Dreifaltigkeitssonntag


Schrifttexte

aus dem Brief an die Gemeinde von Rom          8,14–17

Leben in der Kindschaft

 

14 Denn die vom Geist Gottes getrieben werden, das sind Söhne und Töchter Gottes.

 

15 Ihr habt doch nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, um wiederum in Furcht zu leben; nein, ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

 

16 Eben dieser Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

 

17 Sind wir aber Kinder, dann sind wir auch Erben: Erben Gottes, Miterben Christi, sofern wir mit ihm leiden, um so auch mit ihm verherrlicht zu werden.

 

 

aus dem Evangelium nach Markus                  10,13–16

 Die Segnung der Kinder

13 Und man brachte Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Die Jünger aber fuhren sie an.

14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.

15 Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.

16 Und er schließt sie in die Arme und legt ihnen die Hände auf und segnet sie.

 

 

Sonntag, 30. Mai 2021 - Erstkommunion

Der Papst in Rom entsendet Apostolische Visitatoren nach Köln, um das Erzbistum von Kardinal Woelki zu überprüfen.

Ein recht ungewöhnlicher Vorgang in der Kirchengeschichte.

 

Die Gemeinde von Rom – Paulus hat in Korinth um das Jahr 56 - 57 einen Brief an sie geschrieben. Persönlich hat er die Gemeinde nicht gekannt, er hat sie auch nicht gegründet. Er umschreibt im ersten Teil die Frage nach Gottes Gerechtigkeit und erklärt dann allgemeine Regeln des Gemeindelebens. Der Römerbrief zählt zu jenen sieben Briefen des Paulus, deren Authentizität unumstritten ist. Zugleich hat er wie kein anderes Buch der Bibel in der Kirchengeschichte einen außerordentlich tiefen Abdruck hinterlassen. Heute: Unser Leben als Kinder Gottes.

Denn die vom Geist Gottes getrieben werden,

das sind Söhne und Töchter Gottes. Röm 8,14

So haben wir in der ersten Lesung gehört. Wir haben den Geist der Kindschaft Gottes empfangen. Wir sind seine Kinder. Deswegen beginnt auch das Grundgebet der Christen mit: Vater unser.

 

Im Markusevangelium lesen wir im 10. Kapitel das Wort von den Kindern: Ihnen gehört das Reich Gottes.

Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind,

wird nicht hineinkommen. 10,15

Heute kommen bei uns 11 Buben und 6 Mädchen zur Erstkommunion. Trotz Corona haben sie sich lange vorbereiten können, zuhause und in der Schule im Religionsunterricht. Das Vermächtnis von Jesus ‚Das ist mein Leib, das ist mein Blut‘ hören seine Freunde erst nach Jahren, knapp vor seinem Tod. Als sollte das daran erinnern, dass das Verstehen ein langes Miteinander erfordert. Wir kennen das ja aus unserem eigenen Leben. Sein Leib, sein Blut – die Wandlung, ein lebenslanger Prozess. Eltern und Lehrerinnen, Großeltern und viele andere stammeln die Sätze von Christine Busta:

Zum ersten Mal Brot in deiner Hand wie damals in meiner.

Wie bin ich froh, mein Kind, dass dieses Brot nun mit dir geht:

Brot für den Weg, Brot auf dem Weg; durch Wasser und Wüste,

durch Feuer und Sturm, bis ans Ende der Welt.

Sepp Franz

 

 

Notizen

 

In diese Woche fällt das Fest Fronleichnam. Am Donnerstag um 10 Uhr beginnen wir auf dem Kirchplatz, danach feiern wir Eucharistie in der Kirche.

Am Donnerstagabend um 19 Uhr ist Taufgespräch für jene, die ihr Kind am Wochenende taufen lassen möchten – Donnerstag im Pastoralhaus.

 

Am Samstag um 14 Uhr taufen wir die kleine Stella-Marie.