10. Sonntag im Jahreskreis


Schrifttexte

 

aus dem Buch Genesis                           3,9–15

9 Aber der HERR, Gott, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Da sprach er: Ich habe deine Schritte im Garten gehört. Da fürchtete ich mich, weil ich nackt bin, und verbarg mich. 11 Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? 12 Und der Mensch sprach: Die Frau, die du mir zugesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben. Da habe ich gegessen. 13 Da sprach der HERR, Gott, zur Frau:

Was hast du da getan! Und die Frau sprach: Die Schlange hat mich getäuscht. Da habe ich gegessen. 14 Da sprach der HERR, Gott, zur Schlange: Weil du das getan hast: Verflucht bist du vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du fressen dein Leben lang. 15 Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachwuchs und ihrem Nachwuchs: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm nach der Ferse schnappen.

 

Zürcher Bibel

 

 

aus dem Evangelium nach Markus                  3,20–22.31–35

Die besorgten Verwandten

20 Und er geht in ein Haus. Und wieder strömt das Volk zusammen, und sie kamen nicht einmal dazu, etwas zu essen. 21 Und als seine Verwandten davon hörten, machten sie sich auf, um sich seiner zu bemächtigen, denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Fürsten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

Die wahren Verwandten Jesu

31 Da kommen seine Mutter und seine Geschwister, und sie blieben draußen stehen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. 32 Und das Volk saß um ihn herum, und sie sagen zu ihm: Schau, deine Mutter und deine Brüder und Schwestern sind draußen und suchen dich. 33 Und er entgegnet ihnen: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Geschwister? 34 Und er schaut, die im Kreis um ihn sitzen, einen nach dem andern an und spricht: Das hier ist meine Mutter, und das sind meine Brüder und Schwestern! 35 Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

 

Zürcher Bibel

 

 

Sonntag, 6. Juni 2021

 

2 Personalien haben die letzten Tage geprägt.

Die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker ist im Alter von 96 Jahren in Wien gestorben. "Ich habe immer vorgehabt, bis zum letzten Moment meines Lebens zu schreiben und es wird mir vielleicht gelingen", hat sie einmal gesagt.

Der Erzbischof von München-Freising, Kardinal Marx, hat den Papst gebeten, ihn von seinen Ämtern zu entbinden. Er will Verantwortung für den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche übernehmen. Es gehe ihm nicht nur um die juristische Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche, sondern darum, "dass Menschen in der Kirche Unheil erfahren haben". "Ich glaube fest an eine neue Epoche des Christentums", sagt er. Dafür müsse die Kirche aus ihrer Krise lernen und sich erneuern.

Genesis –      Auf dem Hintergrund solcher Ereignisse hören wir das Wort aus dem Buch Genesis: Aber der HERR, Gott, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Gen 3,9

Genesis. Das wohl bekannteste Buch der Weltliteratur, entstanden 1000 bis 200 vor Christus mit zum Teil noch älteren mündlichen Vorstufen. Am Anfang steht die Urgeschichte, die Suche nach dem 'Woher kommt die Welt, die Schöpfung, der Mensch?'

Heute die Frage von Gott an den Menschen: 'Wo bist du?' Die so alltägliche Frage, wie Eltern sie unzählige Male an ihr Kind stellen, wie sie in zahlreichen Versteckspielen verwendet wird, wie sie sich auch in wohl jeder Partnerschaft findet: Wo bist du?

Eine Frage, die natürlich nicht nur den sichtbaren Ort meint, sondern ganz an das Herz des Menschen rührt.

Kardinal Marx hat sie auch gehört. Die Frage, die sich natürlich auch an die Hierarchie der Kirche richtet, an jene, die Verantwortung übernehmen sollten, sie jedoch lediglich den Gerichten zuschieben. Aber der HERR, Gott, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Gen 3,9

Markus –     Zur Zeit des jüdischen Krieges um 70 nach Christus geschrieben. Das älteste Evangelium. Markus entwickelt sein Evangelium vom Kreuz her, vom totalen Scheitern des verlassenen Gottessohnes. Er offenbart sich am Kreuz.

Und er schaut, die im Kreis um ihn sitzen, einen nach dem andern an und spricht: Das hier ist meine Mutter, und das sind meine Brüder und Schwestern! Mk 3,34

 

Sepp Franz

 

 

Notizen

 

Am vergangenen Mittwoch, 2. Juni, ist überraschend nach kurzer Krankheit, aber doch nach schon längerer Gebrechlichkeit Norbert Sohm vom Birkenfeld 29 gestorben. Am Mittwoch Nachmittag um 15 Uhr werden wir ihn bestatten.

Norbert Sohm

 

Heute Nachmittag werden 3 Kinder getauft:

Mia Visintainer, Neugrütt 32 – Lena Olivotto, Hard – Henry Gmeiner, Höchst

 

Am nächsten Wochenende feiern wir Firmung.

In vier Phasen hat ein Firmteam unter Elisabeth Schwendinger 35 Mädchen und Buben aus Fußach, Höchst, Gaißau und Dornbirn außerordentlich zeitaufwändig und wertvoll darauf vorbereitet.

Eltern, Paten und Patinnen haben begleitet.

Am Samstag um 10h wird Generalvikar Hubert Lenz bei uns 21 Kinder firmen. Am Sonntag im 10h-Gottesdienst werden dann von unserem Herrn Pfarrer die anderen 14 Kinder gefirmt. 

 

Die Freude, unseren Buben und Mädchen das gute Wort vom Heiligen Geist mit auf ihren Weg geben zu dürfen, läuft in diesen Tagen mit.