5. Sonntag im Jahreskreis

7. Februar 2021


Schrifttexte

 

aus dem ersten Brief an die Korinther                                                         9,16–19.22–23

Der Rechtsverzicht des Apostels

16 Denn wenn ich das Evangelium verkündigte, habe ich ja davon noch keinen Ruhm; ein Zwang liegt nämlich auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündige!  17 Wenn ich dies freiwillig täte, stände mir Lohn zu; wenn ich es aber unfreiwillig tue, dann bin ich mit einem Verwalteramt betraut.

18 Was ist nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium verkündige und es unentgeltlich anbiete und so mein im Evangelium begründetes Recht nicht ausschöpfe.

Frei gegenüber allen - frei für alle

19 Denn weil ich frei bin gegenüber allen, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele zu gewinnen.

22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, um die Schwachen zu gewinnen; allen bin ich alles geworden, um in jedem Fall einige zu retten.

23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um Anteil zu bekommen an ihm.

Zürcher Bibel

 

 

 

aus dem Evangelium nach Markus                                                                         1,29–39

Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus

29 Und sogleich verließen sie die Synagoge und gingen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und des Andreas.

30 Die Schwiegermutter des Simon aber lag mit hohem Fieber im Bett; und sogleich erzählten sie ihm von ihr.

31 Und er trat herzu, nahm ihre Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie bewirtete sie.

Weitere Heilungen

32 Am Abend aber, als die Sonne untergegangen war, brachten sie alle Kranken und Besessenen zu ihm.

33 Und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.

34 Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und die Dämonen liess er nicht reden, weil sie ihn kannten.

Aufbruch aus Kafarnaum

35 Und in der Frühe, als es noch finster war, stand er auf, ging hinaus und begab sich an einen einsamen Ort, und dort betete er.

36 Simon aber und seine Gefährten eilten ihm nach.

37 Und sie fanden ihn, und sie sagen zu ihm: Alle suchen dich!

38 Und er sagt zu ihnen: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Weiler, damit ich auch dort verkündige. Denn dazu bin ich gekommen.

39 Und er ging und verkündigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

Zürcher Bibel

 

 

Sonntag, 7. Februar

 

Nun ist die Lockerung da. Für manche sehnsüchtig erwartet, anderen bereitet die Gesamtsituation Sorge. Virus-Mutationen sind nun auch in Vorarlberg nachgewiesen – ein Umstand, der nicht unbedingt zur Beruhigung beiträgt. Wir feiern in Dankbarkeit Gottesdienst, auch in Erinnerung an alle, die in den letzten Wochen besonders gelitten und an jene, die an den Betten der Spitäler Dienst getan haben.

1. Korintherbrief Paulus hat 1 ½ Jahre in Korinth als Zeltmacher gearbeitet und die Gemeinde von Korinth gegründet. Dann zieht er nach Ephesus. Von dort schreibt er den Brief an die Gemeinde in Korinth: Damals eine junge Weltstadt mit circa 100.000 Einwohnern. Wirtschaft und Kultur blühen. Geld, Einfluss, Besitz … sind die Garantie für Ansehen, die bestimmenden Kriterien der Leute. So beginnt Paulus auch seinen Brief mit den Versen:

was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist. 1 Kor 1,27–29

Die Christengemeinde wird größer. Damit wachsen auch die Schwierigkeiten: Es gibt erhebliche Spannungen zwischen arm und reich, zwischen solchen, die zu Petrus halten und anderen, denen Paulus die maßgebliche Autorität ist. Paulus sagt ja auch, dass er mit Furcht und Zittern nach Korinth gekommen ist. Aber:

Ich hatte beschlossen, bei euch nichts anderes zu wissen außer das eine:                

Jesus Christus, und zwar den Gekreuzigten. 1 Kor 2,2

Das ist das Fundament der Christengemeinde in Korinth. Er legt es in eine Gemeinde, in der es Streit und Hader und Konflikte en masse gibt. Er sagt ihnen: Wir bauen auf Jesus Christus, der keinen Erfolg hat, der auf keine Lobby zählen kann. Und Jesus Christus? Ihn schlagen sie ans Kreuz. Paulus sagt ihnen:

Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, um die Schwachen zu gewinnen. 1 Kor 9,22

Die Christengemeinde wächst, wird stark und behauptet sich in einer Gesellschaft, die anderen Werten und Richtlinien folgt. Markus Wer Jesus in Wahrheit ist, beschreibt das Markusevangelium von Anfang an.

Ein Dämon schreit ihn an:

‚Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes‘. Mk 1,24

Danach verbietet Jesus den Dämonen zu reden, weil sie ihn kennen.

Erst unterm Kreuz in Jerusalem nimmt es der römische Hauptmann wieder auf:

‚Ja, dieser Mensch war wirklich Gottes Sohn‘. Mk 15,39

Markus schreibt das Evangelium um 70 nach Christus. Es ist wahrscheinlich also das älteste der vier Evangelien. 30 Jahre später bestätigt Papias von Hierapolis: ‚Markos war der Dolmetscher des Petrus und schrieb sorgfältig auf, was er im Gedächtnis behalten hatte‘. Heute die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, dann weitet sich das Geschehen:

‚Und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt‘. Mk 1,33

Jesus wird zu dem, den alle suchen. So ist es ja geblieben durch die Jahrhunderte bis heute: Bei den Großen und bei den Kleinen, bei den Kranken und bei den Gesunden, in der Not und in aller Freude. ‚Und sie fanden ihn, und sie sagen zu ihm:

Alle suchen dich!‘ Mk 1,37  

Sepp Franz

 

 

 

Andreas Paragioudakis mit seiner Cretischen Laute

(falls zur Auswahl: Listen in browser, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

... aufgenommen im Gottesdienst in der Pfarrkirche Fußach am 25. Oktober 2020

Mit diesem Link gelangen Sie zur Musik von Andreas Paragioudakis: https://andreasparagioudakis.bandcamp.com

 

 

Notizen

 

Der 3. Lockdown seit Beginn der Pandemie ist für uns nun beendet.

Wir feiern am Sonntag wieder Gottesdienst um 8 und um 10 Uhr. Wir tun es in der gebotenen Vorsicht und Rücksicht.

 

In der Stille der vergangenen Wochen haben wir vier Bestattungen vorgenommen:   

Frau Blanka Österle

Herr Leonhard Weiß

Frau Rosa Rauter

Frau Lore Mayr

An sie erinnern wir in Dankbarkeit.

 

Informatives kann in den kommenden Wochen nachgelesen werden: Auf der Infotafel im Haupteingang der Kirche, im Gemeindeblatt und auch auf unserer Homepage pfarrefussach.at.

 

Die Gabenkörbchen für das heutige Kirchenopfer sind bei den Ausgängen aufgestellt.

 

Eine Kontaktaufnahme ist zu den Bürozeiten telefonisch unter der Nummer +43 5578 75706 oder jederzeit per E-Mail info@pfarrefussach.at gerne möglich.