Flügler oder Flüglerinnen der Drachenbauerin Anna Rubin / Foto: Michael Lio


7. Sonntag der Osterzeit


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BIBELTEXT

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aus der Apostelgeschichte                                                                                                                                                                                1,12–14

12 Da kehrten sie vom Ölberg nach Jerusalem zurück; dieser liegt nahe bei Jerusalem, nur einen Sabbatweg weit weg.

13 Und als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach, wo sie sich aufzuhalten pflegten: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas; Philippus und Thomas; Bartolomäus und Matthäus; Jakobus, der Sohn des Alfäus, Simon der Eiferer und Judas, der Sohn des Jakobus.

14 Dort hielten sie alle einmütig fest am Gebet, zusammen mit den Frauen, mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Geschwistern.

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Johannes                                                                                                                                                              17,1–11a

So redete Jesus, und er erhob seine Augen zum Himmel und sprach:

Vater, die Stunde ist gekommen, verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.

2 Denn du hast ihm Macht gegeben über alle Sterblichen, damit er alles, was du ihm gegeben hast, ihnen gebe: ewiges Leben.

Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzig wahren Gott, erkennen und den, den du gesandt hast, Jesus Christus.

Ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das Werk vollendet habe, das zu tun du mir aufgetragen hast.

Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.

Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt.

Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wirklich erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast.

Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein.

10 Und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein, und in ihnen bin ich verherrlicht.

11 Ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. 

Zürcher Bibel 

 

 

Duo Minerva, Danzas Españolas 

(falls zur Auswahl: Im Browser anhören, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

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KOMMENTAR

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7. Sonntag der Osterzeit - der letzte Sonntag vor Pfingsten

Die Jünger gingen in das Obergemach, wo sie nun ständig blieben - so heißt es in der Apostelgeschichte.

Auch wir waren nun lange Zeit zu Hause, in unserer Familie, ohne viel Außenkontakt. Wir warten, verharren – endlich langsame Öffnungen, schrittweises Hochfahren des Alltags.

Die Jünger warten auf den versprochenen Heiligen Geist – sie brauchen Ermutigung, Beistand, Geleit.

Und wir? Wir brauchen dringend jemand, der uns sagt: ‚Alles wird gut‘, wir brauchen soziale Kontakte, wir brauchen jemand, der uns Halt gibt in Unsicherheit, Ängsten und Einsamkeit. Wir brauchen einander, wir brauchen Gott – für ein gelingendes Miteinander, für das Vertrauen in uns und unsere Stärken, für das Durchhalten in Grenzerfahrungen.

Die Ausstellung von Anna Rubin ‚Mir wird so leicht‘ kommt da genau zur rechten Zeit. Sie soll Inspiration sein, um der Gelassenheit Raum zu geben, um das Gottvertrauen zu stärken, um unsere Sehnsucht nach Leben und Leichtigkeit zu nähren.

Komm, Heiliger Geist, und kehre bei uns ein.

Silvia Feuerstein

 

 

 

Bilder der Einkehr

 

sich bücken

und

in den Sand

schreiben

 

die Augen

schliessen

und Lehm darauf

streichen

 

Thomas Jenelten

 

 

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NOTIZEN

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Ausnahmezustand

 

Die Lockerungen aus den Einschränkungen in der Coronasituation werden behutsam gemacht, in kleinen Schritten.

Gottesdienste können wieder gefeiert werden, allerdings mit ganz erheblichen Auflagen.

 

Nach gründlichen Beratungen haben wir entschieden,

mit der Eucharistiefeier am Sonntag noch zu warten.

Die Vorgaben sind zu aufwändig und auch zu kompliziert.

 

Zur Gottesdienstzeit von 10 – 11h ist in der Kirche Orgel- oder Klaviermusik geplant.

Der Kirchenraum in seiner Stille bleibt als wertvoller Rückzugsraum geschmückt und offen.

 

Bei den Gabentischchen ist ein Pult aufgestellt:

Das Lektionar 'Sonntagsgottesdienste' ist aufgeschlagen,

Texte, Gedanken zum Sonntag liegen auf.

Die Blätter sind natürlich zum Mitnehmen da!

 

Wir wissen um den tiefen Wunsch mancher, die hl. Kommunion zu empfangen.

Wer dies möchte, kann sich gerne melden (05578 75706).

 

Wir bitten um euer Verständnis, um eure Geduld.