Foto: Echinacea


33. Sonntag im Jahreskreis


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BIBELTEXTE

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aus dem ersten Brief an die Thessalonicher               5,1–6

Leben im Vorschein der Zukunft

1 Über Zeiten und Fristen aber, liebe Brüder und Schwestern, braucht euch niemand zu belehren. 2 Ihr wisst ja selber genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wenn die Leute sagen: Friede und Sicherheit, dann wird das Verderben so plötzlich über sie kommen wie die Wehen über die Schwangere, und es wird kein Entrinnen geben. 4 Ihr aber, liebe Brüder und Schwestern, lebt nicht in der Finsternis, so dass euch der Tag überraschen könnte wie ein Dieb. 5 Ihr seid ja alle ‹Söhne und Töchter des Lichts› und ‹Söhne und Töchter des Tages›; wir gehören nicht der Nacht noch der Finsternis. 6 Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein! 

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Matthäus                          25,14–21

Die Geschichte vom anvertrauten Geld

14 (Das Himmelreich) Es ist wie mit einem, der seine Knechte rief, bevor er außer Landes ging, und ihnen sein Vermögen anvertraute; 15 und dem einen gab er fünf Talent, dem andern zwei, dem dritten eines, jedem nach seinen Fähigkeiten, und er ging außer Landes. Sogleich 16 machte sich der, der die fünf Talent erhalten hatte, auf, handelte damit und gewann fünf dazu, 17 ebenso gewann der, der die zwei hatte, zwei dazu. 18 Der aber, der das eine erhalten hatte, ging hin, grub ein Loch und verbarg das Geld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und rechnet mit ihnen ab. 20 Und der, der die fünf Talent erhalten hatte, trat vor und brachte fünf weitere Talent und sagte: Herr, fünf Talent hast du mir anvertraut; fünf Talent habe ich dazugewonnen. 21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du bist ein guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles will ich dich setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn!

Zürcher Bibel

 

 

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SONNTAG, 15. NOVEMBER 

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Hohe Rabatte haben dem ab kommender Woche bevorstehenden harten Lockdown noch einmal gute Geschäfte gebracht. Die Sorge, für die nächste Zeit in ein finanzielles Loch zu fallen, geht in zahlreichen Familien und in Betrieben um, und gerade Solo-Selbständige und Kulturschaffende durchleben bittere Monate. Wir gehen eher unsicheren Zeiten entgegen, sind für konkrete Planungen weithin überfordert.

 

 

der 1. Brief an die Thessalonicher  

 

Paulus schreibt ihn 50 oder 51 nach Christus in Korinth. Es ist der erste überlieferte Brief von Paulus und damit wahrscheinlich das älteste Schriftstück des Neuen Testamentes.

 

Paulus hat die Gemeinde in Thessalonich, heute Thessaloniki, in einer Zeit gegründet, in der Staat und Gesellschaft stark und bis in die Familien hinein einflussreich sind. Das römische Reich verspricht pax et securitas, Frieden und Sicherheit.

 

Paulus greift das in seinem Brief auf und sagt seiner Gemeinde: Das kann sich über Nacht ändern. Kleidet euer Leben nicht auf solche Versprechen.

 

Schlagworte der Mächtigen im Land haben eine Ablaufzeit, ihr habt ein tieferes Ziel:

 

       Ihr seid ja alle Söhne und Töchter des Lichts

 

       und Söhne und Töchter des Tages;

 

       wir gehören nicht der Nacht noch der Finsternis. 1 Thess 5,5

 

 

 

Matthäus

 

Nach der Geschichte von den klugen und den törichten Jungfrauen steht im Matthäusevangelium die Erzählung vom anvertrauten Geld. Der Herr geht auf Reisen und gibt den Sklaven sein Kapital in die Hände. Eine gängige Praxis. Der Gewinn gehört dem Herrn, für den Verlust muss der Sklave selber aufkommen.

 

Matthäus legt diese Geschichte wieder an den Schluss des Evangeliums, gleich vor das große Endgericht:

 

        ‚und alle Völker werden sich vor ihm versammeln‘ Mt 25,32

 

Mit dem Kapital des Herrn muss ich arbeiten, es nicht einfach brachliegen lassen oder vergraben. Es ist ja nicht mein Kapital, sondern das des Herrn. Ich bin lediglich sein Verwalter.

 

Jesus gibt seinen Freunden und Freundinnen sein Kapital mit. Dafür stellt er das Doppelgebot der Liebe ins Zentrum. In diesen Dienst sich stellen und dafür dann auch Rechenschaft ablegen – eine Lebensaufgabe allemal:

 

        Recht so, du bist ein guter und treuer Knecht!

 

        Über weniges warst du treu, über vieles will ich dich setzen.

 

        Geh ein in die Freude deines Herrn! Mt 25,23

Sepp Franz

 

 

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NOTIZEN

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Zur kommenden Woche:

 

o      Herta Rupp, geb. Nagel, von der Ferdinand-Weiß-Straße wird in dieser Woche im engsten Familienkreis verabschiedet.

 

o      Am vergangenen Dienstag ist Frau Margot Nägele, geb. Madlener, gestorben. Sie ist am 17. Oktober 1958 in Dornbirn geboren und wohnte im Polder 10. Sie hinterlässt ihren Mann Wilfried, Sohn Benjamin und Tochter Rebecca. Den Umständen dieser Zeit folgend werden wir sie in dieser Woche verabschieden. Die Urne wird, ihrem Wunsch entsprechend, in Dornbirn beigesetzt. 

 

o    Die katholische Kirche setzt während des neuen Lockdowns zu Covid–19 die öffentlichen Gottesdienste befristet aus. Das kündigte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Salzburgs Erzbischof Franz Lackner an. 

Für uns heißt das: Die nächsten Sonntage feiern wir keine Gottesdienste in unserer Kirche. Wir werden und dürfen bestimmt nicht zu sozialen Kontakten einladen, wenn der harte Lockdown für alle verpflichtend ist. Die Kirche ist natürlich jeden Tag offen.

 

 

o    Die Opferkörbchen sind bei den Ausgängen auf den Kirchplatz und zum Friedhof hin aufgestellt; ein herzliches Danke für jede Gabe.

 

o    Die Texte zum Sonntag liegen bei der Infotafel und beim Ausgang zum Friedhof auf. Wer mag, kann gerne davon mitnehmen.