3. Sonntag der Osterzeit


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EINFÜHRUNG

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Emmaus.
Die beiden, Kleopas und der andere Jünger, haben ihre Niedergeschlagenheit ausgetauscht.
Dass alles so danebengegangen ist.
Wo dieser Jesus doch so tiefe Erwartungen geweckt hat.
Und dann: Verurteilung. Kreuz. Tod.
So sind sie miteinander zur ,warmen Quelle', wie Emmaus übersetzt heisst, gewandert.
Das hat wohl gut getan. Miteinander reden, weinen und lachen.
Das Geheimnis der Geschichte.
Und bei uns jetzt? 
Abstand. 
,Komm mir nicht zu nahe!'
Selbst Kinder sollen Masken tragen.
Wird soziale Distanz zur Normalität? 
Wird unsere Gesellschaft davon auf Dauer geprägt werden?
Das Geheimnis dieser Geschichte verstehen lernen?
Sepp Franz

 

Ein riesenhafter alter Mann führte einen kleinen Jungen am Rand der Landstraße hinaus in die Felder, zum grünen Dreieck oder Zwickel dort, die Hand des Alten auf der Schulter des Jungen; sie gingen sehr langsam, Schritt für Schritt, einen Fuß vor den andern setzend, und ich sah dort Abraham und Isaak gehen, auf dem Weg zum Opfer. Als ich aber näher kam, war der alte Mann blind, ohne Augen, mit einer dunklen Brille, und mithilfe der Hand auf der Schulter des Kindes ließ er sich führen, und immer wieder hob er so im Gehen lächelnd den Kopf zum Himmel.
Peter Handke ,Gestern unterwegs'

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EVANGELIUM

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aus dem Evangelium nach Lukas                                                                                                                                                                     24,13-35
13 Und da waren am selben Tag zwei von ihnen unterwegs zu einem Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. 14 Und sie redeten miteinander über all das, was vorgefallen war. 15 Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen, dass Jesus selbst sich zu ihnen gesellte und sie begleitete. 16 Doch ihre Augen waren gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten. 17 Er aber sagte zu ihnen: Was sind das für Worte, die ihr da unterwegs miteinander wechselt? Da blieben sie mit düsterer Miene stehen. 18 Der eine aber, mit Namen Klopas, antwortete ihm: Du bist wohl der Einzige, der sich in Jerusalem aufhält und nicht erfahren hat, was sich in diesen Tagen dort zugetragen hat. 19 Und er sagte zu ihnen: Was denn? Sie sagten zu ihm: Das mit Jesus von Nazaret, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk, 20 und wie unsere Hohen Priester und führenden Männer ihn ausgeliefert haben, damit er zum Tod verurteilt würde, und wie sie ihn gekreuzigt haben. 21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde; doch jetzt ist es schon drei Tage her, seit dies geschehen ist. 22 Doch dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören, in Schrecken versetzt. Sie waren frühmorgens am Grab, 23 und als sie den Leib nicht fanden, kamen sie und sagten, sie hätten gar eine Erscheinung von Engeln gehabt, die gesagt hätten, er lebe. 24 Da gingen einige der Unsrigen zum Grab und fanden es so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn aber haben sie nicht gesehen. 25 Da sagte er zu ihnen: Wie unverständig seid ihr doch und trägen Herzens! Dass ihr nicht glaubt nach allem, was die Propheten gesagt haben! 26 Musste der Gesalbte nicht solches erleiden und so in seine Herrlichkeit eingehen? 27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften über ihn steht. 28 Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie unterwegs waren, und er tat so, als wolle er weitergehen. 29 Doch sie bedrängten ihn und sagten: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich schon geneigt. Und er ging hinein und blieb bei ihnen. 30 Und es geschah, als er sich mit ihnen zu Tisch gesetzt hatte, dass er das Brot nahm, den Lobpreis sprach, es brach und ihnen gab. 31 Da wurden ihnen die Augen aufgetan, und sie erkannten ihn. Und schon war er nicht mehr zu sehen. 32 Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz, als er unterwegs mit uns redete, als er uns die Schriften aufschloss? 33 Und noch zur selben Stunde standen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die elf versammelt und die, welche zu ihnen gehörten; 34 die sagten: Der Herr ist tatsächlich auferweckt worden und dem Simon erschienen. 35 Und auch sie erzählten, was unterwegs geschehen war und wie er von ihnen am Brechen des Brotes erkannt worden war.
Zürcher Bibel

 

 

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NOTIZEN

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Ausnahmezustand
Die Bundesregierung hat angekündigt, dass ab 15. Mai wieder Gottesdienste unter öffentlicher Beteiligung möglich sind. 
Wie das umgesetzt werden kann,
mit allen Beschränkungen wie Abstand, Mund-Nasen-Schutz etc., 
ist unklar und soll in dieser kommenden Woche 
entschieden und verlautbart werden.
An diesem Sonntag, 26. April, hätten wir Erstkommunion gefeiert. Das haben wir nun verschoben auf den 11. Oktober. Auch die Firmung kann zum anfangs geplanten Termin nicht stattfinden. Wir werden sie am 27. September feiern.
Der Kirchenraum bleibt in seiner Stille wie ein wertvoller Rückzugsraum geschmückt und offen. 
Am Sonntagvormittag (10h - ca. 11h) wird Orgelmusik zu hören sein.
Bei den Gabentischchen ist ein Pult aufgestellt: Das Lektionar 'Sonntagsgottesdienste' ist aufgeschlagen, Texte, Gedanken zum Sonntag liegen auf. Die Blätter sind zum Mitnehmen da!

 

 

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ERSTKOMMUNION

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Unser Weg zur Erstkommunion:
Aaron hat sich sehr gefreut. Endlich ein Großer, endlich auch mal die Hostie probieren (wie die wohl schmeckt). Vorne, mit seinen Freunden, um den Altar stehen und das Kreuz von unserem Pfarrer zu bekommen. Den Gang zur Kirche, festlich, begleitet vom Musikverein.
Auch hätte er sich sehr über das Festessen danach gefreut. Den schönen Anzug anziehen, den er sich extra für die Erstkommunion aufgehoben hat. Mittlerweile passt nur noch die Jacke, aus der Hose ist er rausgewachsen. 
Die erste Tischrunde war sehr spannend und aufregend. Das Basteln, mit seinen Freunden, war toll.
Wir hätten die 2. Tischrunde "Brot" ausgerichtet. Er hatte schon Pläne, was wir alles machen sollen. Tischset basteln, Brot und Zopf backen. Eine Woche nach dem Shutdown von Covid19. Die Einladungen waren gebastelt und verteilt. So wurden wir ausgebremst. Unser Weg ist ein anderer. 
Wir freuen uns auf das Fest - es wird ein Besonderes werden. Wir sind guter Dinge.
Angelika Lässer

 

 

Liebe Erstkommunionkinder und Familien ...

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Sepp Franz, Pfr.

 

Moritz - Inka - Kacper - Magda - Samuel - Elisa - Leonie - Aaron - Jamie - Leandro - Manuel - Luis - Gabriel - Selin - Lina - Thora - Nevio - Magdalena

Die Erstkommunion wird am 11. Oktober 2020 stattfinden.