Paula & Hans  Zirbenholz 2019, Gabriele Maria Lulay


12. Sonntag im Jahreskreis


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BIBELTEXTE

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aus dem Brief an die Gemeinde in Rom                                                                                                                                                         5,12–15  

Adam und Christus

12 Darum: Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten ...

13 Es gab nämlich, schon bevor das Gesetz kam, Sünde auf der Welt; Sünde wird aber nicht registriert, wo kein Gesetz ist.

14 Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, die nicht durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten wie Adam, der ein Gegenbild dessen ist, der kommen sollte.

15 Anders aber als mit dem Fall verhält es sich mit dem, was die Gnade wirkt: Sind nämlich durch des Einen Fall die Vielen dem Tod anheimgefallen, dann ist die Gnade Gottes, nämlich die in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus beschlossene Gabe, erst recht den Vielen im Überfluss zuteil geworden.

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Matthäus                                                                                                                                                            10,26–33

Die Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis

26 Darum fürchtet sie nicht! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt, und nichts geheim, was nicht bekannt werden wird.

27 Was ich euch im Dunkeln sage, das sagt im Licht. Und was ihr ins Ohr geflüstert bekommt, das ruft aus auf den Dächern.

28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch mehr vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann.

29 Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Fünfer? Und nicht einer von ihnen fällt zu Boden, ohne dass euer Vater bei ihm ist.

30 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.

31 Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.

33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

Zürcher Bibel

 

 

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SONNTAG, 21. JUNI

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Der Sommer ist gekommen. Ferien, vielleicht sogar Urlaub.

 

Homeschooling … Überforderung von Schülern, Eltern, Lehrern … endlich vorerst vorbei. Vielleicht bringt der Sommer tatsächlich trotz Abstand wieder ein halbwegs gelingendes Miteinander. Die vergangenen Monate haben auch unseren Gemeinschaften einen unübersehbaren Stempel aufgedrückt, manches davon hat sich tief eingegraben … wir werden bald sehen, was wir gerne beibehalten und was wir nun, gewollt oder nicht, zusätzlich mitschleppen müssen. 

 

Römerbrief    

An diesem Sonntag, dem astronomischen Sommerbeginn, hören wir aus dem Römerbrief. Paulus hat ihn in Korinth geschrieben, gut 20 Jahre nach dem Tod von Jesus in Jerusalem.

Die Gemeinde in Rom kennt er nicht. Er war noch nie dort. 

Aber er schreibt der jungen Christengemeinde seine besondere Sicht:

o    Die Sünde hat es schon gegeben, bevor das Gesetz in die Welt gekommen ist. Sie ist von Anfang an da. Seit es Menschen gibt.

Durch die Sünde aber kam der Tod.

o    Die Gnade Gottes rettet vom Tod.

Unter Gnade versteht Paulus die durch Jesus Christus beschlossene Gabe. Wer sich Jesus anvertraut, hat »ewiges Leben«.

Das Schreiben hat wohl eine Frau den Gemeinden in Rom überbracht.

In diesen Sätzen von Sünde und Gnade findet sich der letzte Grund für die Taufe.

Wir taufen unsere Kinder, um sie Jesus anzuvertrauen, damit sie »ewiges Leben« haben.

 

Matthäus     

In den Wochen der Pandemie sind recht viele auch aus unseren Gemeinschaften der Angst begegnet. Gerade die älteren Menschen sind zuhause geblieben, haben ihre sozialen Beziehungen auf das Nötigste zurückgefahren. Andere haben ihnen eingekauft, Besorgungen erledigt. Für manche ist das eine fast unerträgliche Einschränkung geworden.

 

Das Wort aus dem Matthäusevangelium ist ihnen und damit natürlich auch uns allen gesagt: »Fürchtet euch nicht«. Sehr oft ist es in den Heiligen Schriften hörbar, wenn Engel auftreten.

 

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten,

die Seele aber nicht töten können. Mt 10,28

 

Den schlimmen Nachrichten aus aller Welt gilt dieser Satz ja auch. Wenn wir am Weltflüchtlingstag hören, dass 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind, so viele wie nie zuvor. Die meisten aus Angst vor Hunger und Krieg.

 

Und wenn wir an die vielen denken, die ihnen auch helfen, die ihnen die Angst nehmen und die sie begleiten. Es gibt sie ja auf unterschiedlichen Ebenen, in den Kirchen, die NGO’s (die nicht gewinnorientierten Organisationen), die vor Ort helfen, Verantwortliche in politischen Gremien.

Sepp Franz

 

 

 

Le Phoenix

(falls zur Auswahl: Im Browser anhören, ansonsten einfach den weißen Pfeil anklicken)

Fagott: Katharina Felder

Liveaufnahme von einem Quartettkonzert in den Abruzzen in Italien

 

 

 

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NOTIZEN

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Ausnahmezustand

Am nächsten Sonntag feiern wir wieder Wortgottesdienst um 8 Uhr und um 10 Uhr.

Wenn sich was ändert, und das kann ja sehr kurzfristig geschehen,

werden wir es verlautbaren:

Im Gemeindeblatt,

auf unserer Homepage,

am Infostand im Haupteingang der Kirche.

o    Der Kirchenraum in seiner Stille bleibt als wertvoller Rückzugsraum geschmückt und offen. 

o    Die Ausstellung »mir wird so leicht« soll gerade in dieser Zeit heitere Hoffnung und Dankbarkeit in unseren Tag bringen.

 

Wir versuchen, uns allmählich in einen akzeptablen Rhythmus einzupendeln, der den Vorgaben möglichst entspricht und der doch nicht in ein unübersichtliches Regelwerk mündet. Den Impfstoff für Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Die Infektionsgefahr besteht weiterhin. Deswegen ist Abstand auch in den Gottesdiensten wichtig. Die Mund-Nasen-Schutz muss nicht mehr getragen werden.