5. Sonntag der Osterzeit


Duo Minerva, Román Népi Tancok - No.1 Joc Cu Beta

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BIBELTEXT

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aus dem Evangelium nach Johannes                                                                                                                                                                                    10,1-12 
1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 

2 Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wäre es nicht so, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um euch eine Stätte zu bereiten? 

3 Und wenn ich gegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. 

4 Und wohin ich gehe - ihr wisst den Weg.

5 Thomas sagt zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir da den Weg kennen? 

6 Jesus sagt zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich. 

7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Von jetzt an kennt ihr ihn, ihr habt ihn gesehen.

8 Philippus sagt zu ihm: Herr, zeig uns den Vater, und es ist uns genug. 

9 Jesus sagt zu ihm: So lange schon bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? 

10 Glaubst du denn nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, rede ich nicht aus mir: Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. 

11 Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt es wenigstens um der Werke willen. 

12 Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke, die ich tue, auch tun, ja noch größere wird er tun, denn ich gehe zum Vater. 

Zürcher Bibel

  

 

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SONNTAG, 10. MAI. MUTTERTAG.

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Sonntag, 10. Mai. Muttertag. Heuer wohl ein bißchen anders. Auf Abstand.

Der Tisch im Restaurant ist nicht bestellt. Dort steht an der Tür: Sorry, we're closed. So gibt es das Sonntagsmenü zuhause; und den Kuchen am Nachmittag auch. Opa, Oma. Freunde, Freundinnen. 

Alles ein wenig anders. Zuhause. Daheim. 

Tochter Yvonne hat ihre Wohngemeinschaft in Wien gekündigt, der Sohn André die in Innsbruck auch. Das Kinderzimmer mit den zarten und den bewegten Erinnerungen erwacht wieder.

Und wenn die Pandemie Ungezählte lehrt, das Daheim zu schätzen, neu zu entdecken, so erzählt sie auch von den anderen. An die 700.000 Obdachlose leben allein in Deutschland: EU-Bürger und Bürgerinnen, Flüchtlinge, geschiedene Männer und Frauen, Illegale, vom Leben Ausgestoßene, alte und junge Menschen. Ihre Hauslosigkeit macht sie in der Zeit der Corona noch anfälliger für alle möglichen Krankheiten, für Hunger und Depression.  

Der Satz aus dem Evangelium: ,Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen'. 

Sein Vater. Die vielen Wohnungen. ,Ich gehe, euch eine Stätte zu bereiten'.

Der Mangel in dieser Welt. Die Unerträglichkeit des Alltags für manche. Sein Wort: ,Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben' Joh 10,10. Bilder der Zuversicht, die sich durch unsere Zeit ziehen in der Freude und in der Not, in der Fremde und auch im Daheim. 

Jesus sagt: ,Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich'!

Sepp Franz

 

 

Was bin ich denn betrübt?

Ist hinter allen Dingen

die scheinbar nicht gelingen

doch einer der mich liebt

und hinter Weh und Trauern,

Einsamkeit und Kauern

in einer kalten Welt

ist Gott, der vor dem Garten

mich eine Weil lässt warten

bis ihm mein Herz gefällt. 

Silja Walter

  

 

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NOTIZEN

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Ausnahmezustand

 

Aus Feldkirch heisst es:

Ab kommendem Sonntag, 17. Mai 2020,

ist die Feier öffentlicher Gottesdienste grundsätzlich wieder möglich.

 

Allerdings sind damit so viel strikte Vorgaben verbunden, dass es uns überhaupt nicht möglich erscheint,

unter solchen Umständen miteinander 'öffentlich' Eucharistie zu feiern:

Der Gottesdienst wird mit unzähligen Rubriken und Anordnungen,

mit Geboten und Verboten bis zur Unkenntlichkeit belegt.

Die innere Hoheit von Eucharistie wird damit zerstört.

Das möchten und dürfen wir nicht.

Andere müssen warten. Die Solidarität mit ihnen allen werden wir teilen.

Wir werden also keine Eucharistie feiern.

 

So bleibt der Kirchenraum in seiner Stille wie ein wertvoller Rückzugsraum geschmückt und offen.

Ob und wie wir eventuell am nächsten Sonntag feiern,

werden wir im Newsletter, im Gemeindeblatt und in anderen Medien mitteilen.

 

Bei den Gabentischchen ist ein Pult aufgestellt:

Das Lektionar 'Sonntagsgottesdienste' ist aufgeschlagen.

Texte, Gedanken zum Sonntag liegen auf.

Die Blätter sind natürlich zum Mitnehmen da!