25. Sonntag im Jahreskreis


Schrifttexte

 

aus dem Jakobusbrief                    3,16–18; 4,1–3  

16 Denn wo Eifersucht und Rechthaberei herrschen, da ist nichts als Unordnung und fauler Zauber.

17 Die Weisheit aber, die von oben kommt, ist zuerst einmal lauter, dann aber auch friedfertig, freundlich, wohlwollend, voller Barmherzigkeit und voll guter Früchte, unparteiisch, fern jeder Verstellung.

18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden gesät – für alle, die Frieden stiften.

Hinwendung zu Gott

4 1 Woher kommen denn die heftigen Auseinandersetzungen unter euch, woher die Machtkämpfe? Doch von den Begierden, die in euren Gliedern zum Krieg rüsten!

2 Ihr begehrt und habt doch nicht, ihr geht über Leichen und giert und könnt doch nicht erlangen, ihr kämpft und führt heftige Auseinandersetzungen. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.

3 Bittet ihr aber, so empfangt ihr nichts, weil ihr verkehrt bittet: Ihr bittet, um euren Begierden Befriedigung zu verschaffen.

 

 

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Markus               9,30–37

Die zweite Leidensankündigung

30 Und sie gingen weg von dort und zogen durch Galiläa, und er wollte nicht, dass jemand es erfahre.

31 Er lehrte nämlich seine Jünger und sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird ausgeliefert in die Hände von Menschen, und sie werden ihn töten, und wenn er getötet worden ist, wird er nach drei Tagen auferstehen.

32 Sie aber verstanden das Wort nicht, doch sie fürchteten sich, ihn danach zu fragen.

Der Rangstreit unter den Jüngern

33 Und sie kamen nach Kafarnaum. Und als er dann im Haus war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs diskutiert?

34 Sie aber schwiegen. Sie hatten nämlich unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer der Größte sei.

35 Und er setzte sich und rief die Zwölf, und er sagt zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein.

36 Und er nahm ein Kind, stellte es in die Mitte, schloss es in die Arme und sagte zu ihnen:

37 Wer in meinem Namen ein Kind aufnimmt wie dieses, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Zürcher Bibel

 

 

Sonntag, 19. September 2021

 

In dieser vergangenen Woche sind in Vorarlberg 54.304 Kinder und Jugendliche an 290 Schulen ins neue Schuljahr gestartet, darunter 5.090 Erstklässler. Im Hintergrund hoffen Eltern, dass ihre Kinder in der Schule aufgehoben sind, dass sie mit den anderen Schülern und Schülerinnen zurande kommen, dass sie Lehrer und Lehrerinnen haben, die sie mögen.

Jakobusbrief

Wir hören aus dem Jakobusbrief.

Er ist einer der umstrittensten Briefe der Kirchengeschichte –

sowohl was die Abfassungszeit betrifft als auch den Verfasser.

Der Jakobusbrief ist eine Epistel, ein Mahnbrief, vermutlich aus dem syrischen Raum.

Gegensätze werden vorgestellt:

freundlich – gehorsam – voll Erbarmen – reich an guten Früchten.

Auf der anderen Seite:

Eifersucht – Ehrgeiz – Unordnung – böse Taten jeder Art.

Das eine wird 'heilig' genannt und bringt als Frucht Gerechtigkeit und Frieden.

Das andere wird 'unheilig' genannt, bringt keine Frucht, keine neue Saat.

Dort, wo Frieden herrscht, dort wird die Saat der Gerechtigkeit aufgehen.

Jahrhunderte der unseligen Kriege haben das eindrücklich bestätigt.

Das Kind

Am vergangenen Sonntag das große Wort von Petrus: Du bist der Messias.

Seine Erwartung: Jesus – ein Mächtiger, ein Starker, einer, der z.B. die Römer aus dem Land wirft. Jesus weist ihn scharf zurecht:

      Fort mit dir, Satan! Hinter mich.

Heute die zweite Leidensankündigung und das Wort vom Kind.

Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er nahm ein Kind, stellte es in die Mitte, schloss es in die Arme. Mk 9,35–36

So soll sich ihre Gemeinschaft strukturieren:

Nicht von oben her, sondern von unten her, von den Kleinen.

Gestern Vormittag haben wir das 28. Kind in diesem Jahr 2021 getauft. In allen Taufritualen hat das kleine Kind in der Mitte das widergespiegelt, was unser aller Miteinander im Innersten prägt, prägen sollte:

Behutsamkeit – Dankbarkeit – Rücksicht – Freude und vieles mehr. Damit ist die jeweilige Gemeinschaft aufs neue strukturiert worden. Die Hilflosigkeit, das Angewiesensein auf den anderen atmet durch und durch.

Damit hat sich das Christentum in der Geschichte auch aufgebaut und ist zu einer gewaltigen Bewegung geworden.

Und bis heute wissen wir:

Die Kleinen sind die Botschaftsträger, nicht die vor der Welt Großen.

 

Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er nahm ein Kind, stellte es in die Mitte, schloss es in die Arme. Mk 9,35–36 

 

 

Notizen

 

Die Schulen haben mit dem Unterricht begonnen.

Bei uns ist in der kommenden Woche keine Eucharistiefeier geplant. Täglich aber wird in der Kirche um 8h Rosenkranz gebetet. Wer mitmachen mag, ist freundlich dazu eingeladen.

Am nächsten Sonntag feiern wir wieder Wortgottesdienst um 10h.

 

Anschließend präsentiert der Dorfgeschichteverein die ersten drei Stelen ‚Alte Ache‘, ‚Burg‘ und ‚Kirche St. Nikolaus‘ draußen auf dem Kirchplatz. Wer mag ist herzlich dazu eingeladen.