Fest der Heiligen Familie


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BIBELTEXTE

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aus dem Buch Genesis                                15,1–6; 21,1–3

 

1 Nach diesen Begebenheiten erging das Wort des HERRN an Abram in einer Schauung: Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild. Dein Lohn wird sehr groß sein.

2 Abram aber sprach: Herr, HERR, was willst du mir geben, da ich kinderlos dahingehe und Elieser aus Damaskus Erbe meines Hauses wird?

3 Und Abram sprach: Du hast mir keinen Nachkommen gegeben; so wird mein Haussklave mich beerben.

4 Aber sieh, es erging an ihn das Wort des HERRN: Nicht dieser wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn, er wird dein Erbe sein.

5 Und er führte ihn nach draußen und sprach: Blicke auf zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So werden deine Nachkommen sein.

6 Und er glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an.

 

21 1 Der HERR aber nahm sich Saras an, wie er gesagt hatte, und der HERR tat an Sara, wie er geredet hatte:

2 Sara wurde schwanger und gebar Abraham in seinem Alter einen Sohn, zu der Zeit, die Gott angekündigt hatte.

3 Und Abraham nannte seinen neugeborenen Sohn, den Sara ihm geboren hatte, Isaak.

Zürcher Bibel

 

 

 

aus dem Evangelium nach Lukas                    2,22.39–40

 

Die Beschneidung Jesu. Seine Darbringung im Tempel

22 Und als für sie die Tage der Reinigung, die das Gesetz des Mose vorschreibt, vorüber waren, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn zu weihen,

39 Und als sie alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.

40 Das Kind aber wuchs heran und wurde stark und mit Weisheit erfüllt, und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

Zürcher Bibel

 

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SONNTAG 27. DEZEMBER

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Fest der Heiligen Familie

Die langen Texte der heutigen Lesungen – ein paar kurze Gedanken dazu.

Die Geschichte von Abram und Sara, vertraut seit der Schulzeit.

Abram mit seinem unerschütterlichen Glauben an seinen Gott. Ein Leben lang hat er diese Gottesbeziehung gelebt, hat mit Gott gerungen, auf ihn gehört, ihm vertraut. Auf Gottes Wort hin hat er vor langer Zeit seine Heimat, alles Vertraute verlassen und ist in die Fremde. Nun, als alter Mann empfängt er diese große Verheißung: mit seiner Frau Sara soll er einen Sohn bekommen. Seinen Sohn Isaak, der sein Erbe weitertragen kann mit Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel.

 

Isaak bedeutet: Er lacht.

 

Diese alte Geschichte in dieser Zeit.

Was kann ich heute davon, was können wir heute davon in unser Leben bringen?

Wie ist unsere Beziehung zu unserem Gott, unsere Beziehung zum Göttlichen – unerschütterlich, kritisch, vertrauensvoll, lebendig?

Wem schenken wir in diesen Zeiten unser Vertrauen? Wie können wir Verheißung und Sicherheit finden? Wie und wo finden wir das Lachen?

Auch das Evangelium erzählt von Personen, die ihr Leben in den Dienst der Verheißung gestellt haben.

Simeon und Hanna, die im Raum Gottes sind, die die Worte der Erlösung glauben, die ihr Leben und Tun dem von Gott verheißenen Heil gewidmet haben.

Nun, in ihrem Alter, begegnen sie dem Kind Jesus und erkennen in ihm den Messias.

Auch sie haben ihr Leben darauf ausgerichtet, dieses innere Wissen zu hören und ihm zu folgen. Diese innere Weisheit, die sie als das Wort Gottes erkennen.

Nun erleben auch sie in der Begegnung mit Jesus und seinen Eltern die Erfüllung dieser Verheißung und voller Dankbarkeit sprechen sie den Segen aus.

 

DAS KIND WUCHS HERAN UND WURDE STARK, ERFÜLLT MIT WEISHEIT UND GOTTES GNADE RUHTE AUF IHM.

 

Diese beiden Texte trösten und ermutigen mich. Wir leben in einer so besonderen Zeit voller Unsicherheit, Angst Gefährdung und Einschränkung. Da kann diese Beziehung zum Göttlichen, diese innere Weisheit und Zuversicht Stärkung und Trost bedeuten. Sie kann uns über uns selbst und unsere Ängste hinauswachsen lassen und uns zu Gesegneten und Segnenden machen.

Abram, Simeon und Hanna haben ein Leben lang darum gerungen und darauf vertraut:

 

FÜRCHTE DICH NICHT, ICH SELBST BIN DIR EIN SCHILD, DEIN LOHN WIRD SEHR GROSS SEIN.

 

Ruth Sturm

 

 

 

Französische Suite no.5 - J.S. Bach  

Damian Keller, Akkordeon

(falls zur Auswahl: Listen in browser, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

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NOTIZEN

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Die Information der Regierung am vergangenen Freitagnachmittag:

3. harter Lockdown vom Samstag 26. Dezember 2020 bis zum 24. Jänner 2021.

Es ist für uns einsichtig, dass wir als Christengemeinde nicht öffentliche Gottesdienste feiern dürfen. Der Schutz für Leib und gesundes Leben geht vor. So müssen wir ab Samstag, Stefanstag, bis in den späten Jänner hinein die Gottesdienste in unserer Kirche aussetzen. Die Kirche ist aber tagsüber immer offen.

 

Bestattungen aber müssen natürlich vorgenommen werden - in aller Vorsicht und Beschränkung.

 

Informatives und Wichtiges kann in den kommenden Wochen nachgelesen werden:

Auf der Infotafel im Haupteingang der Kirche,

im Gemeindeblatt

und auch auf unserer Homepage pfarrefussach.at

 

Selbstverständlich ist in dieser Zeit auch das Pfarrbüro geöffnet. 3. Lockdown.