16. Sonntag im Jahreskreis


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BIBELTEXTE

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aus dem Brief an die Gemeinden in Rom                                                                                                                                          8,26–27

26 In gleicher Weise aber nimmt sich der Geist unserer Schwachheit an;

denn wir wissen nicht, was wir eigentlich beten sollen; der Geist selber jedoch tritt für uns ein mit wortlosen Seufzern.  

27 Er aber, der die Herzen erforscht, er weiß, was das Sinnen des Geiste ist, weil er dem Willen Gottes gemäß für die Heiligen eintritt. 

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Matthäus                                                                                                                                                13,24–30                   

24 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor: 

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem, der guten Samen auf seinen Acker säte.

25 Doch während die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und machte sich davon.

26 Als die Saat aufging und Frucht brachte, da kam auch das Unkraut zum Vorschein.

27 Da kamen die Knechte zum Hausherrn und sagten: Herr, war es nicht guter Same, den du auf deinen Acker gesät hast? Woher kommt nun das Unkraut?  

28 Er antwortete ihnen: Das hat ein Feind getan! Da fragen ihn die Knechte: Sollen wir also hingehen und es ausreissen? 

29 Er sagt: Nein, damit ihr nicht, wenn ihr das Unkraut ausreisst, auch den Weizen mit herauszieht.

30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Reisst zuerst das Unkraut aus und schnürt es zu Bündeln, um es zu verbrennen, den Weizen aber bringt ein in meine Scheune!

Zürcher Bibel

 

 

BWV 156, Fagott

(falls zur Auswahl: Im Browser anhören, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

Fagott: Katharina Felder

 

 

 

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SONNTAG, 19. JULI 2020

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Römerbrief

Das 7. und 8. Kapitel des Römerbriefes lesen sich wie ein kleiner Katechismus.

Als wollte Paulus seinen Glauben möglichst knapp und verständlich ins Wort bringen.

Wie kann der Mensch bestehen?

Wo er doch ein Sünder ist, und zugleich einer, der an Gott glauben möchte.

Wie kann er bestehen?

Nur mit Christus, schreibt Paulus. ER versöhnt den Menschen mit Gott.

Allein schafft es der Mensch nicht.

Heute lesen wir.

… denn wir wissen nicht,

was wir eigentlich beten sollen. Röm 8,26

Viele werden das bestätigen.

Und sie erfahren es als Schwachheit.

Sie können das, was sie so erhoffen, nicht angemessen ausdrücken.

Wohl, weil das Erhoffte nicht in unserer Erfahrungswelt zu finden ist. Es liegt tiefer und auch ferner.

Und so beten wir den Rosenkranz oder andere Gebete und spüren doch oft,

wie schal die Gebete sind. Hört, erhört sie Gott? Paulus tröstet und sagt:

ER, der die Herzen erforscht, ER weiß.

Und ab und an können wir von Christinnen und Christen das hören:

ER weiß. Lass es gut sein.

 

 

Matthäus

Jesus erzählt die Geschichte vom guten Samen und vom Unkraut.

Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte.

Zahllose Beispiele gibt es, wie mit dem Unkraut auch der gute Samen zerstört wird.

Wo wir doch manchmal meinen, das Unkraut genau zu kennen.

In der Politik zum Beispiel oder in Fragen des miteinander Lebens.

Wenn es ums Geld geht oder um die Erziehung.

Die Medien lehren uns täglich, das Verkehrte und Böse wahrzunehmen.

Jesus sagt:

Das Unkraut bringt keine Frucht, es hat keinen Bestand.

Vergeudet eure Zeit nicht mit dem Unkraut.

Stellt nicht das Böse in die Mitte eures Denkens und Handelns.

Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Mt 13,30a

Sepp Franz

 

 

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NOTIZEN

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Ausnahmezustand nach wie vor 

Am nächsten Sonntag feiern wir wieder Wortgottesdienst um 8 und um 10 Uhr.

 

Am vergangenen Montag ist im Riedle 19 Frau Agnes Legat, geb. Lauchart, gestorben. Sie ist am 8. Jänner 1932 in Niederwurz, Kärnten, geboren und wohnte in der Liebera 4. Am kommenden Freitag um 10 Uhr halten wir den Bestattnisgottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung.

 

Die Texte zum Sonntag liegen immer bei den Ausgängen auf. Wer mag, kann sie gerne mitnehmen.

Die Ausstellung »mir wird so leicht« von Anna Rubin mit den vielen Engeln oder Seelen oder Kelchen, mit den Flüglern und Flüglerinnen, soll gerade in dieser Zeit Hoffnung und Dankbarkeit in unseren Tag bringen.