehen würde -, da steht er vom Mahl auf und zieht das Obergewand aus, nimmt ein Leinentuch und bindet es sich um; dann gießt er Wasser in das Becken und fängt an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Tuch, das er sich umgebunden hat, abzutrocknen. Nun kommt er zu Simon Petrus. Der sagt zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus entgegnete ihm: Was ich tue, begreifst du jetzt nicht, im Nachhinein aber wirst du es verstehen.  Petrus sagt zu ihm: Nie und nimmer sollst du mir die Füße waschen! Jesus entgegnete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du nicht teil an mir. 9 Simon Petrus sagt zu ihm: Herr, dann nicht nur die Füße, sondern auch die Hände und den Kopf! 10 Jesus sagt zu ihm: Wer vom Bad kommt, braucht sich nicht zu waschen, nein, er ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte den, der ihn ausliefern sollte. Darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Nachdem er ihnen nun die Füße gewaschen hatte, zog er sein Obergewand wieder an und setzte sich zu Tisch.
Er sagte zu ihnen: Versteht ihr, was ich an euch getan habe? 13 Ihr nennt mich Meister und Herr, und ihr sagt es zu Recht, denn ich bin es. 14 Wenn nun ich als Herr und Meister euch die Füße gewaschen habe, dann seid auch ihr verpflichtet, einander die Füße zu waschen. 15 Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben: Wie ich euch getan habe, so tut auch ihr.
Zürcher Bibel

 

»Bleibet hier und wachet«

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Gesang: Michael Jagg

Aufnahme: Reinhard Franz

Gründonnerstag 2020 in der Pfarrkirche Fußach