Foto: Wasservogel im Mosaikboden der Brotvermehrungskirche in Tabgha


14. Sonntag im Jahreskreis


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BIBELTEXTE

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 aus dem Brief an die Gemeinden in Rom                                                                                                                                    8,9.11–13

9 Ihr aber lasst euch nicht vom Fleisch bestimmen, sondern vom Geist, wenn wirklich der Geist Gottes in euch wohnt. Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. 

10 Wenn aber Christus in euch ist, dann ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. 

11 Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Leben in der Kindschaft

12 Wir sind also, liebe Brüder und Schwestern, nicht dem Fleisch verpflichtet und müssen nicht nach dem Fleisch leben. 13 Wenn ihr nämlich nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist tötet, was der Leib aus sich heraus tut, werdet ihr leben. 

Zürcher Bibel

 

aus dem Evangelium nach Matthäus                                                                                                                                            11,25–30

Der Lobpreis des Vaters

25 In jenen Tagen ergriff Jesus das Wort und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen, es Einfältigen aber offenbart hast. 

26 Ja, Vater, so hat es dir gefallen. 

27 Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn außer der Vater, und niemand kennt den Vater außer der Sohn und der, dem der Sohn es offenbaren will.

Das Bild vom Joch

28 Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: Ich will euch erquicken. 

29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanft und demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. 

30 Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Zürcher Bibel

 

 

Tambourin - Franz Josef Gossec

(falls zur Auswahl: Im Browser anhören, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

Flöte: Caroline Fort-Sohm

Klavier: Danaila Deleva

aufgenommen in der Pfarrkirche Fußach am 28. Juni 2020 von Franz Fort

 

 

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SONNTAG, 5. JULI

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Der Römerbrief

Der Römerbrief. Martin Luther hat gemeint, Christen sollten ihn Wort für Wort auswendig lernen. Er sei das tägliche Brot für die Seele. Die Wirkung des Römerbriefes in der Geschichte des Abendlandes ist tatsächlich außerordentlich. Die grundlegenden Werte, die das Miteinander in Europa geprägt haben, sind im Römerbrief zu finden. Dort ist der zentrale Gedanke:

Denn wir halten fest: Gerecht wird ein Mensch durch den Glauben, unabhängig von den Taten, die das Gesetz fordert. Röm 3,28

Darauf baut Paulus seine Missionsreisen auf.

Und darauf bauen auch Mütter und Väter, wenn ihnen Kinder anvertraut sind. Auch wenn nicht alles glatt geht im Leben ihrer Söhne und Töchter – sie sollen lernen, in allem auf die Hand des Unsagbaren zu vertrauen, tastend den Weg des Glaubenden zu gehen.

Darauf bauen Lehrerinnen und Lehrer, dass die Schüler erfahren und verstehen: Du bist auch dann gehalten, wenn du dir schwer tust, wenn es nicht klappt.

Denn wir halten fest: Gerecht wird ein Mensch durch den Glauben, unabhängig von den Taten, die das Gesetz fordert. Röm 3,28

 

Matthäus

Die Corona-Zeit. Ein Hin und Her von Meinungen. Der tägliche Report in den Medien. Der Abstand, den wir auch in der Kirche halten sollten, prägt Gemeinschaften, verhindert unter Umständen Wichtiges, bleibt uns aber wohl lange erhalten. Manche haben angstvolle Monate hinter sich. Schüler und Eltern sehnen sich nach den Schulferien. Jene Frauen und Männer, die in der Pflege arbeiten, sind in den Mittelpunkt gerückt. Die Sorge um die besonders Gefährdeten hat in unzähligen Häusern und Wohnungen ein Gesicht bekommen.

Bei Matthäus beginnt mit dem 11. Kapitel der Bericht über den ‚Beginn der Entscheidung’, wie sie es nennen. Worauf kommt es an?  

