28. Sonntag im Jahreskreis


------------------------

BIBELTEXTE

------------------------

  

Lesung aus dem Buch Jesaja                               25,6–10a

Das Freudenmahl

6 Auf diesem Berg aber wird der HERR der Heerscharen allen

Völkern ein fettes Mahl zubereiten, ein Mahl mit alten Weinen, mit fettem Mark,

mit alten, geläuterten Weinen.

7 Und verschlingen wird er auf diesem Berg die Hülle, die

Hülle über allen Völkern, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist.

8 Den Tod hat er für immer verschlungen, und die Tränen wird

Gott der HERR von allen Gesichtern wischen, und die Schmach seines Volks wird

er verschwinden lassen

von der ganzen Erde, denn der HERR hat gesprochen.

9 Und an jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott,

auf ihn haben wir gehofft, dass er uns hilft! Das ist der HERR, auf ihn haben

wir gehofft. Lasst uns jubeln und froh sein über seine Hilfe!

10 Denn die Hand des HERRN ruht auf diesem Berg.

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Matthäus                      14,13–21

Die Speisung der fünftausend

13 Jesus, der davon gehört hatte, fuhr in einem Boot von dort weg und zog sich an einen einsamen Ort zurück, wo er für sich war. Als die Leute das erfuhren, folgten sie ihm zu Fuß aus den Städten. 14 Als er ausstieg, sah er viel Volk versammelt. Da hatte er Mitleid mit ihnen, und er heilte die Kranken unter ihnen. 15 Als es Abend wurde, traten seine Jünger zu ihm und sagten: Abgelegen ist der Ort und die Stunde vorgerückt. Schick die Leute in die Dörfer, damit sie sich etwas zu essen kaufen können! 16 Jesus aber sagte zu ihnen: Sie brauchen nicht wegzugehen, gebt ihr ihnen zu essen! 17 Sie aber sagten zu ihm: Wir haben hier nichts außer fünf Broten und zwei Fischen. 18 Er sagte: Bringt sie zu mir! 19 Und er befahl den Leuten, sich im Gras niederzulassen, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, und die Jünger gaben sie den Leuten. 20 Und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brocken, zwölf Körbe voll. 21 Es waren an die fünftausend Männer, die gegessen hatten, Frauen und Kinder nicht mitgezählt.

Zürcher Bibel

 

 

 

-------------------------------------------------------------------------------------

SONNTAG, 11. OKTOBER - ERSTKOMMUNION

------------------------------------------------------------------------------------

 

Erntedank am vergangenen Sonntag. Davor Firmung.

Mitten drinnen hat der Papst seine dritte Enzyklika veröffentlicht: ‚Fratelli tutti‘. Sie wird recht unterschiedlich kommentiert.

Die Pandemie hat auch bei uns die gesamte Planung durcheinander gewirbelt.

Nun steigen fast überall die Fallzahlen wieder, zum Teil dramatisch. Die so gegensätzlichen Sichtweisen machen natürlich auch in Vorarlberg keine Ausnahme.

 

Jesaja

Heute haben wir wieder in der ersten Lesung einen Text aus dem frühen Jesajabuch gehört. ‚Das Freudenmahl‘ – so überschreibt es eine Übersetzung. Die Erinnerung an den Berg Sinai, nach dem Auszug aus dem Land der Knechtschaft, wo auch von einer Versammlung die Rede war und vom Festmahl auf einem Berg.

Jetzt aber wird dieses Festmahl am Berg Zion, in Jerusalem, ausgerichtet. Es soll ein Festmahl für alle Völker sein, nicht nur für die Israeliten.

In dieser Lesung hören wir einen im Alten Testament eigentlich ganz seltenen Text, der die Frage eines Lebens nach dem Tod stellt:

Den Tod hat er für immer verschlungen,

und die Tränen wird Gott der HERR von allen Gesichtern wischen. Jes 25,8

Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ist dem Alten Testament weitgehend fremd. Hier tönt die Ahnung an, die erst sehr viel später akut wird.

 

Matthäus

Das Mahl auf dem Berg – die Speisung der fünftausend.

Die so entscheidend mitlaufende Aufforderung:

Sie brauchen nicht wegzugehen, gebt ihr ihnen zu essen!. Mt 14,16

Erstkommunion. Das Brot.

Die Eltern. Die Väter. Die Mütter. Die Alleinerziehenden. Erinnerung an die eigene Erstkommunion. Damals.

Die Erzählung einer Selbstverständlichkeit, die Eltern ganz eigen ist, das, was Eltern ja Tag für Tag tun … ihnen zu essen geben:

Das gute Wort, lachen, singen, tanzen, beten … trösten, zuhören, Zeit haben, mit ihnen auch weinen, Hausaufgaben machen, wenn es nötig ist. Korrigieren zählt auch dazu, Grenzen ziehen, loben, bestätigen.

Und heute: Das heilige Brot.

Das, was unbedingt angeht, was zuinnerst liegt. 5 Brote und 2 Fische. Nicht viel. Aber es langt für alle. Wenn wir miteinander teilen, bleiben ja noch Körbe übrig.

Sie brauchen nicht wegzugehen, gebt ihr ihnen zu essen!. Mt 14,16

Sepp Franz

 

 

------------------

NOTIZEN

------------------

  

Am nächsten Sonntag erinnern wir an die im letzten Jahr um diese Zeit Verstorbenen:

Karl Gugele, Seestraße 41, Klaus Gugele, Wiesenstraße 6, Josef Kuster, Harder Straße 37

und

an Ronja Haid, Mahd 49.

 

Finissage

Durch die Corona-Zeit hat uns die Installation von Anna Rubin 'mir wird so leicht' hier in der Kirche begleitet. 55 Drachengebilde, luftig und leicht, erzählen von der Welt, die wir nicht sehen, die wir aber auch in uns tragen. So schwer unser Leben auch sein mag, so stark Nähe auch eingeschränkt wird, diese sichtbaren Seelen oder Kelche oder offenen Hände oder was sie auch für Namen haben mögen, geben der Auferstehung mitten unter uns fortwährend Wirklichkeit. Ihre Botschaft haben neben tausend anderen die 40 Firmlinge und unsere 16 Erstkommunikanten mit allen ihren Angehörigen

vernommen. Am kommenden Sonntagabend um 19h beenden wir mit Musik, Tanz und schönen Texten die diesjährige Ausstellung. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sein mögen und bitten, eben wegen Corona, um Anmeldung im Pfarrbüro oder über unsere Homepage.