Fronleichnam


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BIBELTEXTE

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aus dem Buch Deuteronomium                                                                                                                                                                      6,2–3

Und du sollst dich erinnern an den ganzen Weg, den dich der HERR, dein Gott, vierzig Jahre lang geführt hat in der Wüste, um dich demütig zu machen und zu erproben und um zu erkennen, wie du gesinnt bist, ob du seine Gebote halten wirst oder nicht.

Er machte dich demütig und ließ dich hungern und speiste dich dann mit Manna, das du und deine Vorfahren nicht gekannt hatten, um dir zu zeigen, dass der Mensch nicht allein vom Brot lebt, sondern von allem, was auf Befehl des HERRN entstanden ist, lebt der Mensch.

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Johannes                                                                                                                                                           6,51–58

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er in Ewigkeit leben; und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, für das Leben der Welt.

Da gab es Streit unter den Juden, und sie sagten: Wie kann uns der sein Fleisch zu essen geben?

Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch.

Wer mein Fleisch verzehrt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.

Denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank.

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, so wird auch durch mich leben, wer mich isst.

Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und mit diesem Brot ist es nicht wie mit dem, das die Väter gegessen haben und gestorben sind; wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Zürcher Bibel

 

 

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FRONLEICHNAM

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Fronleichnam.

Heuer in der Zeit des Ausnahmezustandes. Bei uns zum ersten Mal seit dem 8. März wieder Eucharistiefeier. Viele haben wohl den Gottesdienst in den Medien miterlebt. Wir haben die Ostertage in Stille kennengelernt. Die Erstkommunion und die Firmung sind vertagt.

Fronleichnam.

Du sollst dich erinnern an den ganzen Weg, den dich der HERR, dein Gott, geführt hat in der Wüste,

um dich demütig zu machen – Deut 6,2

Manchmal machen Wege demütig. Wenn die Trauer zur Begleiterin wird. Wenn Wichtiges zurückgelassen wird. Wenn der nicht ausgeräumte Konflikt mitgeschleppt wird. Wenn die nötige Nahrung knapp wird.

Manchmal erinnern wir an solche Wege auch im eigenen Leben.

Am vergangenen Sonntag haben wir aus dem Johannesevangelium gehört. Heute wieder mit einem großen Wort daraus:

            Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.

            Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er in Ewigkeit leben. Joh 6,51

Fronleichnam trägt diesen Satz im Kleid des Tages.

Seit Jahrhunderten nähen wir an diesem Kleid, als kleine Christengemeinde und auch als große Kirche:

In Prozessionen, mancherorts in Blumenkränzen, mit den Erstkommunikanten, mit den Firmlingen und ihren Eltern.

Und immer kreisen wir um das Wort des lebendigen Brotes.

Die Eucharistie und die Hostie. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Das Verständliche und das Geheimnisvolle.

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,

 

bleibt in mir und ich in ihm. Joh 6,56

 

 

Johann Sebastian Bach, Andante Cantabile, Orgel

(falls zur Auswahl: Im Browser anhören, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

Orgel & Aufnahme: Armin Kölbl

 

 

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NOTIZEN

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Ausnahmezustand

 

Am kommenden Sonntag beginnen wir für den Juni wieder mit den gewohnten Gottesdienstzeiten: Um 8 Uhr und um 10 Uhr. Wenn sich was ändert, und das kann ja kurzfristig geschehen, werden wir es verlautbaren: Im Gemeindeblatt, auf unserer Homepage, am Infostand im Haupteingang der Kirche.

 

Wir versuchen, uns allmählich in einen akzeptablen Rhythmus einzupendeln, der den Vorgaben möglichst entspricht und der doch nicht in ein unübersichtliches Regelwerk mündet. Den Impfstoff für Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Die Infektionsgefahr besteht weiterhin. Deswegen ist Abstand auch in den Gottesdiensten wichtig.

 

Der Kirchenraum in seiner Stille bleibt als wertvoller Rückzugsraum geschmückt und offen.

 

Die Ausstellung »mir wird so leicht« soll gerade in dieser Zeit heitere Hoffnung und Dankbarkeit in unseren Tag bringen.