Jesus antwortete ihnen: Geht und erzählt Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt. Mt 11,4–5

Es ist die seit Jahrhunderten bei den Israeliten tiefsitzende Gewissheit:

Wenn das Wirklichkeit wird, dann ist der Messias gekommen.

Die Blinden und die Aussätzigen. Die Toten, die wieder zum Leben kommen. Die Armen. Ihnen gilt seine Zuneigung. Sie hören seine Einladung:

Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen:

Ich will euch erquicken. Mt 11,28

Sepp Franz

 

 

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NOTIZEN

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Marianne  Feistenauer, verw. Wriesnegger, geb. Oberdorfer - Höchst, Im Schlatt 30

1947 kommt sie in Maria Lankowitz in der Weststeiermark als jüngstes von 5 Geschwistern auf die Welt. Nach der Pflichtschule übersiedelt sie nach Höchst und absolviert dort die Lehre als Friseurin. 1966 heiratet sie Kurt Wriesnegger. Zwei Mädchen werden ihnen geboren: Susanne und Carmen. Sie bauen hier im Herrenfeld 64 ihr Haus und ziehen dort 1982 ein. Marianne übernimmt eine Mädchenturngruppe in der Turnerschaft Höchst und leitet diese begeistert und mit dem ihr eigenen Elan viele Jahre lang. Zur Silberhochzeit erfüllen sie sich einen langgehegten Wunsch: In der Kirche heiraten – am 12.09.1991 hier in Fußach, mitten hinein in eine stetig wachsende Krankheit von Kurt. Er stirbt im November 1993.

 

Für Marianne beginnt ein neuer Abschnitt. 1995 lernt sie Linus Feistenauer kennen. 2008 feiern sie kirchliche Trauung hier in Fußach. Sie sind eng mit der Turnerschaft Höchst und mit der Fußacher Theatergruppe verbunden. 2019 wird bei ihr eine schwere Krankheit diagnostiziert. Linus betreut sie liebevoll. Er stirbt aber ganz unerwartet im Oktober letzten Jahres. Marianne geht tapfer durch die ihr verbleibenden Monate und stirbt am 21. Juni auf der Palliativstation im LKH Hohenems. Am Mittwoch haben wir sie hier verabschiedet.

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Am vergangenen Mittwoch ist im LKH Bregenz Kurt Brüning vom Feldweg 14 gestorben. Er ist am 20. Dezember 1930 in Bregenz auf die Welt gekommen. Aufgrund der aktuellen Situation ist kein Totengedenken geplant. Am Dienstag um 10 Uhr ist Bestattnisgottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung.

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Ausnahmezustand

Wir sind nach wie vor in der Ausnahmesituation. Deswegen muss auch der Schulschlussgottesdienst am Freitag dieser Woche abgesagt werden. Wir werden mit den Kindern in der Mehrzweckhalle das Schuljahr beenden.

 

Am nächsten Sonntag feiern wir um 8 und um 10 Uhr Gottesdienst. Im 10h–Gottesdienst erinnern wir an Klara Düringer von der Harder Straße 48. Sie ist am 12. Juli vor einem Jahr gestorben. Das vorgesehene Fest am Kirchplatz muss entfallen, dafür möchten wir den 10h-Gottesdienst besonders akzentuieren. Bei guter Witterung feiern wir auf dem Kirchplatz.

 

Heute Nachmittag um 14 Uhr wird der kleine Peter Haller aus Höchst getauft.

 

Heute im späteren Nachmittag um 17 Uhr treffen sich hier im Pfarrzentrum die heurigen Firmlinge zum ersten Mal.

 

Die Texte zum Sonntag liegen immer bei den Ausgängen auf. Wer mag, kann sie gerne mitnehmen.

 

Die Ausstellung  »mir wird so leicht« von Anna Rubin mit den vielen Engeln oder Seelen oder luftigen Gebilden soll gerade in dieser Zeit Hoffnung und Dankbarkeit in unseren Tag bringen.